Die Kanzlei vom "Graffiti-Anwalt" hat's erwischt: Seine Reaktion ist fantastisch

Für viele sind Graffiti schlichtweg Kunst und Teil unserer urbanen Welt. Rein rechtlich gelten die Sprühaktionen jedoch als Sachbeschädigung (zumindest wenn man sich an nicht legalen Flächen austobt). Sie können genauso vom Gesetz geahndet werden wie andere Delikte.

Falls tatsächlich ein Verfahren eingeleitet wurde und rechtlicher Beistand von Nöten ist, kommt Dr. Gau ins Spiel. Er ist ein Jurist, der sich auf Graffitifälle spezialisiert hat. Nun wurde der Strafverteidiger selbst Opfer der Leute, die er eigentlich verteidigt. Wie er damit umgeht, ist höchst bemerkenswert. Anstatt sich auf die geltende Gesetzeslage zu berufen und irgendwelche Strafanträge auf den Weg zu bringen, kommentiert die Kanzlei von Dr. Gau das Vergehen locker auf Facebook.

Strafverteidigerkanzlei Dr. Gau

Einfach mal die Kirche im Dorf lassen... Liebe Eigentümervertreter, Großgrundbesitzer und SoKo-Leiter: Eure Gebete wurden erhört! Wie zu erwarten hat es auch uns einmal erwischt und einer aus der...

Ausgestattet mit Farbe und Malerrolle wird sich dem Problem angenommen. All denen, die hämisch darauf reagieren, dass ausgerechnet jemand von der vermeintlichen Sachbeschädigung betroffen ist, der die Sprayer sonst raushaut, bestellt die Kanzlei schöne Grüße.

Dem Übeltäter macht der Jurist noch ein Entschuldigungsangebot und stellt klar, dass es wohl nicht so schwierig wäre, ihn namentlich ausfindig zu machen. Das ist schließlich ein Bereich, in dem er sich ziemlich gut auskennt. Absoluter Ehrenmann-Move!

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Post vom Anwalt: Ssynic muss Aussage über Finch Asozial zurücknehmen

Post vom Anwalt: Ssynic muss Aussage über Finch Asozial zurücknehmen

Von Alina Amin am 14.06.2020 - 14:16

Anzeige ist raus: Finch Asozial geht mithilfe seines Anwaltsteams gegen Ssynic vor. Der ehemalige Battlerapper, so lautet der Vorwurf, soll in seinem Stream nämlich falsche Tatsachen über Finch verbreitet haben.

Ssynic behauptet, Finchs Anti-Nazi-Szene sei nicht echt

Hintergrund: Auf einem Konzert von Finch hat einer der Besucher mit rechtsextremen Verhalten auf sich aufmerksam gemacht, woraufhin dieser vom Rapper erst deutlich zurechtgewiesen und dann aus dem Konzert geworfen wurde. 

Gegenüber der Bild erklärte der Berliner damals, dass "es allgemein wichtig ist, gegen solche Menschen etwas zu sagen. Gerade jetzt in der heutigen Zeit, wo die Spaltung gefühlt so groß ist wie nie zuvor."

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Ssynic behauptete nun in einem Stream mit Battlerap-Kollege Clep, die ganze Sache sei inszeniert gewesen. 

Wegen "falscher Tatsachen": Finch schickt Anwaltsbrief an Ssynic

Nach Ssynics Stream hat Finch nicht lange gefackelt und sich direkt mit einen Anwaltsbrief an den Creator gewandt. Darin wird offenbar erklärt, dass Ssynics Aussage über die Anti-Nazi-Szene eine "falsche Tatsache" gewesen sei.

Zur Klarstellung hat der gebürtige Düsseldorfer ein YouTube-Video hochgeladen, in dem er erzählt, dass er "zum wiederholten Male" Anwaltspost bekommen hätte. Seine Aussage sei eine falsche Behauptung gewesen, stellt er darin klar. Wieso er sie gemacht hat, "könne man sich denken". Die betroffene Stelle hat er inzwischen aus dem besagten Stream rausgeschnitten. 

Nach Battlerap-Karriere: Ssynic schlägt neue Wege ein

Der legendäre Battlerapper Ssynic beschäftigt sich seit dem kontroversen Alpha Royale Finale anderweitig mit der Musik: Neben YouTube- und Twitch-Reactions zu Battles pusht er seine Karriere als Comedian weiter voran. Im Herbst dieses Jahres ist dafür seine erste Comedy-Tour geplant.


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