Migos verklagen ihren eigenen Anwalt auf mehrere Millionen Dollar

Die Migos und das Label Quality Control Music waren lange Zeit so etwas, wie das Traumpaar der Szene – doch aktuell hängt der Haussegen schief. Grund dafür scheint der geteilte Anwalt Damien Granderson sein, welcher die Migos um mehrere Millionen Dollar betrogen haben soll. Quality Control hingegen behaupten, nichts von der ganzen Sache gewusst zu haben.

Migos verklagen ihren eigenen Anwalt

Der ehemalige Anwalt der Migos, Damien Granderson, war ohne das Wissen der Gruppe gleichzeitig auch der Anwalt ihres Labels Quality Control. Dieser Umstand soll zu einem Interessenkonflikt geführt haben, bei welchem Granderson das Label den Künstlern bevorzugte. So soll er angeblich die Verträge der Rapper mit QCM und Capitol Records ausgehandelt haben, als sich die Migos von ihrem Label 300 Entertainment trennten. Dabei habe er mehrere Klauseln in die neuen Verträge eingefügt, welche die Migos auf ewig an das Label und den Vertrieb durch Capitol Records binden.

So seien die Migos laut ihrem aktuellen Vertrag verpflichtet, weiter an Capitol Records zu zahlen, selbst wenn sie sich von Quality Control und Capitol trennen würden, erklärte der neue Anwalt der Gruppe, Bryan Freedman.

"Granderson verhinderte, dass seine anderen Klienten — Migos — jemals frei davon sind, übermäßige Kompensation an QCM zu zahlen, frei sind bei einem anderen Label zu unterschreiben und jemals die Oberhand in Verhandlungen gewinnen können, wenn es um den Vertrieb ihrer Musik geht"

("Granderson effectively prevented his other client — Migos — from ever being free of paying excessive compensation to QCM, from ever being signed to any other record label, and from ever obtaining negotiating leverage to secure reasonable terms in connection with the distribution of its musical recordings")

Außerdem habe Granderson ständig übermäßige Gebühren verlangt, ohne dass es dafür eine vertraglich festgehaltene Einigung gab. Dieses Geld wollen sich Quavo und Co. jetzt zurückholen.

Pee von Qualiy Control adressiert die Vorwürfe

Einer der beiden Labelchefs von QCM, Pierre "Pee" Thomas, äußerte sich in einem langen Statement auf Instagram zu der ganzen Geschichte. Er zeigt sich enttäuscht darüber, dass vermutet wird, Quality Control hätte von den Vorwürfen gewusst.

"Es ist unglücklich, dass die gleichen Leute, für die wir hart gearbeitet haben, für die wir Chancen geboten haben, auf die wir gesetzt haben, nun behaupten, wir hätten an jeglicher Form von unmoralischen oder unfairen Geschäftspraktiken teilgenommen oder sie und ihre Karrieren ausgenutzt. Vor allem während wir aktuell mit dem Tod eines Labelkollegen umgehen müssen."

("It is unfortunate that the same people that we have worked hard for, provided opportunities for, and championed for are now alleging that we have participated in any kind of immoral or unfair business practices or took advantage of them and their careers, especially while we are dealing with the death of an artist on our label that was dear to us.")




Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


It is unfortunate that the same people that we have worked hard for,provided opportunities for, and championed for are now alleging that we have participated in any kind of immoral or unfair business practices or took advantage of them and their careers, especially while we are dealing with the death of an artist on our label that was dear to us. We have always practiced honest business and complete transparency from the beginning when we started Quality Control Music. We built this business on family values, which has been so hard to do when you are dealing with so much pride and ego. The problem that I have been struggling with in this business as black man is jealousy, hate, division, and lack of communication. I was a millionaire before I got in the music business and for me to know the sacrifices I have made for the people that I have invested in and put every dollar, blood, sweat, and tears into is nonsense. I will not stand by and let Quality Control Music’s reputation and everything we have built and sacrificed be tarnished by allegations of unfair and unjust business practices. I am a student of this game and I have watched several black record label owner’s get destroyed by the same things that I am facing right now. This is why majority of the people in this business end up in financial turmoil and ultimately failing to reach their full potential. It is hard enough to be fighting and battling with corporations and the powers that be, I am not doing it with those who I consider family. I love my artists and I love my team. Everyone has their own lawyers. I understand in this business that you are not always going to end with the people you started with. I say that to say, I am not forcing anybody to be in business with us that has a problem and cannot communicate and does not want to work as a unit. Everything is negotiable. I wish my whole team more money, more blessings, and continued success. #longlivemarlo

Ein von @ qcmceo_p geteilter Beitrag am

Mit dem letzten Satz thematisiert Thomas den Tod des vor kurzem ermordeten Marlo.


