Meek Mill wird aus seiner Heimatstadt Philadelphia verbannt

Städte- oder Bundeslandverbote sind im Deutschrap nichts Neues. Scheinbar werden jetzt aber auch in den USA personalisierte No-Go-Areas festgelegt. Meek Mill forderte kürzlich alle Rapper aus seiner Heimatstadt Philadelphia auf, ihren Beef beiseitezulegen. Dieses eigentlich noble Vorhaben traf jedoch auf wenig Verständnis und so wurde kurzerhand ein Städteverbot gegen den "Dreamchaser" verhängt.

Meek Mill aus seiner Heimatstadt verbannt

Aktuell scheint US-Hiphop von einer Gewaltwelle heimgesucht. Sowohl die Ermordungen von King Von und Mo3, als auch die Schüsse auf Benny The Butcher und Boosie Badazz schockierten viele Rapfans. Ein Rapper machte es sich derweil zur Aufgabe, etwas gegen die Gewalt auszurichten. So bot Meek Mill am Sonntag auf Twitter jedem Rapper aus Philly einen Deal an, der dafür seine anhaltenden Beefs beenden würde.

"Ich besorge jedem großen Artist in Philly einen Deal, wenn sie die Leichen begraben können und ihre Beefs beenden. Ich höre, dass es einige heiße Künstler in meiner Stadt gibt, aber die sind alle nur am Beefen."

("I’ll get all the main big artist in philly a deal if they put them bodies behind them and squash them beefs …I hear about ….got some hot young bulls from my city but they all beefing!")

Erstaunlicherweise traf dieses Angebot bei einigen Rappern aus Philadelphia auf wenig Liebe. Die Idee, die einem nahegestandenen Toten zu vergessen, um dafür Geld zu erhalten, empfanden viele als Beleidigung. Der ebenfalls aus Philly stammende Poundside Pop machte sich daraufhin über Meek lustig, da dieser im Verlauf seiner Karriere widersprüchliche Angaben darüber gemacht hatte, mit welchen Crews aus Philadelphia er hängen würde.

In einem Instagram-Livestram verhängten dann Pop und ein Freund von ihm ein Einreiseverbot für Philadelphia gegen Meek Mill. Zumindest für den nördlichen Teil der Stadt.

Meek schien die Drohungen allerdings nicht ernst zu nehmen und tweete, dass er und seine Crew die Straßen von Philadelphia kontrollieren würden. Niemand könne ihn aus Philadelphia verbannen. Schon auf seiner Hit-Single "Going Bad" gemeinsam mit Drake rappte Meek:

"Every time I'm in my trap, I move like Rambo (Extended)/
Ain't a neighborhood in Philly that I can't go (That's a Fendi)"

Es bleibt also abzuwarten, wie viel Gewicht Poundside Pops Drohung nun wirklich halten wird.

Meek Mill mit neuer Musik am Freitag

Der ehemalige Partner von Nicki Minaj zeigte sich wenig beeindruckt und kündigte für Freitag eine neue EP an. Vier Songs soll diese lang sein, ähnlich wie seine "Legends Of The Summer"-EP aus dem Jahr 2018.

Bis zur Veröffentlichung dieser deaktivierte der Rapper seinen Twitter-Account und erklärte, dass er sich von Social Media fernhalten würde, bis Freitag dann neue Musik erscheine.

50 Cent mit Rundumschlag: Diss gegen Meek Mill, Rick Ross & Roc Nation CEO

50 Cent wird einfach nicht müde, seine Rolle als Provokateur zu spielen. In einer weiteren Episode des Young Money Radio mit Lil Wayne ist es Fifty nun gelungen, mit ein paar knappen Ausführungen gleichzeitig gegen Meek Mill, Rick Ross und die First Lady von Roc Nation auszuteilen.

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Nas fühlt sich "geehrt", Beef mit Jay-Z gehabt zu haben
Nas

Nas fühlt sich "geehrt", Beef mit Jay-Z gehabt zu haben

Von Till Hesterbrink am 20.01.2021 - 12:49

Nas war zu Gast in Rick Rubins "Broken Record"-Podcast um ein knapp 45 Minuten langes Gespräch mit dem legendären Produzenten und Def Jam-Mitgründer zu führen. Währenddessen kamen die beiden auch auf den Beef zwischen Nas und Jay-Z zu sprechen. Nas erklärte, dass er sich mittlerweile geehrt fühle, ein Teil dieses historischen Hiphop-Momentes gewesen zu sein.

Nas vs. Jay-Z: "Ich fühle mich geehrt"

Rückblickend sei der Beef mit Jay-Z etwas, auf das Nas mit stolz schaue. Die beiden Kontrahenten hätten sich in der reinsten Form des Hiphop gegenübergestanden und gemessen – als MCs. Für Nas sei das etwas gewesen, was er bei Großen vor ihm bereits gesehen hätte und er fühle sich geehrt, dass dies Teil seines Lebens und seiner Karriere gewesen sei.

"Die Kunst der MCs wurde dort zur Schau gestellt, [...] Ich fühle mich also geehrt, dass dieser Teil meines Lebens passiert ist, denn so haben es bereits die Großen vor mir geregelt."

("The art of MCing was right there on full display, [...] So I was honored to have that part of my life happen because that's how I saw some of the greats do it coming up. I saw some of the greats do it.")

Rick Rubin: "Der Beef hat euch beide auf ein neues Level gebracht"

Wie Rick Rubin daraufhin feststellt, war der Beef außerdem am Ende des Tages für beide von Vorteil. Sowohl Jay-Z als auch Nas hätten geglänzt und konnten zeigen, was sie als Rapper drauf haben. Nas bestätigt dies und erklärt, dass er mittlerweile ebenso denkt.

"Es geht um die Kunst des MCing und wenn du versuchst, das Beste zu erschaffen und dabei mit einem anderen MC aneinandergerätst, dann geht ihr halt in den Krieg. Darum ging es in dieser Kunstform von Anfang an."

("It's about the art of MCing and when you're trying to make the best stuff you can make and you bump heads with another MC, and then you guys have a war or whatever. That's what this art form was since the beginning")

Das sei auch der Grund, warum Nas Hiphop so liebe und warum er glaube, dass Hiphop für immer hier sein wird.

"Aber das ist es, was mir an Hiphop im Vergleich zu anderen Genres gefällt. Im Hiphop geht man in die Offensive, also so richtig. Nicht, dass bei Rockern nichts los ist oder bei Reggae-Künstlern oder Schnulzensänger. Aber Hiphop wird immer da sein, einfach weil es so kompetitiv ist."

("But that's what I like about Hiphop compared to other genres is that, they go at it in Hiphop, like really at it. Not to say that other rockers didn't go at it, other reggae artists didn't go at it, other crooner didn't go at it, but Hiphop will always be around because of how competitive it is.")

Das ganze Gespräch könnt ihr euch hier anschauen:


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