Seit August 2026 ist Jürgen Klopp der neue Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft. Für seine erste Länderspielpause nominierte Klopp gleich 16 Debütanten für das DFB-Team – darunter auch der Eintracht Frankfurt-Stürmer Younes Ebnoutalib. Aufgrund seiner Frankfurter Herkunft wird er in einem Interview mit RTL gefragt: "Wie viel '069-Mentalität' braucht die Nationalmannschaft?"
Younes Ebnoutalib über die "069-Mentalität": "Ich bin ein typischer Frankfurter"
Younes Ebnoutalib will von dem 44 Mann starken Kader "sehr viel" von dieser sogenannten "069-Mentalität" sehen. Um dieses Mindset zu beschreiben, nimmt Ebnoutalib sich selbst als Beispiel: Er sei "ein typischer Frankfurter" und bringe dementsprechend die "Kämpfer"-Natur mit, die man in der Großstadt am Main brauche: "Ich hatte ja auch keinen einfachen Weg", so der Frankfurter Stürmer. Dadurch sei er aber auch ein "hungriger Spieler" geworden. Diesen Hunger bewertet Ebnoutalib als eine Eigenschaft, die die deutsche Nationalmannschaft derzeit gut gebrauchen könne. Den Vorschlag des RTL-Reporters, vor dem morgigen Spiel gegen die Niederlande mit der Mannschaft für die richtige Motivation nochmal "ein bisschen Haftbefehl zu hören, bevor es auf den Platz geht", nimmt Ebnoutalib dementsprechend mit einem enthusiastischen "Ja" an.
Seine Beschreibung der "069-Mentalität" würdigt niemand Geringeres als Haftbefehl selbst. Der Azzlackz-Chef teilt den Interview-Ausschnitt von Ebnoutalib in seiner Instagram-Story und kommentiert diesen mit einem Ninja-Emoji.
Im Vergleich zu den allermeisten seiner Mannschaftskollegen ist Younes Ebnoutalib nicht den klassischen Weg eines modernen Fußballprofis über das Nachwuchsleistungszentrum eines Proficlubs gegangen. Er verbrachte seine Jugend nur ein einziges Jahr im Nachwuchs des SV Wehen Wiesbaden und spielte ansonsten ausschließlich für diverse lokale Frankfurter Vereine – kein Weg, der normalerweise in den Profifußball führt. Doch womöglich dank ebenjener "069-Mentalität" habe er nie aufgegeben, wie er im Sommer im Interview mit der Sportschau erklärte:
"Bei mir ging es nie nur bergauf. Es waren viele Höhen und Tiefen dabei, aber ich bin einfach drangeblieben und habe hart gearbeitet. Zum Glück hat sich das alles ausgezahlt."
Nach einem erfolglosen Intermezzo beim italienischen Club AC Perugia, damals noch in der italienischen 2. Liga, und einer anschließenden sechsmonatigen Vereinslosigkeit landete Ebnoutalib im Sommer 2024 beim FC Gießen, der damals noch in der viertklassigen Regionalliga Südwest spielte. Nach einem sehr guten Halbjahr bei Gießen nutzte Ebnoutalib seine erste Chance, im deutschen Profifußball Fuß zu fassen, und wechselte im Januar 2025 in die 2. Bundesliga zum SV Elversberg. Dort setzte er seine gute Form fort und schoss zwölf Tore in 21 Spielen. So landete Younes Ebnoutalib schließlich doch noch im Januar 2026 über Umwege bei seinem Herzens- und Heimatverein Eintracht Frankfurt und jetzt sogar in der deutschen Nationalmannschaft.
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