Prezident - Alles Ist Voll Von Göttern

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Artist

Veröffentlichungsdatum

21 Feb 2020

Pressetext / Beschreibung

"Zeit, mal wieder ernst zu machen: Auf 15 Tracks über 60 Minuten Spielzeit gibt sich Prezident nach seiner kurzzeitigen Neuerfindung als Polemiker und einer Reihe erholsam-kurzweiliger Lofi-Produktionen wieder Mühe und die volle Bandbreite seines Könnens zum Besten. "Alles ist voll von Göttern" macht weiter, wo "Limbus" aufgehört hat, greift alte Fäden auf, ist soundästhetisch zwischen "Kleiner Katechismus" und "Kunst ist eine besitzergreifende Geliebte" einzuordnen, aber vielseitiger, üppiger und ausformulierter als jedes bisherige Album des Wuppertalers. Unzeitgemäß detailverliebte Tracks, oftmals jenseits der 5-Minuten-Marke, berichten von persönlichen Kindheitserinnerungen und von unpersönlichen Zukunftsvisionen, von Postmoderne und Postschwerkraft, von Beziehungsdramen, die keine Dramen sind und von großen Rednern, die während großer Ansprachen an ihren alten Wunden verbluten. Features kommen von Hiob, Mach One und Elsta. Die Beats haben JayBaez, Wiesel, Epic Infantry, Kamikazes und Prezi selbst beigesteuert." – Pressetext auf Vinyl Digital

Alles ist voll von Göttern

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Audio / Video

Prezident - Jamais-vu (prod. Epic Infantry | Artwork Video)

Prezident - Antimidas (prod. v. Prezident | Cuts: DJ KB)

Prezident - Gulliver Gulliver (prod. Prezident & Jay Baez / Album 21.2.2020)

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Prezident - Über zwei verschiedene Arten des Gutseins [Audio]

Prezident - Über zwei verschiedene Arten des Gutseins [Audio]

Von David Büchler am 19.06.2018 - 14:43

Prezident haut seinen neuen Track "Über zwei verschiedene Arten des Gutseins" raus, in dem er die "guten Menschen" den "richtig guten Menschen" gegenüberstellt und im Ganzen gewisse Tendenzen eines linken Zeitgeistes kritisiert, der in seiner Spießigkeit aus Prezis Sicht schon wieder unreflektiert, konservativ und herablassend ist.

Die stetige Auseinandersetzung mit eigenen Positionen - so weit sind Prezidents Einlassungen logisch - sollte für jeden Menschen dazugehören. Und auch sonst möchte man ihm an vielen Stellen Recht geben. Seine Kritik an vielen Linken bewegt sich in Teilen aber auf einem schmalen Grat. So muss sich Prezi beisielsweise den Vorwurf gefallen lassen, seine zynische Bemerkung darüber, dass eine Hand auf den Knie ein "handfester Skandal" sei, könnte als pauschale Kritik an Bewegungen wie #metoo und damit an Diskussionen verstanden werden, die versuchen zu ergründen, unter welchem Umständen es im Jahr 2018 immer noch zu Sexismus und sexueller Gewalt kommen kann. 

Gegen Ende kommt es dann zu einem Part, in dem Prezident einem gewissen Schlag von Menschen unterstellt, sich für Geflüchtete nur aus egoistischen Motiven heraus stark zu machen. Mit Gegenüberstellungen wie "Gegenbild" und "Ebenbild", mit denen Prezi die Sicht gewisser Menschen auf Geflüchtete darstellen möchte, kann ebenfalls problematisiert werden. So könnte man ihm vorwerfen, er manifestiere fremdenfeindliche Denkmuster, in dem er ein Setting von "Wir" gegen "Die" bestätigt.

Über den Track wird diskutiert werden. Dass die Lyrics jedoch Gefahr laufen, in einem rechten Kontext gelesen zu werden, hätte Prezident ahnen können. Den Sound zum kontroversen Stück haben die Kamikazes gebaut. 

Im Interview mit Toxik vom letzten Out4Fame (ab circa 16:55 Minuten) sprach Prezident bereits über seine kommende Musik und viele seiner Aussagen, kann man im neuen Song wiedererkennen. Manchem mag das Gespräch bei der Einordnung der Lyrics helfen. So erklärt der Wuppertaler etwa, dass es einen großen Teil der Arbeit an seinem neuen Album ausmachte, möglichst nicht den Tonfall von PEGIDA und Co zu treffen.

Lost Tapes: Prezident mit offenem Visier beim Out4Fame 2017 (Interview) - Toxik trifft

Prezident steppt sein Facebook-Game mit Memes up und weist subtil auf ein Interview hin, das noch in unserer Schublade lag. Beim Out4Fame 2017 fand der leidenschaftliche Misanthrop für eins seiner raren Interviews den Weg in unseren Presseraum und führte ein sehr offenes Gespräch mit Toxik.


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