Nostalgie-Rap: Klaas, Eko Fresh & Shaham reisen ins Jahr 2004

2004 war die Welt in Ordnung: Rapper trugen XXL-Klamotten - wahlweise ein Pflaster auf der Backe - und die "Popstars"-Band Bro'Sis hatte sich noch nicht aufgelöst. In diese Zeit entführt uns Pro7-Moderator Klaas Heufer-Umlauf mit seinem neuen Song. Aus der Perspektive des Jahres 2004 riskiert er einen Blick in die Zukunft.

Klaas, Eko Fresh & Shaham schauen ins Jahr "2020"

Im Stil der früheren MTV-Show "Making The Video" zeigt Klaas, wie es beim Dreh zum Track "2020" so zugegangen sein soll. Der dort permanent 21-jährige Viva-Moderator hat sich für seinen neuen Song Unterstützung eines Deutschrap-Veteranen gesichert. Eko Fresh gibt im roten Trainingsanzug ein paar Bars zum Besten. Für die Hook hat sich Klaas Ex-Bro'Sis-Mitglied Shaham an die Seite geholt. Dieser orientiert sich bei seinem Beitrag stark am Klassiker "No Diggity", um solche Prognosen abzugeben: "2020 fahren Autos mit Gemüsesaft".

Das gesamte Konzept atmet den Geist einer heutzutage häufig zitierten Phase der Popkultur. Selbst das Bildformat des Videos ist an frühere Zeiten angelehnt. In der Intro-Sequenz steigt Klaas mit übergroßem Kobe Bryant-Trikot zu den Klängen von "Bad Boy for Life" aus seinem Wagen. Nachdem er mit mäßigem Erfolg geballt hat, startet schließlich der Track.

Inhaltlich bleibt es meist bei zwei Joke-Variationen. Auf der einen Seite wird des Öfteren eine Gegebenheit des Jahres 2004 um einiges weitergedacht (MySpace und Lokalisten.de als große Player im Bereich Social Media, eine Mini-Disc mit mehr Speicherkapazität, Lycos als führende Suchmaschine usw.). Auf der anderen Seite bedient sich der Song bei aktuellen Themen und kehrt sie ins Gegenteil um (Xavier Naidoo ist "Mr. Unverrückt", Donald Trump wird zur Randfigur erklärt, Rassismus gilt als überwunden etc.). Ein angeblicher Praktikant lässt zudem Rückschlüsse auf die bevorstehenden Entwicklungen im Deutschrap zu.

Es ist bei Weitem nicht der erste Ausflug von Klaas Heufer-Umlauf in die Rapwelt. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht der Moderator im Rahmen seiner Show "Late Night Berlin" Tracks. So kam beispielsweise bereits eine (eher unfreiwillige) Kollabo mit Capital Bra und ein Song für den Klimaschutz zustande.

"Die Gang ist mein Team": Klaas ergaunert sich einen Song mit Capital Bra

Mit Gucci für den Klimaschutz: Klaas & die Clan Allstars veröffentlichen Rap-Parodie

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Türkei: Kontra K, Mert, Summer Cem & mehr äußern sich zu Waldbränden

Türkei: Kontra K, Mert, Summer Cem & mehr äußern sich zu Waldbränden

Von Leon Schäfers am 30.07.2021 - 13:29

In den letzten Tagen ist es in der Türkei zu mehreren, verheerenden Waldbränden gekommen. Insgesamt brachen über 60 Feuer in 17 Provinzen an der türkischen Mittelmeerküste aus. Vor allem betroffen war das Gebiet rund um Manavgat in der beliebten Urlaubsregion Antalya. Trotz vieler Lösch- und Evakuierungsmaßnahmen geht die Zahl verletzter Personen mittlerweile ins Dreistellige, drei Menschen haben bis jetzt ihr Leben bei den Bränden verloren. Nun haben sich einige Deutschrapper zu den Waldbränden in der Türkei geäußert.

Mert lädt Videos aus Bodrum hoch

Aus nächster Nähe der Feuer meldet sich Mert. Dieser befindet sich derzeit an der Ägäis in Bodrum. Er hat gestern einige Videos in seine Instagram-Story gestellt, in denen man einen der zahlreichen Brandherde erkennen kann. Seine Videos verdeutlichen, wie stark und schnell die Rauchentwicklung eines solchen Feuers voranschreitet. 


Foto:

Screenshots - Instagram (https://www.instagram.com/mertabi/)

Am Abend lieferte er noch ein Video nach, in dem er sich selbst zu Wort meldet. Dort erklärt er, dass er sich über das gesamte Ausmaß der Feuer zum Zeitpunkt seiner Videos noch nicht bewusst war:

"Freunde, ich seh erst jetzt, dass auch noch so viele andere Städte in der Türkei brennen und [das ist] noch viel schlimmer. Ich dachte erst, nur bei uns ist das so. Mein Beileid auf jeden Fall an alle, die betroffen sind. Ich bin auf jeden Fall ready, wenn hier einmal noch irgendwas passieren sollte, ich spring hier sofort aus meinem Zimmer raus. Ich spring ins Meer rein, ist mir sche*ßegal. Lieber ertrinke ich, als dass ich irgendwas nochmal mit Feuer zu tun habe. Ich distanziere mich hardcore von Feuer."

Darüber hinaus teilte er einige weitere Posts in seiner Story, um Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.

Summer Cem und Massiv mit Instagram-Posts

Sowohl Massiv als auch Summer Cem widmeten der Katastrophe eigene Instagram-Posts. Während Summer Cem gleich mehrere Bilder teilt, die die dramatischen Folgen des Feuers darstellen, schreibt Massiv noch ein paar Zeilen zu dem Thema. Demnach schließe er seine geliebte Türkei in seine Gebete mit ein. Außerdem sei er noch am vorigen Tag in unmittelbarer Nähe der von den Feuer betroffenen Gebieten gewesen.

Der Beitrag von Massiv wurde unter anderem von Sinan-G repostet.

Kontra K, Manuellsen und Eko Fresh melden sich zu Wort

Weitere Rapper posten diesbezüglich etwas in ihre Insta-Story. Dazu gehören Manuellsen, Eko Fresh und Kontra K. Letzterer postet im Anschluss außerdem ein kurzes Videostatement:

"Hier brennt's, da überflutet's, da fliegen Kugeln und wir dividieren uns alle schön auseinander im Internet. Müssen mal wieder ein bisschen in die Mitte kommen und klar denken, alter. Liebe von mir, hauptsache ihr bleibt gesund! Alles Gute an alle."


Foto:

Screenshot - Instagram (https://www.instagram.com/manuellsen/)


Foto:

Screenshot - Instagram (https://www.instagram.com/ekofreezy/)


Foto:

Screenshot - Instagram (https://www.instagram.com/kontrak/)

Das Thema war zuletzt omnipräsent in den Medien. In einem Artikel der Berliner Morgenpost etwa wird ersichtlich, dass es nach heutigem Stand in den letzten Tagen zu 63 Feuern gekommen sei. Aufgrund der hohen Anzahl der Feuer würden die Behörden aktuell wegen Brandstiftung ermitteln – alle Feuer sind im Zeitraum von zwei Tagen ausgebrochen. Infolgedessen seien bislang drei Personen in Verbindung mit den Feuern festgenommen worden.

Auch in vielen anderen Teilen Europas wüten derzeit Waldbrände. Neben der Türkei sind andere beliebte Urlaubsregionen wie Spanien, Italien oder Griechenland betroffen.


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