Schockierende Vorstellung: Stell dir vor, wie ein Rapper bei einem Low Budget-Videodreh wegen eines kleinen Streits die Nerven verliert, mit einer echten Waffe auf seinen angeblich besten Freund schießt und dann noch damit auf ihn einschlägt.

Genau das soll laut dailymail.co.uk passiert sein. Statt zu einer Requisite zu greifen, habe ein unbekannter Rapper aus der New Yorker Bronx eine scharfe Waffe mit zu einem Videodreh genommen. Ob er die Pistole zu Verteidigungszwecken mit sich führte, ist unklar. Jedenfalls soll in einem Laden ein Streit zwischen ihm und seinem Freund entbrannt sein.

Der Ladenbesitzer Ali A. habe die Szene beobachtet und wird zitiert, dass sie darüber gestritten hätten, wer der Star und bessere Rapper sei. Sie hätten sich sogar angespuckt. Es sei Alkohol im Spiel gewesen sein. Anschließend seien fünf Schüsse gefallen:

"They were fighting over who’s the star, who’s better. They were *****. They spit at each other then one guy pulled out a gun and shot the other guy five times"

Der Täter hat das 37-jährige Opfer im Anschluss sogar mit der Pistole geschlagen. Kamerabilder, die die New Yorker Polizei veröffentlichte, zeigen die grausame Tat. Im Video ist zu sehen, dass der Schütze in der einen Hand die Pistole und in der anderen Hand ein Glas hält, das er nicht mal abstellt.

Ebenfalls grausam: Nach den Schüssen stiegen, wie das Video beweist, fünf weitere Personen über den sich am Boden windenden Mann, ohne Erste Hilfe zu leisten. Scheinbar gleichgültig machen sie sich vom Acker. Ob sie die beiden Männer gekannt haben, ist unklar.

Das Opfer soll sich aktuell im Krankenhaus in kritischem Zustand befinden.

Wer sich die schockierenden Bilder anschauen möchte, kann dies hier auf eigene Gefahr hin tun. Das Ganze ist nichts für schwache Nerven.

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Kommentare

wow... das ist ja richtig hiphop und voll cool... spassten spassten spassten... wer keine argumente hat oder nicht fähig ist zu diskutieren, muss natürlich gewalt anwenden... ich dachte es sind rapper... hätten sie doch einfach mal n freestyle battle gemacht.... sorry aber diese millitanten waffenverliebten amerikaner sind wirklich armselig und minderbemittelt! ich gaube wir wissen alle wer die welt eines tages zerstören wird.. nicht wahr mr president?!
p.s. habe mir dieses scheinbare "drecksvideo" nicht angeschaut! aber der artikel dazu veranlasst mich etwas zu schreiben!

würde es mal nen spasten wie bubu und co erwischen, ich gebe zu, mich würde es freuen!!!! wer zu laut ruft dem muss auch mals maul gestopft werden...

Wer ist Bubu und Co? Und Warum wünschst du jemandem oder mehreren, dass es ihn/sie erwischt? Bist du nicht ganz knusper in der Birne du Vojel!

Dann sollte man auch mal dir das maul stopfen.

Hahaha erstma schön alles von LiveLeak alles direkt übernehmen. Muss sowas sein?

Ich finde es schon krankhaft, Amerikaner und Ihre Waffen,

Deine Meinung dazu?

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Schwere Vorwürfe gegen Deutschrap-Stars: Warum wir (noch) nicht berichten

Schwere Vorwürfe gegen Deutschrap-Stars: Warum wir (noch) nicht berichten

Von toxik am 13.05.2019 - 14:59

Dinge, die einmal öffentlich sind, berichten wir in den meisten Fällen. Im Moment gibt es Vorwürfe gegen zwei Deutschrap-Stars, über die wir bislang nicht berichten. Einen Artikel haben wir nach wenigen Stunden wieder gelöscht, ebenso wie rap.de, 16bars, der Focus, N-TV und die Bild. Wir haben das wegen der Androhung juristischer Konsequenzen getan und weil sich nur schwer klären lasst, was wahr ist und was öffentlich diskutiert werden sollte. Manche werfen einem der Rapper vor, dass sein Anwalt gegen die Berichte vorgeht oder verlangen von uns, vor Gericht für den Bericht zu kämpfen.

