Nach langem Konflikt: Gemeinsamer Gig von Fler & Manuellsen in Bremen

Der Konflikt zwischen Fler und Manuellsen, der besonders 2014 und teilweise noch 2015 die Gossip-Fraktion beschäftigte, ist schon seit einigen Monaten Geschichte. Diese Woche wird es nach der Versöhnung wohl zum ersten Aufeinandertreffen kommen. Für einen Club-Gig am Freitag wurden Fler, Jalil und Manu gebookt. Es könnte natürlich Zufall sein, aber die Location in Bremen wirkt fast wie ein Kompromiss zwischen Ruhrpott und Berlin.

Damit kann eine weitere Beef-Akte endgültig ins Archiv gebracht werden. Stress gab es zwischen den zwei Seiten schon seit längerer Zeit nicht mehr, nachdem Flizzy und Manuellsen das "Rassismus-Thema" 2016 in einem Telefonat aus der Welt geschafft hatten.

Manu machte die Chance auf eine Versöhnung davon abhängig, ob Fler auf seiner Friedensmission auch sein ehemaliges Signing Animus und den Künstlermanager Hadi El-Dor einschließen würde. Sieht so aus, als hätte es geklappt. Zu einem Feature sagte Manuellsen erst im September:

"Vielleicht auf's nächte Album. Vielleicht rufe ich ihn einfach an und sage: 'Scheiß drauf, N*gga, let's do this Sh*t.'"

Und der Auftritt in Bremen scheint auch für ihn mehr als ein gewöhnlicher Club-Gig zu sein:

24.11. in bremen Avenue show der superlative #grind #live

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Zumindest gefühlt geht es jetzt auf gemeinsamen musikalischen Output zu. Wer Dr. Bootlegs Mashup aus Bereit zu sterben und Flizzys Mercedesstern kennt, hofft womöglich schon länger auf eine Zusammenarbeit. Näher dran waren wir seit Jahren nicht:

Fler hat zuletzt nicht nur das Kriegsbeil mit Sido begraben, sondern auch mit Farid Bang, dem kompletten Banger-Camp und Kollegah. Außerdem wird es wohl zur ersten Zusammenarbeit mit Azad kommen. Die letzten drei Jahre können sich im Deutschrapuniversum fast wie eine halbe Ewigkeit anfühlen, wenn man sieht, wie viele Freund- und Feindschaften aufgebaut und beigelegt werden. Schön, dass aktuell eher die guten Nachrichten in der Überzahl sind.

Update 25. November:
Flizzy und Manu teilen jeweils auf ihren Social-Media-Accounts Bilder vom Abend.

4,120 Likes, 17 Comments - Flizzy (@flerofficial) on Instagram: ""

Backstage FULL! @manuellsen_official @flerofficial

8,763 Likes, 88 Comments - Flizzy (@flerofficial) on Instagram: "Backstage FULL! @manuellsen_official @flerofficial"

Real talk der armen und gefährlichen.......... #bremen

3,957 Likes, 62 Comments - #DrecksGMBH (@manuellsen_official) on Instagram: "Real talk der armen und gefährlichen.......... #bremen"

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Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


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