Marcus Staiger: "Jan Böhmermann ist in der Welt des Battleraps angekommen"

Die Debatte um Jan Böhmermanns Schmähkritik beherrscht weite Teile der deutschen Medienlandschaft. Auch Marcus Staiger hat die Geschehnisse nun kommentiert.

Der Royal Bunker-Gründer bescheinigt Jan Böhmermann, jetzt in der Welt des Battlerap angekommen zu sein. Sein Erdoğan-Gedicht stelle nicht weniger als einen Battlerap-Track dar.

Aber Marcus Staiger kritisiert den Satiriker vor allem, weil der seine kommende Sendung abgesagt und sich ans Kanzleramt gewendet hat:

"Wenn sich MC Böhmi nach gelungener Provokation dann auch noch ans Kanzleramt wendet und der Welt erklärt: 'Ich fühle mich erschüttert in allem, an das ich je geglaubt habe', dann ist das so, wie wenn der kleine Jan auf dem Schulhof zu Mehmet geht, ihn 'Ziegenficker' nennt und sich dann bei der Klassenlehrerin versteckt und 'Satirefreiheit' brüllt."

Noch sehr viel deutlichere Worte findet Marcus Staiger für das Verhalten unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel:

"Dass sich eine Bundeskanzlerin allerdings bemüßigt fühlt, sich für diese Kleinkunst bei ihrem immer faschistischer werdenden und leicht psychopathisch wirkenden Freund Erdoğan entschuldigen zu müssen, das steht auf einem ganz anderen Papier. Das ist schlichtweg lächerlich und wird von den deutschen Medien zu Recht gegeißelt.

Wie viele andere gibt auch Marcus Staiger zu bedenken, dass das Verhalten der Bundesregierung durch die Abkommen mit der türkischen Regierung beeinflusst sein könnte:

"Zu all dem schweigt die Kanzlerin, weil sie Erdoğan und die Regierung Davutoğlu braucht, damit diese uns die Jammergestalten aus dem Nahen Osten vom Halse halten. Zu dem schweigt aber auch ein Großteil der bundesdeutschen Medien, die nun so ausführlich und ausufernd über den Fall Böhmermann berichten. Aber hier geht es ja auch um die Meinungsfreiheit. Dort sterben nur Menschen."

Hier kannst du nachlesen, was zum Beispiel Martin Sonneborn oder Fler zur Causa Böhmermann zu sagen haben.

Auch Bushido meldet sich erneut zu Wort und stößt mehr oder weniger in dasselbe Horn wie Marcus Staiger:

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Kommentare

Jetzt ist aber auch mal gut mit diesen ständigen Deutschland, Deutschland, Deutschland-News, ok? Ihr wart auf so einem guten Weg. :-( Jetzt bitte nicht zum Afd-Werbeprospekt werden. Plz!

Inwiefern ist sich mit dem Thema der Meinungs-/Kunstfreiheit (die, wie jeder noch so beschränkten Evolutionsbremse einleuchten sollte, im besonderen Wichtig ist für ein so lyrisches Medium wie HipHop ) auseinanderzusetzen " Deutschland, Deutschland, Deutschland-News" oder ein "Afd-Werbeprospekt"? Weil das Thema politisch ist? Weil es sich auf die deutsche Regierung bezieht? Jedes Thema ist politisch, von wie viel du am Ende für ne CD bezahlen musst bis was ein Künstler in den Medien darf und nicht darf oder was in solchen Artikeln hier stehen darf. Und unsere Kanzlerin ist nun mal leider was das angeht in einer essenziellen Position.
Also nicht meckern, nachdenken, bisschen Bildung und Auseinandersetzung mit dem generellen politischen Diskurs in dem Land in dem du lebst und das somit direkten Einfluss auf DEIN LEBEN hat, würde dir bestimmt nicht schaden.

Dass du von "unserer Kanzlerin" schreibst, zeigt, wessen Geistes Kind du bist. Politischer Diskurs. Lol. Hier geht es um Rassismus und Imperialismus, nicht darum, was ein Künstler darf. Und das Land, in dem ich lebe, heißt Erde. Genau deshalb will ich hier nicht ständig mit "Neuigkeiten" aus deinem über alles geliebten fiktiven Vaterlandskoonstrukt lesen müssen, okay? Und ja: wer nur über D berichtet, wählt auch Afd. Die Namen der RedakteurInnen sind doch nicht alle Manfred oder Helga. Wieso haben die nicht selber den Ans****, mal aus Ländern zu berichten, in denen ihre Eltern oder Großeltern geboren sind? Das frag dich mal!

Ha ha, du Vogel. Klar leben wir alle in Deutschland. Wenn es dir nicht passt kannst du dich gerne ver****en und mal schauen, ob du ein Land findest dass Erde heisst.

Das Land hab' ich schon gefunden. Und Teil dieses Landes ist dieser Bereich, den Nazi-Biodeutsche wie du Deutschland nennen. Raffste was?

machn kopp zu

ey!!!!