Worum geht es? Um die Frage, ob das Privatleben von Prominenten und die Unschuldsvermutung wichtiger sind als das Recht der Öffentlichkeit auf Information. Und um Gerechtigkeit für die möglichen Opfer, die sich an die Öffentlichkeit gewendet haben und es verdient hätten, dass man sie hört und ihnen glaubt. Falls die Vorwürfe denn stimmen.

Der natürliche Reflex ist, irgendwas zu tun, wenn jemand aus einem Haus um Hilfe schreit. Als Privatperson hast du ein "Laienprivileg" – deshalb lässt sich ein Shitstorm so schwer juristisch abblasen – für Medien gelten strengere Regeln. Wenn jemand etwas auf Instagram postet, ist das erst mal nichts anderes, als wenn jemand etwas aus einem Fenster schreit. Als Journalist rennt man nicht auf den Marktplatz und erzählt das weiter. Man rennt ins Haus und findet raus, was los ist. Dann rennt man zum Marktplatz.

Leider hat kaum jemand die Tür aufgemacht. Wir haben versucht, die beteiligten Rapper zu erreichen, aber keine Antwort auf unsere Fragen erhalten. In einem der Fälle hat uns die Polizei Ermittlungen bestätigt. Aber eine Anzeige ist noch kein Schuldspruch. Wir wissen nicht, ob die Vorwürfe stimmen. Geht uns das überhaupt was an?

Wenn die vermeintliche Straftat im Privatleben stattgefunden hat, ist Berichterstattung meist juristisch verboten. Es sei denn, es gibt ein schwerwiegendes und berechtigtes öffentliches Interesse. Gibt es das, wenn ein Rapper eine Gewalttat begeht? Geht uns das was an?

Man kann das so sehen: Das Privatleben eines Rappers hat mit seiner Musik nichts zu tun. Aber verschiebt ein Prominenter die Grenze zwischen privat und öffentlich nicht, wenn er zum Beispiel sein Privatleben inklusive Beziehung in Insta-Stories inszeniert? Hat die Öffentlichkeit dann nicht berechtigtes Interesse, von Vorwürfen einer Ex-Freundin auf derselben Plattform zu erfahren?

Wenn ihnen gerade keine Straftat vorgeworfen wird, betonen Rapper oft, dass zwischen Kunstfigur und realem Menschen kaum ein Unterschied bestehen würde. Bei vielen stimmt das. Aber natürlich darf man annehmen, dass der Rapper das nicht wörtlich meint, sondern seine asoziale Art künstlerisch überzeichnet, wenn er "Sl*t, you think I won't choke no wh*re?" oder "Kein Bock auf S*x? Na dann klatsch ich sie weg! Die Schl*mpe war frech" rappt.

Dass Gangsterrap nicht als Tatsachenbericht verstanden werden muss und deshalb als Ausdruck der Kunst und Meinungsfreiheit erlaubt ist, hat sich in den USA bei der Debatte um die 2 Live Crew in den Neunzigern geklärt. Dass man nicht weiß, wo Authentizität aufhört und wo Witz und Übertreibung anfangen, macht vielleicht auch einen Reiz aus. Aber die meisten Fans hätten keinen Bock, die Musik laut im Auto zu pumpen, wenn sie solche Lines als potentielle Tatsachenberichte verstehen würden.

Als 2015 der Film über N.W.A. in die Kinos kam, wurde Dr. Dres Vergangenheit als Frauenschläger diskutiert. Seine Ex-Freundin Michel'le warf ihm häusliche Gewalt vor. Schon 1991 war bekannt geworden, dass Dre eine Journalistin geschlagen hatte. Laut Rolling Stone sagte MC Ren dazu "b*tch deserved it" und Eazy-E "Yeah, b*tch had it coming" und Dr. Dre "it ain’t no big thing – I just threw her through a door."

