Dr. Dre, Kanye West & Snoop Dogg machen gemeinsame Sache

Den gestrigen Freitag hat Kanye West mit ein paar Tweets kurzerhand zum #WestDayEver gemacht. Neben einer Koop von Yeezy und GAP kündigte er noch etliche weitere Projekte an – unter anderem die Dr. Dre Version seines letzten Albums "Jesus Is King".

Ein weitere Tweet legt nahe, dass sie an mindestens zwei gemeinsamen Projekten arbeiten, von denen eins offenbar schon fertig ist:

Dr. Dre arbeitet wohl mit Kanye an neuem Album

Nun kann man die beiden bei der gemeinsamen Arbeit sehen. Snoop Dogg meldet sich aus der Bedeckung im Studio, während man Dre und Kanye wohl eher scherzhaft über das Cover des gemeinsamen Projekts sprechen hört. Mit ihnen im Studio sind noch viele weitere Leute, die Stimmung scheint locker.

Was genau es mit der Dr. Dre Version von "Jesus Is King" auf sich hat, hat bislang niemand verraten. Zusätzliche Features? Eine hiphop-lastigere Produktion? Ein neues Album, mit "Jesus Is King" als Vorlage? So oder so dürften nicht nur Dre-Fans gespannt auf das Projekt sein, auch wenn Infos eigentlich nicht vorhanden sind.

Aber immerhin das: "Kanye West got some hot sh*t", verspricht Snoop. Vor gar nicht allzu langer Zeit wären diese Aussage und dieser Clip noch ziemlich unrealistisch gewesen. Mit seinem Support für Trump und der bescheuerten Slavery-was-a-choice-Geschichte hatte Ye sich auch bei Snoop einige Sympathien verspielt.

Mittlerweile kursieren Vermutungen, der Support für den vielleicht ungeeignetsten US-Präsidenten aller Zeiten könnte nur gespielt gewesen sein. Kanye habe guten Kontakt aufbauen wollen, um Einfluss zu nehmen – etwa auf Entscheidungen über zu Unrecht verurteilte Gefängnisinsassen. Kanyes Spenden für die Familien von George Floyd, Breonna Taylor und Ahmaud Arbery sowie die generelle Unterstützung der BLM-Bewegung passen nicht in das Bild eine Trump-Supporters. Laut Kindheitsfreund GLC soll er alle seine MAGA-Caps weggeschmissen haben. Allerdings ist Herr West auch nicht unbedingt ein leuchtendes Beispiel für kohärentes Handeln, was ihn so unberechenbar macht.

Kanye West als Doppel-Agent: War der Trump-Support nur inszeniert?

"Gerührt und nicht ge-070 Shake-t": In feinster James Bond-Manier soll sich Kanye West ins Weiße Haus und Donald Trumps Herz gemogelt haben.

Dass er, Snoop und Dre gemeinsam im Studio arbeiten, kann man neben der musikalischen Ebene also auch sonst als positives Signal deuten, wenn man so will. Vielleicht bringt die Präsidentschaftswahl 2020 ja neue, erfreuliche Erkenntnisse über die Wirrungen des Kanye West.

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Kanye West will 2020 als US-Präsident kandidieren

Kanye West will 2020 als US-Präsident kandidieren

Von Michael Rubach am 05.07.2020 - 13:20

Kanye West möchte offenbar noch dieses Jahr US-Präsident werden. In einem Tweet am gestrigen Unabhängigkeitstag erklärte Ye mit dem Hashtag #2020Vision, dass er wohl vorhat, dieses Jahr für das Amt zu kandidieren, das momentan Donald Trump innehat.

Kanye West bekommt Unterstützung von Elon Musk

Kanye schwebt nicht viel weniger vor, als das "Versprechen Amerikas" zu verwirklichen. Er setzt dabei auf das "Vertrauen in Gott" und eine "vereinte Vision", um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.

Mit seiner #2020Vision kommt er eine Ankündigung aus dem Jahr 2015 nach. Damals erklärte Kanye West im Rahmen der MTV Video Music Awards, an den Präsidentschaftswahlen 2020 teilnehmen zu wollen. Auch bei einem Besuch im Oval Office 2018 untermauerte er seine politischen Ambitionen.

Einen äußerst prominenten Anhänger hat er bereits gefunden. Tesla-Chef Elon Musk sicherte bei Twitter seine "volle Unterstützung" zu. Kim Kardashian steht ihrem Mann ebenfalls zur Seite.

Dennoch machen sich viele User über die Ansage lustig. Kanye sei sein großes Vorhaben ein wenig spät eingefallen. In Anlehnung an sein 2005 erschienenes Album kursiert der Joke einer "Late Registration". Schließlich sollen die US-Wahlen schon im November über die Bühne gehen.

Promo, Trump-Support oder einfach nur Kanye-Wahnsinn?

Wer US-Präsident werden möchte, muss zwangsläufig einige bürokratische Hürden nehmen. Da bildet die schillernde Persönlichkeit von Kanye West keine Ausnahme. Als unabhängiger Präsidentschaftskandidat wäre er bereits in sechs Bundesstaaten zu spät dran. Auch taucht er bisher nicht auf der Website der Wahlkommission (FEC) auf.

Falls Kanye es dennoch ernst meint, lässt sich nur mutmaßen, was seine Beweggründe sein könnten. Gemeinhin gilt Kanye West als Supporter von Donald Trump. Eine wahrhaftige Kandidatur des Exzentrikers würde wohl vor allem Trumps Herausforderer Joe Biden Stimmen kosten. Auf Twitter munkelt man, dass es sich hier um einen ausgeklügelten Plan handele, um Trumps Wiederwahl zu sichern.

Vor ein paar Wochen kam jedoch heraus, dass Kanye West trotz MAGA-Cap offenbar bei der zurückliegenden Wahl die demokratische Kandidatin Hillary Clinton unterstützte. Was er genau er mit seinen aktuellen politischen Bestrebungen bezwecken möchte, weiß wohl nur der Künstler selbst.

Hinzu kommt, dass Kanye gerade erst sein neues Album "God's Country" angekündigt hat. Dass der Ausruf der kurzfristigen Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten für einen Sturm der Aufmerksamkeit sorgen würde, dürfte Yeezy einkalkuliert haben. Zudem erschien erst kürzlich ein neuer Track zusammen mit Travis Scott. Im Fashion-Sektor hat Ye darüber hinaus kürzlich eine umfangreiche Zusammenarbeit mit Gap verkündet. Vielleicht handelt es sich also auch nur um bestes Marketing à la Kanye.

Kanye West ft. Travis Scott - Wash Us In The Blood [Video]

Kanye West droppt einen neuen Song mit Travis Scott. Das Ding heißt "Wash Us In The Blood" und ein verstörendes Video gibt es gleich mit dazu. Darin sehen wir schwer verdauliche Film- und Videospielszenen sowie jede Menge Aufnahmen von zum Beispiel Breonna Taylor, bevor sie von Polizisten ermordet wurde.

Yeezy für alle: Kanye West kündigt Zusammenarbeit mit Gap an

Kanye West macht Major-Moves und kündigt eine groß angelegte Partnerschaft zwischen seiner Marke Yeezy und Gap an. Das heißt, dass wohl bald sehr viel mehr Menschen in von Kanye designten Klamotten rumlaufen dürften: Gap spricht davon, dass die neue Linie zu "zugänglichen Preispunkten" auf den Markt gebracht werden soll.


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