Beim diesjährigen Splash! Festival rockten Die Orsons gerade die Bühne, als ihre Performance von Money Boy unterbrochen wurde, der die Stage stürmte und seinen Orangensaft verschüttete. 

Das fanden die Jungs gar nicht witzig. In ihrem aktuellen Festival-Filmchen sieht man ihre Reaktionen.

Kaas schlägt dem Boy die Kappe vom Kopf und auch Tua macht ihm deutlich, was er von dessen Aktion hält. Er schubst ihn und begleitet ihn von der Bühne. 

Sheeesh, der lustige Streich vom Wiener ging wohl nach hinten los. Nicht mit den Orsons! Das Publikum macht auch keinen wirklich begeisterten Eindruck. 

Das gesamte Festival-Filmchen der Jungs kannst du dir hier ansehen. Ab Minute 4:28 stürmt Money Boy die Bühne: 

Am Wochenende war einiges los! Happiness Festival, Openair Frauenfeld und als krönender Abschluss splash! Festival. Alles zusammengefasst in einem Filmchen für euch! O!

Posted by Die Orsons on Donnerstag, 16. Juli 2015

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Kommentare

Von wegen die Zuschauer waren nicht begeistert! Ich fand es war das splash-highlight!

tua hat money boi viel zuviel respekt gezollt. er hätte ihn direkt ausknocken sollen. money boi die kleine *****

100% Zustimmung meinerseits.
Finde die Aktion auch an "*****move´igkeit" nicht mehr zu toppen.
Warum zur verf***ten Hölle denkt dieser hirnamputierte Spinner, dass das witzig sei, einer RELEVANTEN Band SO SEHR den
wohl etwaig mit größten- respektive wichtigsten Auftritt zu sabotieren ???
Mir ist VÖLLIG Lachs, was der Typ macht. Soll er sich weiter über Todesopfer; Hitler oder sonst wem-/ was auslassen.
Scheinbar wird er ja eh für alles gefeiert, was er macht. Selbst wenn er 4 1/2 Std.- Videos raushauen würde, wie er mit seiner eigenen ***** spielt.

Aber dann soll er gefälligst die anderen MC´s in ruhe lassen, die ihr Dasein als Rapper ernst(er) nehmen.
MAN! WIE mich sowas aufregt. Dummer ******!

jetzt braucht er nur noch ein MTV logo auf sein hals

Und ich dachte schon es merkt niemand ;)

Wer sind die eigentlich, und wieso haben die als Rapper ne einstudierte Choreo? Aber verständlich das die so sauer waren, wäre ich auch gewesen wenn ich so unbedeutend wäre, und dann jemand so erfolgreiches auf die Bühne stürmt.

Also ich muss einfach mal kurz was loswerden! Ich habe viele Jahre schon mit dieser Musik zu tun! Aber so etwas abgrundtief schlechtes wie diese Orsons habe ich noch nie erlebt! Sowas nennen die Musik? Sorry aber kein Verständnis!!!

der boy hat das festival gerockt

Ihr seid doch alle ein Ventilator, echt.

Koennte mir vorstellen, dass das abgesprochen war (waere die einzige rettung aus dieser dummen situation)

Der Dude, hat fett cola mit Eis geswipst und war shee druf. Was machen die haters da eigentlich auf der Stage und stören den dude beim swagen. Spaziergänge sind doch echt crispy !

Kann mir wer erklären wie es sein kann dass die Orsons immer über Frieden und Liebe rappen aber dann mit mehreren auf eine Person losgehen nachdem sie maximal 2 Sekunden auf ihrer Bühne rumläuft?

Wer die Orsons nicht kennt hat keine AHnung. Wer die Musik nicht versteh und nicht begreifen kann dass es Kunst ist was die Jungs liefern soll die Musik einfach nicht hören. Die Raphörer in Deutschland sind heftigst peinlich. Unglaublich

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OG Keemo landet nach 9 Monaten mit "216" in Modus Mio

OG Keemo landet nach 9 Monaten mit "216" in Modus Mio

Von Clark Senger am 02.06.2020 - 15:57

Am heutigen Dienstag setzen viele Menschen infolge des gewaltsamen Todes von George Floyd durch einen Polizisten ein Zeichen gegen Rassismus. Manche tun es mit schwarzen Profilbildern und einem Social-Media-Blackout, andere wollen die volle Kraft des Movements gerade jetzt auch im Internet weiter nutzen. Die Menschen, denen etwas an Gerechtigkeit in unserer Welt liegt, finden viele Wege, um sich mit Floyd oder rassistisch diskriminierten Menschen ganz generell zu solidarisieren.

