Reifen zerstochen: JuliensBlog mit Anschuldigung, PA Sports antwortet

"Gleich knallt's", hatte PA Sports im Vorfeld seiner dritten Auskopplung aus Verloren im Paradies angekündigt. Er wusste wohl ganz gut, welches Nachspiel der Rundumschlag HS.HC mit Kollegah (hier die Disses im Überblick) haben könnte. Eine Reaktion von Julien Sewering aka JuliensBlog und SpongeBozz sowie eine Ansage von PA Sports später hat die Lage sich noch nicht beruhigt. Im Gegenteil.

Julien zeigt auf Facebook Fotos der zerstochenen Reifen seines Autos. Er deutet an, PA Sports würde dahinter stecken und meint, die Aktion würde es nur noch "ehrenloser" machen:


Foto:

Screenshot: JuliensBlotTV auf Facebook - http://bit.ly/2pi7K1D

PA Sports will die Anschuldigung nicht auf sich sitzen lassen und behauptet, Julien sei jetzt auch "Versicherungsbetrüger". In PAs Version der Geschichte hat der YouTuber also seine eigenen Reifen zerstochen, um ihn in ein schlechtes Licht zu rücken und eventuell Geld zu kassieren:


Foto:

Screenshot: JuliensBlogTV auf Facebook - http://bit.ly/2pi7K1D

Egal, wie man es dreht oder wessen Behauptungen stimmen, eine bedauerliche Entwicklung ist es definitiv. Wollen wir hoffen, dass sich der Konflikt ganz im Sinne des Battle-Gedankens (mit dem sowohl PA als auch seine Gegner etwas anfangen können) auf eine musikalische Ebene verlagert. Zerstochene Reifen, fliegende Flaschen, Hausbesuche – am Ende hat nie jemand von solchen Aktionen profitiert.

Die Vorgeschichte kannst du hier nachlesen.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

PA Sports - Der Prototyp 08/15 Deutschrapper.

yo und sich nen schwammkostüm anzuziehen und seine stimme hoch zu pitchen ist richtig geil und innovativ

hahaha

was haben PA Sports und Alpa Gun gemeinsam?

JuliensBlog rules

Der selbe Scheiss den PA mit Haft u Capo bereits in der Vergangenheit hatte...stehen ja wieder Alben in den Startlöchern da muss man ja vorher wieder mal Welle machen um den Verkauf an zu kurbeln

xD

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

Ein Beitrag geteilt von FLER (@fler) am

Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!