Kaum wiederzuerkennen: Das Unreal-Tournament-Kid ist jetzt Rapper, Produzent & Hayvan

Er ist ein echter Gangster und hört nicht nur Songs mit Ausdrücken – jetzt rappt er sie auch selber! Der Star eines der ersten deutschen Viralvideos ist zurück und hat sich mächtig verändert. 2004 wurde Slikk durch seinen wutentbrannten Schrei „Ich will Unreal Tournament spielen!“ berühmt. Noch bevor YouTube überhaupt an den Start ging, verbreitete sich sein Video über Schulhöfe und nahezu jeder kannte das Unreal-Tournament-Kid beziehungsweise den „echten Gangster“. 

UT-Kid am Durchdrehen

JETZT wissen wir, warum Killerspiele verboten werden sollen xD

Jetzt tauchte er nach über zwölf Jahren wieder auf und ist kaum wiederzuerkennen. Aus dem pausbäckigen Jungen vorm PC ist ein aufgepumpter Muskelberg geworden. Bei solch einer Entwicklung könnte er auch gut als Bosstransformations-Testimonial durchgehen. Neben dem Training im Fitnessstudio ist der mittlerweile 26-jährige Slikk aber auch seit einigen Wochen Rapper.

KOLLEGAH

Die BOSSTRAFO rettet ein weiteres Leben. Glückwunsch! www.boss-transformation.de

Als Hercules Beatz legt er anscheinend schon seit elf Jahren auf und veröffentlichte vor vier Jahren seine ersten eigenen Beats auf YouTube. Wirkliche Aufmerksamkeit bekommt er aber erst jetzt mit seinen ersten Rap-Versuchen und dem „Outing“ als Unreal-Tournament-Kid

Auf WAS WILLST DU TUN rappt Hercules über seinen Weg vom Kind zum Zwei-Meter-Mann mit 47er Bizeps. Er habe schon damals „Möchtegern-Gangster zur Schnecke gemacht“ und mache nun genau dort weiter. Gleichzeitig betont er aber mehrmals, dass er mit den „Disses“ gegen die Hater von damals nur unterhalten will. Im Endeffekt ist er für den Hass sogar dankbar:

„Ohne das Gefühl eine Lachnummer zu sein den und täglichen Psychoterror, hätte ich mir vielleicht nie solche Mühe in allem gegeben und wär vielleicht genau so ein Penner der im Internet hatet und Chips frisst und zockt“.

Von den Rapkünsten des ehemaligen Unreal-Tournament-Kids könnt ihr euch hier überzeugen:

WAS WILLST DU TUN (prod. Hercules Beatz)

JA, DER ECHTE GANGSTER IST WIEDER DA! IN DEIN GESIIIICHT! Nach 1 Tag: 500 Klicks - weiter so! Nach 2 Tagen über 700, und dazu 20 Likes und kein Dislike - IHR SEIT DOCH DIE ALLERGEILSTEN, ICH WILL MEHR VON EUCH.VERBRAUCHERHINWEIS: ! KEIN HASS ! KEINE RACHE !

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Kommentare

soviele gute noch unbekannte rapper da draußen und ihr kommt mit sowas

hhde der kann rappen ?

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11-jähriger Rapper aus Gaza will "palästinensischer Eminem" werden – und geht viral

11-jähriger Rapper aus Gaza will "palästinensischer Eminem" werden – und geht viral

Von Michael Rubach am 23.08.2020 - 17:27

Der 11-jährige Abdel Rahman Al-Shantti ist auf einer Mission: Der Junge aus Gaza nutzt sein Rap-Talent, um sich für Frieden auszusprechen. Mit einem beeindruckenden Englisch trägt er diese Message in die Welt – und hat mit einem seiner Clips nun auch weitreichende Bekanntheit erreicht.

"Frieden, Einigkeit und Liebe": 11-Jähriger geht mit Rap-Video viral

Eines der beständigsten Kriegsgebiete der Welt ist der Gazastreifen. Der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina fordert mit großer Regelmäßigkeit Opfer. Erst vor wenigen Tagen kam es wieder zu Angriffen und Vergeltungsaktionen. Wer dort aufwächst, lebt in einem permanenten Bedrohungsszenario. Der junge MCA Abdul hat es sich zur Aufgabe gemacht, all dem Krieg und Terror etwas entgegenzusetzen. In seiner Instagram-Bio lässt er verlauten.

"Ich möchte durch meine Musik Frieden, Einigkeit und Liebe verbreiten."

Mit seinem letzten Video ist er kürzlich viral gegangen und erhält Anerkennung aus der ganzen Welt. DJ Khaled lässt Liebe da und auch viele weitere bekannte Künstler drücken im Kommentarbereich ihren Respekt aus.

Die Performance des Jungen vor einer Gruppe Gleichaltriger wurde tausendfach geteilt – hat jedoch ebenso Kritik hervorgerufen. Frieden mit Israel ist vor allem für die Hamas keine Option. Die radikal-islamistische Organisation stellt seit 2007 die Regierung im Gazastreifen und würde lieber heute als morgen den Staat Israel abschaffen.

Ein 11-Jähriger, der auch in Interviews mit ausländischen Medien vehement für Frieden eintritt, passt da nicht ins Konzept. Der Vater des Jungen sah sich nach Anfeindungen im Netz genötigt, ein wenig zu relativieren und gab ein Video-Statement ab, wie die New York Times berichtet. Konkret den Frieden mit Israel habe sein Sohn nie gemeint. Er sei jung und habe sich "falsch ausgedrückt."

In einem Beitrag der Nachrichtenagentur Reuters erklärt der aufstrebende Künstler, dass er seit seinem neunten Lebensjahr rappe. Sein Ziel sei es, der "palästinensische Eminem" zu werden.

Um diesem Vorhaben näher zu kommen, wendet er sich generell politischen Themen zu. Vor einem Mural des ermordeten George Floyd hat er ebenso schon performt und so seine Solidarität mit Black Lives Matter bekundet.


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