OG Keemo landet in Modus Mio

Deutschraps größte Playlist rückt Polizeigewalt und Rassismus heute mit dem Hashtag #BlackLivesMatters, einem schwarzen Cover und auch musikalisch in den Fokus. Selbst wenn der Rest der Playlist die übliche Kost von Mero, Bonez MC, Apache 207, Capital Bra und Co serviert, finden wir nämlich auf Platz 1 einen Künstler, der bislang alles andere als "Modus Mio"-Resident war: OG Keemo.

Dieser veröffentlichte vor knapp neun Monaten als erste Single aus seinem Debütalbum "Geist" den Song "216", in dem es um Angst vor den Cops, strukturellen Rassismus, Racial Profiling und die Form des schwarzen Widerstands geht. Für das untermalende Musikvideo von Breitband und Keemos Skills als Lyricist gab es bei den Hiphop.de Awards 2019 jeweils einen Preis. Auf Spotify ist die Nummer mit aktuell knapp 1,25 Millionen Aufrufen einer der erfolgreichsten Keemo-Tracks – seine Message sollten jedoch viel mehr Leute hören und verinnerlichen.

Dass die Kuratoren bei Spotify den Song heute an die Spitze packen, ist ein gutes Zeichen. Die aufgebaute Reichweite kann für mehr als den Soundtrack des Sommers genutzt werden. Es lohnt sich vor dem aktuellen Hintergrund, noch einmal einen genaueren Blick auf "216" zu werfen.

"216" Lyrics unter der Lupe

Viele Zeilen passen nahezu perfekt auf die aktuelle Situation in den USA und verdeutlichen, dass etwa Racial Profiling auch in Deutschland ein massives Problem ist.

Ich bin gepolt, um bei Sirenenlicht zu bangen /

also red' nicht, wenn du nicht verstehst, weswegen ich so handel', N**ga /

deshalb schrei' ich auch weiterhin: F*ck die Hundertzehn! – Ich /

bin ein junger König /

was weißt du von Polizeikontrollen, wenn ein junger N**ga spät im Dunkeln unterwegs ist /

und allein dein Hautton ist Grund genug, nicht lang rumzureden

Es ist beängstigend, traurig und leider nicht überraschend, dass diese Zeilen nur wenige Monate nach ihrer Veröffentlichung wieder aktuell sind und auch in kommenden Jahren noch aktuell sein werden. Der ohnehin dramatische Track spitzt sich in Bild und Sound zum Ende hin noch weiter zu. Keemo beschreibt eine Situation, in der ein junger Schwarzer von der Polizei kontrolliert wird und ein Gramm in der Tasche dabei hat. Die zwei Optionen, die er in diesem Moment sieht, zeigen deutlich, wie sehr er eine unverhältnismäßige Behandlung aufgrund seiner Hautfarbe zu befürchten hat:

Entweder küsst du die Motorhaube vom Streifenwagen /

oder guckst, wie weit dich deine Beine tragen /

(lauf!)

Diese Zeilen rappt er mit schweren Ketten und Strick um den Hals frontal in die Kamera. Millisekunden danach tritt ein weiß uniformierter und mit diversen Orden behangener Mann (ebenfalls gespielt von ihm selbst) die Kiste unter den Füßen weg und Keemo zappelt am Galgen. Der Mann in Weiß entfernt sich unbeeindruckt einige Meter vom Todeskampf und salutiert danach brav. Im Hintergrund sieht man noch seine Handlanger, die teilnahmslos neben dem Mann stehen, der gerade erstickt.

Die Parallelen zwischen "216" & George Floyds Tod

Die exakte Symbolik der einzelnen Menschen und Gegenstände in Keemos Video kann man sicher diskutieren. Vieles lässt sich aber im Nachhinein auf George Floyds Fall anwenden. Als sein endgültiges Todesurteil, den Tritt gegen die Kiste unter seinen Füßen, kann man das Knie des Polizisten Derek Chauvin in seinem Nacken sehen sowie dessen Ignoranz gegenüber dem Flehen des am Boden liegenden Mannes.

