Money Boys Taten sind oftmals schwer nachzuvollziehen. Auch jetzt sorgt er wieder für Stirnrunzeln.

Fangen wir vorne an. KC Rebell hat auf seinem Album Rebellution ein Telefongespräch mit Money Boy veröffentlicht, in dem er sagt, dass er "die Wogen glätten" möchte, und nicht will, dass der Wiener seinen neuen Track Money Boy auf dem Album "in den falschen Hals" bekomme.

Gefolgt wird dieser Skit allerdings von folgender Story: Majoe und KC fahren nach Wien, um Money Boy zu entführen und 10.000€ Lösegeld zu erpressen. Dort angekommen überwältigen sie ihn, fesseln ihn und sprechen mit seiner Mutter. Der Wendepunkt? Es stellt sich im Laufe der gerappten Geschichte heraus, dass die Mutter mal während eines Konzerts mit beiden geschlafen hätte – und sie nun die Väter von Money Boy seien. Gefolgt wird die Erkenntnis von den neu eingespielten Klängen von Sidos Beat zu Ein Teil von mir, ein Track für dessen Sohn.

Ja. Und wie reagiert Money Boy? Er stellte soeben ein Foto auf Instagram, das ihn vor einem KC Rebell-Plakat zeigt, und kommentierte das Ganze mit: "Supportet meinen Holmes und holt euch sein Albung". Hättest du auch so gehandelt?

Alle Infos zum Album und zum Track selbst findest du auf Amazon:

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Kommentare

Richtig nice Aktion von Boy!

100prozentig weiss Money Boy davon nichts. Was für ein ehrenloser ****** muss dieser KC sein. Zeigt nur wie respektlos die Kanax geworden sind.Sowas nicht unterstützen Hiphop.de.

Alter, dieser Money Boy ist so ein Witz es. Diesen Typ kann man nur dissen

ach beide machen guten Rap und ich kann ihn verstehen warum sollte man seinen eigen Arbeitskollegen runtermachen lieber Supporten Respekt

klar wusste/weiß money boy das sie ihn dissen, homies von ihm haben ihm den track geschickt ;)

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Der Beef mit Eminem war ein großer Fehler, sagt Evidence

Der Beef mit Eminem war ein großer Fehler, sagt Evidence

Von David Molke am 13.08.2019 - 17:45

Falls du nicht wusstest, weißt du jetzt: Eminem und Evidence hatten mal Beef. Klingt komisch, ist aber so. Die beiden Rapper haben sich gegenseitig sogar mit waschechten Disstracks gedisst. Evidence von den Dilated Peoples erinnert sich jetzt in einem Interview mit Talib Kweli an den Beef mit Eminem und erklärt, wie es dazu gekommen ist.

Everlast ist offenbar Schuld am Beef zwischen Eminem & Evidence

Wie ist der Beef entstanden? Wie Evidence im Gespräch mit Talib Kweli erklärt, war das Ganze fast schon ein Missverständnis, "ein großer Fehler". Everlast habe Eminem ohne Vorwarnung auf dem Remix zum Dilated Peoples-Track "Ear Drums Pop" gedisst.

Den meisten Anwesenden (Defari, Phil Da Agony und Planet Asia) sei zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht einmal klar gewesen, was da eigentlich gerade passiert sei. Evidence habe erst im Nachhinein realisiert, dass Everlast auf dem Track gegen Slim Shady gefeuert hatte und auch noch seine Tochter Hailie erwähnt.

Eminem wehrt sich mit D12-Disstrack gegen Everlast & Dilated Peoples

Eminem ließ den Diss nicht auf sich sitzen: Im Gegenteil, er hat direkt einen ganzen Disstrack gegen Everlast gedroppt. Darin geht es auch gegen Dilated Peoples und vor allem auch gegen Evidence. Das erklärt sich der Rapper dadurch, dass er vorher mit Eminem und Madchild gechillt habe.

Offenbar habe Eminem es ihm übel genommen, dass er den Diss von Everlast nicht verhindert habe. Zumindest vermutet das das Dilated Peoples-Mitglied und erklärt, es sei höchst unangenehm gewesen, von Eminem gedisst zu werden. Vor allem zu diesem Zeitpunkt, als Eminem quasi auf dem Höhepunkt seiner Karriere und Bekanntheit war.

"Getting dissed by Eminem in the prime of his career – it was not cool."

Evidence reagiert mit eigenem Eminem-Diss "Search for Bobby Fisher"

Evidence sei sogar in einem Coffee Shop von der Angestellten auf seinen Beef mit Eminem angesprochen worden. Als die fragte, was er jetzt tun werde, ging er ins Studio und nahm einen eigenen Disstrack gegen Eminem auf.

Der Song sei sogar recht gut für die damaligen Verhältnisse gewesen. Unter anderem, weil Evidence jemanden in Detroit kannte, die einige Details über Eminem ausplauderte. Für seinen Disstrack gegen Eminem habe er dann zumindest Respekt bekommen.

Die Antwort von Eminem darauf sei schlechter gewesen, sagt Evidence:

"I thought I did good. I said some good shit. I just had some more info because he famous and I knew some girl in Detroit who knew things and she snitched on a bunch of little things, and he hit me back with another diss and it wasn't that good."

Ende gut, alles gut? Der Beef hätte anscheinend nicht besser laufen können

Der nächste Disstrack von Eminem sei in erster Linie nur gegen Everlast gerichtet gewesen. Der Streit wurde laut Evidence dann mit Hilfe von Proof (RIP) und Bizarre beigelegt. Im Endeffekt hätte es kaum besser laufen können für das Dilated Peoples-Mitglied.

Er sei nicht davor zurückgeschreckt, Eminem zu dissen. Dafür habe er Respekt gezollt bekommen und ansonsten sei nichts Schlimmes passiert.

"That thing couldn't have worked out any f*cking better. Nothing really happened. I got to get respect for not backing down from somebody who was Godzilla and that was f*cking it."

Das bisher letzte Album der Dilated Peoples "Directors of Photography" hat gestern seinen fünften Geburtstag gefeiert. In unserem Interview mit Evidence hat er allerdings keine allzu großen Hoffnungen auf ein neues Werk der Gruppe gemacht:

"Niemand sagt mir, was ich zu tun habe": Evidence über persönliche Krisen, Vaterschaft & "Weather Or Not" (Interview)

Evidence besitzt die Fähigkeit, mit seinen Texten Menschen zu berühren, ohne uncool zu sein. Er rappt vielleicht nicht besonders schnell oder mit besonders komplexen Reimen, aber dafür aus Überzeugung und tiefstem Herzen. Offenheit, Intelligenz und ein unheimlich exaktes Sprachgefühl sprühen aus jeder Zeile. Dabei scheut das Dilated Peoples-Mitglied auch nicht vor düsteren Themen zurück.


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