Method Man - 4:21...The Day After

4:21...The Day After

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Veröffentlichungsdatum

4 Okt 2006

Pressetext / Beschreibung

Wann hat ein verdienter Künstler das letzte Mal so gnadenlos Prügel bezogen wie Method Man nach dem Release seines "Tical 0: The Prequel"? Unter den Featuregästen untergegangen, zu berechnend auf Charterfolg getrimmt, das was einst den Ticallion Stallion ausgezeichnet hat untergraben, um nur mal einige der gängigsten Vorwürfe zusammenzustellen. Schon der Albumtitel lässt erahnen, dass es dieses Mal anders wird. "4:21...The Day After. Die Klarheit nach der Party. Die Zeit der Kompromisse ist vorbei. Method Man in Höchstform gibt es gleich reihenweise in den ersten Tracks. Dem groß angelegten "Is It Me" von Scott Storch folgt ein simpler aber eindrucksvoller Erick Sermon Loop mit dickem Basslauf, der die Grundlage für einen Meth mit unschlagbar lockerem Flow auf "Problem" legt. Ein kompliziertes Brett ist nicht nötig, um ODB und Meth zusammen in Szene zu setzen. Erick Sermon und Allah Mathematics nehmen als Grundlage für "Dirty Mef" einen trockenen Loop, was die Vocals noch eine Ecke stärker scheinen lässt. Die Single "Say", der Schlag gegen alle Kritiker, die ihn tot geglaubt oder schwach geredet haben, überrascht immer noch. Musikalisch eher zurückgeschraubt und introvertierter als gewohnt gerappt, mit Bob Marley und Lauryn Hill Anleihen, ist es zwar ohne Frage ein gutes Stück Musik, aber eben nicht das erwartete Zugpferd. Aber wie Meth es selbst sagt: "Expect the unexpected".

Schwachpunkte sind in Nebenbereichen auszumachen. Da wäre zum einen der Gesangspart von Megan Rochell auf dem sonst mängelfreien "4 Ever" und dann die Feststellung, dass Meth keinen Ginuwine auf "Let's Ride" gebraucht hätte, um auch mal R&B Attitüde zu sporten. Dafür steht dann das mit starken Samples auffunkende "Got To Have It". Funk Doc und Soul Brother Redman kommt für "Walk On" an das Mic seines Blackout Kompagnons und das übelst dick auftragende Slow Flow Spektakel "Ya'Meen" mit Fat Joe und Styles P. erledigt den Rest, ohne allerdings sein mögliches Potential voll auszuschöpfen.

Es können sich noch so viele Rapper darüber streiten, wer mit dem freshesten Outfit rumläuft und Harlem so lange hoch und runter cruisen wie es der Tank hergibt, Meth aber bringt ein einziges Style Geholze. Das beinahe schon obligatorische "Pimpin'" taucht hier nur als Skit auf und der "Presidential MC" Status, wie er von RZA und Raekwon noch untermauert wird, ist ihm nicht mehr abzusprechen. Sowieso ist es das Wu-Tang Mastermind, das für atmosphärisch dichte und düstere Shots wie "4:20" oder "The Glide" sorgt. Mit "4:21...The Day After" ging es um nicht weniger als die Rettung eines Idols. Einer Legende. Nach diesem Album bleibt nur eines: Mission Accomplished.

Bewertung:
5 von 6
   
Fazit:
Es ging um einiges: "4:21...The Day After" ist zu dem versprochenen Aufbäumen geworden. Die Frage ob Method Man noch mal durchstarten kann oder im Schatten ehemaliger Glanzstücke verblasst ist damit eindrucksvoll beantwortet worden. Mit dem Nachbrenner.

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Wu-Tang-Serie "An American Saga" bekommt 2. Staffel

Wu-Tang-Serie "An American Saga" bekommt 2. Staffel

Von Michael Rubach am 20.01.2020 - 20:17

Der Streaminganbieter Hulu spendiert der Entstehungsgeschichte des Wu-Tang Clans eine zweite Staffel. Wie die hierzulande nur über Umwege zugängliche Unterhaltungsplattform via Twitter bekanntgegeben hat, ist "Wu-Tang: An American Saga" nach den ersten zehn Folgen keineswegs auserzählt.

Wu-Tang: An American Saga on Twitter

Continue to bring da RUCKUS because SEASON 2 of Wu-Tang: An American Saga is coming soon, only on @hulu! #Wutangonhulu https://t.co/RsnQvUWLN2

"An American Saga": Die Story des Wu-Tang Clans wird fortgesetzt

Die erste Staffel startete im September 2019. Es dreht sich im Kern darum, wie sich eine der legendärsten Rapformationen überhaupt geformt hat. Bei Kritikern und Fans stieß die Serie auf ein geteiltes Echo. Auf metacritic.com ist der Score beispielsweise eher mittelmäßig. Das ist für Hulu offensichtlich kein Grund von einer weiteren Season Abstand zu nehmen.

In der ersten Staffel sind einige bekannte Gesichter aus der US-Szene zu sehen. Joey Bada$$ verkörpert etwa die Figur Rebel, die Inspectah Deck nachempfunden ist. Dave East spielt den Charakter Shotgun, der direkt an Method Man angelehnt ist.

Als Executive Producer für die erste Staffel waren RZA und Method Man an Bord. Die Geschichte basiert zum Teil auch auf den philosophischen Ansichten, die RZA, in seinen Büchern "The Wu-Tang Manual" und "The Tao of Wu" ausgebreitet hat. Das Mastermind beglückwünscht auf Instagram den ganzen Clan zur Fortsetzung und dankt den Fans für den Support. Wann genau es weitergeht, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Den Trailer zur ersten Staffel kannst du hier sehen:

Wie lange der Clan schon seine Fußspuren in der Raplandschaft hinterlässt, verdeutlicht, dass sich bereits eine Crew der Nachfolge-Generation in Stellung bringt.

Wu-Tang Clans 2. Generation: Söhne von Method Man, ODB & Co werden zur Rap-Crew

"Wu-Tang is for the children" - Daran ließ Ol' Dirty Bastard durch seine kuriose Rede bei den Grammys 1998 keine Zweifel. Dass es sich bei dem legendären Zitat um mehr als einen Slogan handelt, beweisen jetzt die Söhne einiger Wu-Tang-Clan-Mitglieder. Sie haben sich zusammengeschlossen, um unter dem Crew-Namen 2nd Generation Wu das Vermächtnis ihrer Väter fortzuführen.


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