"Hast du N***a gesagt?" Mortel stellt DCVDNS zur Rede

Es gibt Dinge, mit denen sollte man besonders vorsichtig sein: Zum Beispiel Sprache. DCVDNS gehört eigentlich zu den Rappern, die jedes Wort mit Bedacht einsetzen. Bei einer Anspielung auf Taktloss ist er jetzt allerdings übers Ziel hinaus geschossen. Was Mortel auf den Plan ruft, der DCVDNS via Twitter zur Rede stellt.

Aber eines nach dem anderen: DCVDNS rappt in Der erste tighte Wei$$e (was die Anspielung auf Taktloss beziehungsweise Westberlin Maskulin bereits offensichtlich im Titel trägt) folgende Zeile:

"Der erste tighte Weiße seit dem letzten tighten N***a"

Noch einmal: DCVDNS spielt damit auf Der letzte tighte N***a von Taktloss an. Nichtsdestotrotz hätte er es sich ganz offensichtlich vielleicht lieber nochmal überlegen sollen, ob er das wirklich so rappen will. Mortels Reaktion fällt ziemlich wütend aus:

"Hast du N***a gesagt?"

MortelOfficial on Twitter

Hast du Ni**a gesagt? @DCVDNS #DaFreuenSichPaarJungs

Mittlerweile hat DCVDNS auch bereits mit einer "Rechtfertigung" reagiert:

DCVDNS on Twitter

@OfficialMortel Hab grade nochmal nachgeguckt... #zufrühgefreut

DCVDNS on Twitter

@arianejati @OfficialMortel bei mortel halt ich es für legitim mich dafür zu rechtfertigen, aber was willst du???

DCVDNS on Twitter

@crystalf44 @schwartz_ht Im Zusammenhang mit Taktlo$$ muss man es schon verstehen

Wieso es einfach nicht klar geht, wenn privilegierte, weiße Männer die N-Bombe droppen, hat Ice Cube vor Kurzem erst Bill Maher erklärt. Und zwar auf extrem eindrückliche Weise, nachdem der denselben Fehler wie DCVDNS begangen hatte:

Bill Maher

"I think this is a teachable moment, not just to you but to the people who are watching." - Ice Cube

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Kommentare

Seid ihr dumm? Jetzt schwappt diese "Privilegierter Weißer Mann"-******e jetzt also auch hier rüber.
Wörter sind Werkzeuge. Es kommt auf den Kontext und auf die Intention an. Klar ist das Wort "*****" (Oh nein, ich hab's gesagt!) vorbelastet und es schwingt ein ziemlich negativer Unterton mit, aber, wie gesagt, es ist nur ein. ******. Wort. Wie wär's, wenn ihr Realkeeper, die sich so sehr mit Amerika und den Schwarzen auskennen und sich gerne stellvertretend für die Black Community hinstellen, um sich über das Wort ***** aufzuregen, dass kurze Interview mit Eazy-E anschaut, in welchem er über den Gebrauch dieses Wortes redet? (--> YouTube: "Eazy-E opinion on the word '*****'")
"Depends on how you say it." war seine Antwort auf die Frage, wie er reagieren würde, wenn ein Weißer zu ihm käme und "*****" sagen würde.
DCV hat hier das Wort ***** als klare, eindeutige Hommage an Taktlo$$ verwendet und ihm jetzt eine negative, wahrscheinlich rassistische Absicht zu unterstellen ist ziemlich ******e und grenzt fast an Rufmord.

Peace.

was für ein unsinn jetzt EINEN RAPPER als rechtfertigung für alls schwarzen aus den staaten zu nehmen. bezieh dich doch auf die gesellschaftswissenschaftler, oder leute wie jesse james.

und natürlich ist es ein privileg für sich rauszunehmen, von dem die betroffene gruppe flächendeckend sagt es sei für dich falsch und du solltest es genau nicht tun.

dann einfach zu sagen "ach quatsch ich darf das doch, auch wenn du als betroffener nicht willst" ist die DEFINITION von privileg. noch schlimmer ist es wenn dann leute wie du kritik daran als 'dumm' darstellen.

