Berlin Kidz malen knapp 120 Meter großes Graffiti

Bei den Berlin Kidz handelt es sich um ein Sprayer-Kollektiv, das für seine waghalsigen Aktionen bekannt ist. Beziehungsweise für die Orte, an denen die Aktivisten ihre illegalen Kunstwerke anbringen. Insbesondere das Abseilen von hohen Gebäuden, um an schwer erreichbare Stellen zu gelangen, gilt als ihr Markenzeichen. Jetzt waren die Berlin Kidz wieder aktiv und machen eines deutlich: Sie wollen anscheinend hoch hinaus.

In Berlin prangt an einem Hochhaus am Steglitzer Kreisel ein riesiges Wahlplakat der CDU. Darauf steht, Berlin habe noch Luft nach oben. Was sich wohl offenbar auch die Berlin Kidz gedacht haben.

Direkt daneben war nämlich kurzzeitig das neueste Werk der Berliner Sprayer-Crew zu sehen: Das noch größere Graffiti erstreckte sich fast über die gesamte Höhe des Gebäudes, das immerhin stolze 118 Meter misst.

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Mittlerweile wurde es allerdings wieder entfernt.

Berlin Kidz bomben 120 Meter hohes Hochhaus am Steglitzer Kreisel

Die Berliner Graffiti Crew Berlin Kidz haben in bester Pixação-Manier das 118 Meter hohe Hochhaus am Steglitzer Kreisel in Berlin gebombt. Dafür haben sie sich von oben abgeseilt und das Hochhaus einmal von oben bis unten beschrieben. Neben dem Graffito der Berlin Kidz hängt aktuell eines der größten Wahlplakate (CDU) der Stadt mit dem Slogan „Berlin hat noch Luft nach oben".

Die Bilder stammen übrigens von Petra Branke, hier ist ihr Instagram-Account. Ein Blick lohnt sich!

Hier findest du außerdem den Trailer zum kommenden zweiten Teil des Berlin Kidz-Films:

Legendärer Graffiti-Film wird fortgesetzt: Der "Berlin Kidz 2"-Trailer ist da

Es gab kürzlich erst ein spektakuläres Video, mit dem die Vorfreude auf Berlin Kidz 2 bereits ordentlich angeheizt wurde. Jetzt kommt es sogar noch dicker, denn der offizielle Trailer ist da. Und der macht eindrucksvoll deutlich, dass auch die Fortsetzung zum legendären Berlin Kidz alles andere als eine gewöhnliche Graffitidoku ist.

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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot
Cdu

Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot

Von Alina Amin am 17.02.2021 - 19:21

Kürzlich veröffentlichte die CDU einen Wahlwerbespot auf ihren Social Media Kanälen, der auch in der Deutschrap-Szene für Empörung sorgt. In dem Spot geht es um die neue Gesetzesreform zur Verhinderung von Geldwäsche, die letzten Donnerstag verabschiedet wurde. Dafür werden in dem kurzen Clip zwei Männer abgebildet, die als Clan-Mitglieder betitelt werden. Aussage: Geldwäsche härter bestrafen.

Dabei ist die CDU wohl über das Ziel hinausgeschossen. Von vielen Menschen wurde das Video als rassistisch empfunden und die Regierungspartei erfuhr daraufhin dermaßen viel Kritik, dass sie den Clip nun von allen ihren Kanälen entfernt hat.

Wieso der CDU-Wahlwerbespot rassistisch ist

In dem Clip ist zu sehen, wie zwei Männer in einem Ferrari sitzen. Während ein Polizei-Bully an dem Auto vorbei fährt, erklärt eine Frauenstimme: "Damit kriminelle Clans nicht mehr Ferrari fahren, sondern Mercedes". Mit Mercedes wird auf den Autohersteller angespielt, der in dem fiktiven Spot für Polizeiautos zuständig ist.

Der Journalist Tarek Baé erklärt, wieso das rassistisch ist. Im Grunde geht es darum, dass die CDU in ihrem Video Geldwäsche einer konkreten Minderheit zuschreibt. Wie Tarek erklärt, widerspricht dies stark der aktuellen Faktenlage. Man bediene sich trotz dessen an dem Klischee der "kriminellen Clans". Die CDU reproduziere und verstärke durch diese verzerrte Darstellung lediglich rassistische Stereotypen. Dazu trägt besonders bei, dass die CDU explizit Männer für die Rolle castete, die einer bestimmten Herkunft zugeschrieben werden könnten.

Deutschrap reagiert: CDU-Werbespot zur Clan-Kriminalität & Geldwäsche

Auch diverse Deutschrapper*innen empfanden den fragwürdigen Wahlwerbespot als rassistisch und AfD-nah. So schrieben beispielsweise Celo und Abdi unter den mittlerweile gelöschten Post, ob die CDU ihre verlorenen AfD-Wähler zurückgewinnen wolle oder etwas gegen italienische Autos hätte.

Badmómzjay bezeichnete den Spot als einen von "Stereotype[n] geprägte[n] Rassismus". 


Foto:

Badmómzjay / instagram @badmomzjay

Ra'is fragt die CDU, ob "sonst noch alles cool" bei ihnen sei. Auch Katja Krasavice zeigt sich schockiert: "Platzt doch ihr Nazis!". Marcus Staiger widmet sich auf Twitter dem Thema und erklärt, dass er beim Gedanken an Geldwäsche an Wolkenkratzer denken würde, "in denen [Bänker*innen] Superreichen dabei helfen, die Gesellschaft zu verarschen & noch reicher zu werden".


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