Harte Worte: Manuellsen äußert sich erstmals zum Streit mit Animus

Der zweite Part von #DerDiisch startet dem Cliffhanger des ersten Parts entsprechend mit einem großen Thema. Erstmals äußert sich Manuellsen ausführlich zu seinem Zerwürfnis mit Animus, mit dem er bis zum vergangenen Sommer eng in Kontakt stand.

Dabei wählt Manuellsen sehr harte Worte. Animus sei "eine der größten menschlichen Enttäuschungen" gewesen, die Manuellsen in seiner gesamten Karriere erlebt hat. Manuellsen entschuldigt sich sogar bei Fler, der ihn aufgrund seiner eigenen gemeinsamen Vergangenheit mit Animus vorgewarnt habe.

Allerdings sei Manuellsen davon überzeugt gewesen, dass er das Richtige mit Animus tue, dessen Ansehen in der Szene zum damaligen Zeitpunkt extrem gelitten habe:

"Die ganze Welt hat sich über den lustig gemacht. Was hab' ich gemacht? Ich bin ein Fan von Unterdrückten. [...] Ich hab' den Jungen zu mir geholt. Ich hab' ihn an meiner Infrastruktur teilnehmen lassen. Alle meine Brüder haben ihn aufgenommen wie einen Bruder, obwohl jeder uns davon abgeraten hat. [...] Was kommt am Ende dabei raus?"

Animus habe auf viele wichtige Werte "gespuckt" und müsse sich nicht wundern, dass er nun bei Manuellsens Camp "auf der absoluten Abschussliste" stehe. Dementsprechend würden sich Manuellsen und seine Leute nun im Internet über ihn lustig machen, was noch gnädig sei:

"Der hat was ganz anderes verdient. Normalerweise müsste ich ihm 'ne Kugel verpassen."

Diese drastische Aussage relativiert Manuellsen direkt im Anschluss, man wolle die Angelegenheit einfach so belassen. Jedoch solle jeder wissen, dass Animus "kein Korrekter" sei.

Auch zu dem nicht zustande gekommenen Kollaboalbum mit ihm äußert Manu sich:

"Ich bin ein Musiker, ich bin Visionär. Ich suche Hooklines, ich suche Themen. [...] Ich kann mit Leuten nicht im Studio sitzen, die so sagen: 'Ich will einfach so f*cken, rappen.' Das ist nicht mein Ding. Es passt nicht zusammen."

Abschließend verpasst Manuellsen im Zuge der Thematik Bushido einen Seitenhieb:

"Für die Staatsanwaltschaft generell in jeglichem Bundesland: [...] Ich würde natürlich niemals jemandem eine Kugel verpassen. Das ist alles nur Hiphop-Sprache. Was ich eigentlich damit sagen will: Ich werde ihn hart dissen. [...] Nicht dass ihr mir wieder einen Brief schickt von 13.000, dass irgendeiner was haben will."

Damit spielt er wohl auf Bushidos damalige Rechtfertigung für seine Lines auf "Stress ohne Grund" sowie Manuellsens rechtlichen Ärger im vergangenen Herbst an.

Check hier die Stelle in der brandneuen #DerDiisch-Folge direkt zu Beginn ab:

Fler & Manuellsen über Animus, Sido & Straße vs. Business (Interview) #DerDiisch - Teil 2

Staffel 1, Episode 2 von #DerDiisch: Nach dem Cliffhanger geht's weiter mit #Manuellsen und #Fler an einem Tisch mit Roozy Baby. Die Rapper knüpfen direkt beim gemeinsamen Bekannten Animus an und später geht es unter anderem um den Konflikt zwischen der Straße und dem Dasein als verhältnismäßig seriöser Business-Mann.

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Kommentare

Manuellsen labert viel wenn der Tag ist und machen tut der am ende gar nichts. Bushido kriegt Machete in den Kopf, Animus sollte Kugel bekommen und Fler wollte er vor Jahren noch ein Stich geben weil er N3g3r gesagt hat und jetzt sitzt er da mit ihm im Interview und chillt. Glaub mir, in paar Jahren vertragen die sich alle wieder und lecken sich den Yarrack.

schade das bu sich sofort nen noch haerteren aufpasser gesucht hat :/
haette sonst interessant werden koennen..