Ich hab mal kurz für dich die Definition von Privileg nachgeschlagen, damit auch du dieses Wort in Zukunft richtig verwenden kannst.
Kleiner Tipp: Wenn du die Bedeutung eines Wortes ändern musst, damit es dein Argument unterstreicht, dann sind deine Argumente entweder echt schlecht, oder du bist um Unrecht.
Außerdem sehr interessant, dass sich der Typ, dem du antwortest, nicht auf einen Rapper berufen darf, während du die gleiche Tatsache bei Hip-Hop.de nicht kritisierst.

Pri·vi·le̱g
Substantiv [das]
ein für einen Einzelnen oder eine Gruppe geltendes, besonderes Recht, von dem andere ausgeschlossen bleiben.

Ah ja, Gott sei Dank wird hier nichts zensiert.

Mortel typischer Fall von einem frustrierten Rapper ohne Erfolg...

Taktlo$$ geht als Kunstfigur durch. Aber beim Rest wird jeder Angriffspunkt für die eigene kack Promo genutzt...

Mal bisschen Hintergrundwissen:

Taktloss antwortete in der Vergangenheit selbst mit dieser Frage, wenn man ihn zb bei einem jam (bitte googlen) angesprochen hatte.. Also: "bist du nicht der tighte N...." - "hast du eben N.... gesagt?"....... Im besten Fall wusste Mortel das, ansonsten lächerlich.

warum hat sich bei "Juju & Said - Berliner Schnauze" niemand über den gebrauch des wortes aufgeregt ?

Isso

Es gibt kein weißes Privileg. Das hat es mal in der Vergangenheit gegeben aber heute nicht mehr und schon gar nicht in der Rapszene! Oder will mir hier jemand erzählen, es wäre als blonder, blauäugiger leichter, Rapper zu werden, als als Schwarzer? Dieses ganze ,,white privilege” Gelaber ist einfach nur noch lächerlich und es zeigt, wie weit ihr euch von der Realität entfernt befindet!

Mal einer, der 'n bisschen nachdenkt, nice.

Gezeichnet: ein Weißer

natürlich ist es ein privileg für sich rauszunehmen, von dem die betroffene gruppe flächendeckend sagt es sei für dich falsch und du solltest es genau nicht tun. das wir das nicht einsehen wollen ist dumm.

im bezug auf gangstarap hast du recht, aber auch NUR in diesem bezug. in allen anderen subgenres, die von 257ern, max herres, caspers, etc dominiert werden stimmt das einfach überhaupt nicht.

wieviele komplett schwarze (aka afrikanische), erfolgreiche rapper gibt es denn momentan in deutschland? manu macht grade ein paar türen auf u das wars. das ganze wird sich hoffentlich ändern, jetzt wo wir uns ja alle so schön am afro-trap bedienen.

Es ist nur eine verdammte Hommage an Taltloss, wie ihr ja offenbar schon selber erkannt habt. Also wo ist das Problem ?

Ahahahahahhah nicht euer eenst

K

Öllöö

k

Öhm, schreibt er nicht ganz klar, das er nicht dieses Wort, sondern >NiCKer< sagt? Ok, klar weiß jeder was gemeint ist, aber er hats halt nicht gesagt. So einfach ist das. Ganze Diskussion fürn Arsch.

Deine Meinung dazu?

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Keinen Respekt vor Hiphop? Diddy setzt den Grammys ein Ultimatum

Keinen Respekt vor Hiphop? Diddy setzt den Grammys ein Ultimatum

Von Michael Rubach am 27.01.2020 - 21:32

Diddy hat im Rahmen der Grammy-Verleihung eine bemerkenswerte Ansage gemacht. Bei einer Pre-Party spricht er von systematischer Diskriminierung in der Musikindustrie, die er so nicht länger hinnehmen könne. Er setzt den Verantwortlichen der Grammys daraufhin eine Frist, um etwas an den von ihm ausgemachten Missständen zu beheben: 365 Tage gewährt Diddy Aufschub.