Dr. Dres folgendes Album "The Chronic" ging dreifach Platin. Entweder war der Rap-Welt Gewalt gegen Frauen zu egal oder man fand nicht, dass der Charakter des Rappers eine Rolle dafür spielt, ob man die Musik gut findet. Was bei einem Genre, in dem die meisten Lyrics daraus bestehen, dass der Protagonist angeblich authentisch über sich selbst spricht, keinen Sinn macht.

(Dre hat sich 2015 für sein Verhalten entschuldigt und Gewalt gegen Frauen verurteilt.)

Wenn ich mich entscheiden muss, ob ich poste, dass ich Dexter extrem abfeier, muss ich schon wissen, ob es sich um eine fiktive Figur handelt oder um eine Doku über einen Massenmörder.
Ändert sich bei Rappern nicht auch alles, wenn sich herausstellt, dass das als fiktiv Verstandene biografisch war? Manche haben dann vielleicht keinen Bock mehr, die Musik zu hören – andere erst recht. In jedem Fall gibt es ein berechtigtes Interesse, zu wissen, wie sich der Rapper in den Bereichen, über die er rappt, wirklich verhält. Weil man erst dann wissen kann, wie man sein Produkt zu verstehen hat. Wer provokante Lines schreibt, sollte damit leben, dass sich Leute fragen, was dahinter steht.

Trotzdem sollte man sich zweimal überlegen, ob man in Kauf nimmt, dass der Bericht jemanden öffentlich anprangert. Ob mit "Laienprivileg" oder ohne. Auch dann, wenn man nur neutral weitersagt, dass es Vorwürfe gibt. Ob die Lyrics oder das Image zur Tat passen würden, spielt keine Rolle, weil Rap-Texte Fiktion und Übertreibungen enthalten. Sie sind Kunst. Und für Künstler gilt wie für jeden anderen die Unschuldsvermutung.

Ein bekannter Wetter-Moderator war 2010 mit noch gravierenderen Vorwürfen konfrontiert. Fast alle Nachrichtensendungen berichteten über seine Verhaftung (Tagesschau und Tagesthemen entschieden sich gegen Verdachtsberichterstattung). Ein Gericht stellte schließlich aber fest, dass das vermeintliche Opfer gelogen habe und der Moderator unschuldig sei. Der Schaden für seine Karriere und sein Privatleben war nicht mehr rückgängig zu machen.

So ist es natürlich nicht immer. Weit häufiger trauen sich Frauen nicht, von Gewalt zu berichten, weil sie denken, dass man ihnen nicht glauben würde. Ich würde spekulieren, dass die meisten, die von der Wut der MeToo-Kampagnen getroffen wurden, schuldig waren. Ich habe aber keine Ahnung.

Es ist der Job der Justiz, Schuldige zu bestrafen. Die Medien informieren nur. Sollte man dabei die Unschuldsvermutung und die Folgen für den Beschuldigten höher bewerten, als den Job, Informationen weiterzugeben, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann? Kommt drauf an. Im Zweifel muss man einen Artikel dann eben erst mal wieder löschen und weiter Infos sammeln.

Für die Rapper in den aktuellen Fällen gilt die Unschuldsvermutung.

Solltest du persönlich jemanden kennen, der unter häuslicher Gewalt leidet, nimm Hilfsangebote wahr:

Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen

Herzlich willkommen! Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung unterstuetzen wir Betroffene aller Nationalitaeten, mit und ohne Behinderung - 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr.

Hilfe vor Ort - bff Frauen gegen Gewalt e.V.

Hilfe und Beratung ganz in der Nähe finden.

Gewalt gegen Männer | WEISSER RING e. V.

Moeller: Ja, ich habe heute schon mal ein bisschen was gemacht, so eine dreiviertel Stunde. Aber ich trainiere eigentlich jeden Tag, auch wenn ich unterwegs bin. Ist es nicht etwas schwierig auf Reisen zu trainieren? Moeller: Nein, überhaupt nicht. In den Hotels, in denen man absteigt, gibt es heutzutage überall Fitnessstudios, oder Räder oder Laufbänder.


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