Der symbolische Strick, den die perlweiß gekleideten Helfer Keemo im Video umlegen, war für George Floyd wahrscheinlich schon das Aufeinandertreffen mit der Polizei. Eine falsche Bewegung, ein Satz, ein Blick – es kann dein Todesurteil bedeuten. Das ist die Realität, in der wir leben und die grade weltweit für wütende Proteste sorgt.

Am leichtesten fällt die Parallele zwischen den Helfer im Video von Breitband und den Cops, die Derek Chauvin 8:46 Minuten nicht daran hinderten, George Floyd zu töten. Die Botschaft hier lautet auch: Wer zusieht, macht sich mitschuldig.

Anders als Keemo im Song hatten George Floyd, Rodney King, Terence Crutcher, Trayvon Martin, Eric Garner und Co nicht die Option, einen Fluchtversuch zu starten. In diesem Fall hätten sie wohl auch ihr Leben riskiert. Man muss sich dieses Dilemma vor Augen halten, in dem du Todesangst hast, weil du von einem Polizisten kontrolliert wirst.

Eskalation & Gewalt in den USA: Nicht die andere Wange hinhalten

Bei der jahrhundertelangen Historie der Sklaverei, dem steinigen Weg in die normale amerikanische Gesellschaft und bis in die Gegenwart wurden unzählige friedliche Versuche unternommen, um für wirkliche Gleichberechtigung zu sorgen. Man will es besser machen als diejenigen, die einen unterdrücken.

Jesus' Ansatz mit der anderen Wange mag in Alltagssituationen bei manchen Menschen zur Vernunft führen. Als Schwarzer in Amerika die andere Wange hinzuhalten, wird dir im Zweifel sogar noch als Angriff ausgelegt, wenn grade nicht glücklicherweise eine Kamera mitgefilmt hat. Keemo rappt in "216":

Mein Vater sagte: "Halt ihn'n nie die andre Wange hin /

Martin Luther tat es, und guck, wie sie ihn behandelten, N**ga!"

Und:

Mein Vater sagte: "Ganz egal, wie sanft sie schlagen, geb ihn'n nie die andre Wange /

Mandela tat's und war fast drei Jahrzehnte lang gefangen"

Deshalb ist die gewaltsame Eskalation der Lage in den USA nicht gutzuheißen oder zu feiern. Unschuldige verlieren durch Plünderungen vielleicht ihre Existenz, was die Spirale von Hass und Verzweiflung nur noch weiter antreibt. Man kann aber nachvollziehen, woher diese physischen Reaktionen kommen.

Echte Veränderungen sind längst überfällig

Sich mit extremen Mitteln das Gehör zu verschaffen, das einem offenkundig nicht geschenkt wird, zählt seit mehreren Dekaden zum festen Repertoire der Rapwelt. "F*ck Tha Police" war der berüchtigte Slogan, als die Mitglieder von N.W.A sich nicht anders zu helfen wussten. Kendrick fügte 2015 (über ein Vierteljahrhundert später!) in seinem Song "Alright" bekanntermaßen hinzu: "Wanna kill us dead in the street fo sho'" – das sind nur zwei der prominentesten Beispiele.

Auch in Deutschland engagieren sich neben Keemo etliche MCs. Ganz aktuell wurden Racial Profiling und anderer Rassismus auch beim Hamburger Ansu ins Spotlight gerückt. In seinem Song "Bomberjacken" rappt er:

Schon wieder Kontrolle durch die Polizei /

Na klar hab' ich nichts dabei /

Verhalte mich nicht mal ein bisschen verdächtig, egal, die Hautfarbe reicht

Wer also einen Blick auf die Rapwelt der Gegenwart oder Vergangenheit wirft, bekommt einen intensiven Einblick in die Probleme und die Gefühle, die mit der aktuellen Situation verknüpft sind. In keiner anderen Musik oder Kultur werden diese Themen derart tiefgehend und vielfältig fokussiert.

Keemo hat mit "216" einen der besten deutschsprachigen Beiträge – vielleicht sogar den besten – zu diesem Thema abgeliefert. Die Positionierung an der Spitze von Deutschraps größter Playlist ist sicher eine schöne Geste, wie es auch solidarische, schwarze Profilbilder sind. Dieses kraftvolle Movement darf aber nicht zu temporärer Instagram-Kosmetik verkommen, die als 'chic' gilt. Es braucht echte Veränderungen in der Welt und Cole-Fans wissen: The only real change come from inside ...


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