Diddy wettert gegen die Industrie

Diddy, der kurioserweise kurz vor seinem längeren Statement selbst einen Grammy erhalten hat, wirbt vor versammelter Saal-Prominenz für einen Wandel. Bis 2021 soll der Preis diverser, transparenter und nicht zuletzt fairer gestaltet werden.

"Die Künstler müssen wieder Kontrolle erlangen, wir brauchen Transparenz, wir brauchen Diversität."

Wie so oft sitzen bei dem Musikpreis alte weiße Männer im Zentrum der Macht. Ihre Entscheidungen förderten in den letzten zehn Jahren genau einen dunkelhäutigen Sieger hervor, der in der prominentesten Kategorie bedacht wurde. Bruno Mars gewann 2018 mit "24K Magic" die Trophäe für das Album des Jahres. Ansonsten fristen schwarze Artists zumeist ein randständiges Dasein in allerlei Nischenkategorien.

Weiße Männer bestimmen größtenteils darüber, welche hellhäutigen Artists den wohl bedeutsamsten Preis der Industrie mit nach Hause nehmen dürfen. Die kurzzeitig installierte Chefin Deborah Dugan, die dem Vernehmen nach einen Wandel in der Akademie in Gang setzen wollte, ist vor den diesjährigen Awards suspendiert worden. Sie hatte unter anderem Vorwürfe der sexuellen Belästigung erhoben. Eine weibliche Führungsfigur war also nur von kurzer Dauer.

Diddy wünscht sich, dass die Künstler wieder die Kontrolle erlangen und sich nicht länger den Strukturen ergeben. Strukturen, die bewusst gegen schwarze Artists arbeiten würden.

Diddy wirft den Grammys vor, keinen Respekt vor Hiphop zu haben

Obwohl Rap und RnB weltweit auf dem Siegeszug sind und kein Musikstil in den USA eine größere Zuhörerschaft erschließt, gehen die entsprechenden Künstler und Künstlerinnen in den Königskategorien der Grammys meist leer aus. Jedes Jahr werde die schwarze Community regelrecht "getötet", sagt Diddy. Hiphop und schwarzer Musik bekomme nicht den gebührenden Stellenwert eingeräumt. Deckungsgleich sei dies auch in der Filmindustrie und beim Sport festzustellen.

"Um ehrlich zu sein: Hiphop wurde noch nie von Grammys respektiert. Schwarze Musik wurde noch nie von den Grammys respektiert."

Das soll nun ein Ende haben. "Ihr habt 365 Tage, um den Kram zu regeln", mahnt der Multi-Millionär an. Zum Finale seiner Reformrede zählt er diverse schwarze Künstler auf, denen er seinen Grammy widmet. Darunter: Prince, Michael Jackson, Beyoncé, Missy Elliott, Snoop Dogg, Kanye West und Nas.

Diddy steht mit seiner Haltung nicht alleine dar. Tyler, The Creator konnte sich einerseits über die Auszeichnung für sein Album "IGOR" freuen. Andererseits kritisierte er, dass man sein Werk nicht in einer der populären Kategorien nominiert hat. Auch für ihn fühlt es sich offensichtlich so an, als dürfe er nicht im Konzert der Großen mitspielen.

Grammys 2020: Rassismusvorwürfe, Tribut für Nipsey Hussle & Gedenken an Kobe Bryant

Von Michael Rubach am 20.01.2020 - 17:18 Eminem hat sich auf seinem neuen Album " Music To Be Murdered By" zum Totengräber erklärt. In dieser Funktion ruft er zur Beerdigung - und packt dafür auch ein paar Disses aus. Em dreht dabei nicht im " Kamikaze"-Modus durch, aber weiß den einen oder anderen Langzeitkontrahenten lyrisch abzustrafen.


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