US-Rapper Marlo in Atlanta erschossen

Pee von Quality Control ist sonst eigentlich für exzessive Geschenke bekannt. So soll er Gucci Mane als Hochzeitsgeschenk eine $ 120.000 Kette geschenkt haben und für Quality Control Künstler Lil Baby gab es scheinbar sogar einen Rolls Royce Truck zum Geburtstag

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Birdman erklärt, warum er Lil Wayne auf den Mund geküsst hat

Birdman erklärt, warum er Lil Wayne auf den Mund geküsst hat

Von Renée Diehl am 23.09.2021 - 13:54

In einem Interview mit dem "Big Facts" Podcast klärt Cash Money-Gründer Birdman einige Gerüchte aus seiner Vergangenheit auf – insbesondere spricht er über die Anschuldigungen, dass er seine Künstler finanziell ausgenutzt habe und über einen Kuss zwischen ihm und Lil Wayne, der seinerzeit als Skandal-Foto die Runde machte.

Scam-Gerüchte: Birdman soll Lil Wayne Millionen geschuldet haben

Als Birdman und Lil Wayne (jetzt auf Apple Music streamen) vor einiger Zeit wegen Label- und Veröffentlichungsproblemen vor Gericht gehen sollten, wurde es letztlich doch außergerichtlich für einen unbestimmten Betrag beigelegt. "Ich will nicht so einen Ruf haben, besonders nicht mit Wayne… Ich bin nichts ohne diesen Kerl", sagte er im Podcast. Er habe einzig früh in seiner Karriere einige Fehler gemacht, weil er es nicht besser wusste. Zum Zeitpunkt, als er Lil Wayne bei Cash Money signte, war dieser gerade mal 12 Jahre alt, Birdman selbst war um die 20. Auch deshalb, sagte er, habe er den jungen Wayne immer wie seinen eigenen Sohn behandelt. Außerdem nannte er die Summe, mit der der Streit letztendlich beigelegt wurde. Er habe Lil Wayne damals 50 Millionen US-Dollar gegeben und die Sache damit geklärt.

Nach Streit um Millionen: Birdman entschuldigt sich bei Lil Wayne

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31 Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich.

Intimes Verhältnis: Warum Birdman Lil Wayne auf den Mund küsste

Zum aktuellen Zeitpunkt kursiert noch immer ein Foto aus dem Jahr 2006 im Internet, auf dem Birdman zu sehen ist, wie er Lil Wayne auf den Mund küsst. Auch mit den Gerüchten rund um das Bild versuchte Birdman in dem Podcast ein und für alle Mal aufzuräumen:

"Zuallererst, meinen eigenen Sohn küsse ich auch auf den Mund. Und ich habe Wayne immer als meinen Sohn angesehen. Außerdem dachte ich immer, weil ich nunmal von der Straße war, das jedes Mal das letzte Mal sein könnte, dass wir uns sehen. Weil ich damals so gelebt habe. Damit hat diese Sch**ße wirklich angefangen, weil ich dachte, dass ich jede Nacht, wenn ich gehe, vielleicht nie wieder zurückkomme. Und ich sehe Wayne heute immer noch als mein Kind an. Ich war sein Vater, weil er keinen Vater mehr hatte, seit er neun Jahre alt war. Und ich liebe ihn wie meinen eigenen Sohn und ich würde mein Leben für ihn geben und ich würde ein Leben für ihn nehmen."

Eine weitere interessante Info aus dem Podcast: Birdman bereut es bis heute, nicht an Kanye West als Künstler bei seinem Label gehalten zu haben. Dieser sei damals als Producer dazugestoßen, was ihn vor die Entscheidung gestellt hatte, ihn oder Manny Fresh gehen zu lassen. Da er aber mit Fresh sein Label gestartet hatte, sei es eine Frage des Respekts für ihn gewesen, ihn nicht rauszuschmeißen. So sei Kanye schließlich zu Roc-A-Fella Records gekommen.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)