Wen interessiert die Meinung von diesem möchtegern intellektullen Bauarbeiter?

intellektuEll, du dulli.

Willst du meine Hausarbeiten auch Korrektur lesen?

Deine Meinung dazu?

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"Ich soll gef*ckt werden": Fler muss im November wohl vor Gericht

"Ich soll gef*ckt werden": Fler muss im November wohl vor Gericht

Von Till Hesterbrink am 20.10.2020 - 15:59

Fler hat sich mit der Bild-Zeitung getroffen und über eine wohl am 4. November anstehende Gerichtsverhandlung unterhalten. Ihm sollen wohl insgesamt 23 Vorwürfe in sechs Anklagen gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre Gefängnis für Flizzy und das ohne die Möglichkeit auf Bewährung. Außerdem soll ein Strafbefehl über 54.000 Euro gestellt worden sein.

Fler sieht Verhältnis zu Arafat in der Schuld

Schon als die Vorwürfe gegen Fler das erste Mal laut wurden, behauptete er, die Anschuldigungen seien völlig überzogen. Der eigentliche Grund, warum so massiv gegen ihn vorgegangen würde, sei seine Beziehung zu Arafat Abou-Chaker.

Bereits zu Beginn dieses Monats hatte der Fler uns gegenüber erklärt, es gehe bei der ganzen Sache auch darum, ihn mundtot zu machen.

"Ich hab mich ein bisschen eingesetzt für Arafat. Die wollten mich wegen Raub in den Knast stecken, obwohl das vielleicht eine Sachbeschädigung gewesen ist. [...] Man merkt halt, da ist so viel Ego im Spiel, bei den Bullen. Das ist so ein Ego-Ding und jeder der sich irgendwie auf die Seite [von Arafat] stellt, kriegt auf den Deckel."

Er sei aber von der Unschuld Arafats überzeugt und würde daher auch für ihn einstehen. Nach Fler wäre vieles, was man in den Medien über Arafat lesen würde, komplett aufgebauscht. Aus ihm würde eine Art "Al Capone" gemacht, obwohl er sich legal verhalten würde.

Gegen Arafat Abou-Chaker läuft aktuell ein Prozess unter anderem wegen Bedrohung und Freiheitsberaubung, in welchem Bushido Nebenkläger ist.

Bushido soll angeblich vor Gericht gelogen haben

Bushido und Arafat Abou-Chaker streiten sich seit geraumer Zeit vor Gericht. Am 11. Verhandlungstag, der am Montag stattgefunden hat, ging es wohl vor allem um eine Razzia auf dem sagenumwobenen Grundstück in Kleinmachnow - und darum, wer wann und wie genau von dieser Durchsuchung Wind bekommen hat.

Im Interview mit der Bild führt Fler weiter aus, dass das LKA und das zuständige Polizeirevier ihn "auf dem Kieker" hätten. So würde er in einem völlig unverhältnismäßigem Maße kontrolliert und seine Wohnung durchsucht, obwohl es sich bei seinen Vergehen lediglich um geringfügige Straftaten handele

Mitte des Jahres wurde ein Haftbefehl gegen Fler ausgestellt, da er ein RTL-Kamerateam beraubt haben soll. Diesen Haftbefehl musste die Staatsanwaltschaft zurückziehen, da der Tathergang nicht sachgemäß beschrieben wurde, entschied ein Ermittlungsrichter. Auch eine gegen Fler gerichtete Telekommunikationsüberwachung wurde als rechtswidrig eingestuft.

Strafbefehl über 54.000 Euro & Anklage für Flers Verlobte

Des Weiteren habe Fler einen Strafbefehl über 54.000 Euro erhalten, da er angeblich Teile der Ermittlungsakte zum aktuellen Abou-Chaker-Prozess veröffentlicht haben soll. Allerdings habe er diese Dinge in Wirklichkeit lediglich retweetet. Gegenüber der Bild verurteilte er dies als "Staatsschikane".

Auch gegen seine Freundin wurde Anklage erhoben. Sie soll damals das "Fanboy"-Video gefilmt und verbreitet haben.

Daran, dass die Ermittlungen gegen ihn fair ablaufen, hätten sowohl Fler als auch dessen Anwalt große Zweifel. Trotzdem wolle sich Flizzy nicht unterkriegen lassen:

"Aber ich gehe lieber aus Protest in den Knast, als dem Staat mein Geld zu geben."

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Strafe von zwei Jahren für Fler, ohne die Möglichkeit auf Bewährung.

Fler könnte eine mehrjährige Haftstrafe drohen

Fler muss sich mal wieder mit der Justiz rumschlagen. Gestern postete er auf Instagram, dass er vor einem Berliner Gericht in 20 Fällen angeklagt wird. Dafür wurde ein erweitertes Schöffengericht einberufen, welches nur hinzugezogen wird, wenn die Staatsanwaltschaft mit einer Haftstrafe von mindestens zwei Jahren rechnet.


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