Ich hoffe nur, dass die HA in Los Angeles mal mitkriegen was für Vögel in Deutschland ihren Namen so in den Schmutz ziehen!

absolut ! ich verstehe auch nicht warum die deutschen HA sowas akzeptieren.der verein wird derart durch die deutschen rapperchen in den dreck gezogen

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Manuellsen, Eno, Celo & Abdi & mehr solidarisieren sich mit den Uiguren

Manuellsen, Eno, Celo & Abdi & mehr solidarisieren sich mit den Uiguren

Von Jesse Schumacher am 11.12.2019 - 15:53

Im November dieses Jahr wurden die sogenannten China-Cables-Dokumente veröffentlicht. Laut Experten belegen diese Papiere, dass die chinesische Regierung mindestens eine Millionen Uiguren in Lagern festhält. In diesen Camps würden sie permanent überwacht, misshandelt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Die Uiguren sind eine türkisch sprechende Ethnie, von denen etwa zehn Millionen Menschen im chinesischen Gebiet Xinjiang leben.

Die kommunistische Partei Chinas versuche damit, die uigurischen Gefangenen von ihrem muslimischen Glauben abzubringen. Der religiöse Glaube solle dem Glauben an das chinesische System weichen. China selbst definiert die Lager als Fortbildungszentren. Diese Behauptung wurde jedoch durch die geleakten Dokumente widerlegt.

Die Süddeutsche Zeitung beschreibt die Internierungslager als "eine der größten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit". Adrian Zenz ist Sozialwissenschaftler für China-Studien und sagt gegenüber der ARD:

"Kultureller Genozid ist wahrscheinlich die beste Formulierung für das, was wir dort sehen"

Mittlerweile solidarisieren sich auch Deutschrapper*innen mit den Uiguren und versuchen ihre Fans auf die Lage in China aufmerksam zu machen. So teilt Manuellsen folgendes Bild auf Instagram.

xmanu

Manuellsen, Massiv, Eno, Celo & Abdi und Sinan-G weisen beispielsweise auch in ihren Instagram Stories auf die Missstände in China hin.

Die uigurische Anthropologin Mukaddas Mijit sagt ebenfalls gegenüber der ARD:

"Sie wollen, dass wir unsere Sprache vergessen. Unseren Glauben. Unsere Geschichte"

Doch schon bevor solche Lager eingerichtet wurden, beschränkte der chinesische Staat die Uiguren in ihrer Selbstbestimmung und im Ausleben ihrer Religion. So mussten Männer sich den Bart abrasieren. Muslimische Namen gelten als extremistisch. Es wurden sogar eine Vielzahl an Moscheen und uigurischen Friedhöfen im Auftrag der Regierung zerstört. 

Gegenüber der internationalen Presse, präsentierte China die Uiguren jedoch ganz anders. Die Regierung inszenierte sie meist tanzend und singend. Damit wollten sie wohl den Anschein erwecken, dass die Religionsfreiheit nicht eingeschränkt werde.

Die Angehörigen der Uiguren sind auf der ganzen Welt verstreut. Seit den massenhaften Einweisungen in die Lager, ist der Kontakt mit den meisten Familienangehörigen oder Freunden abgebrochen. Auf dem YouTube-Kanal Uyghur Pulse befinden sich hunderte Videos, in denen Angehörige über ihre Sorgen und Ängste sprechen.

Das internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) hat die China-Cable-Dokumente ausgewertet. Journalist*innen aus 14 Ländern waren daran beteiligt und haben die Authentizität der Papiere von Experten überprüfen lassen.

Viele Organisationen und Aktivist*innen kritisieren das Vorgehen der chinesischen Regierung lautstark. Auch Turn e.V. betreibt mit dem Projekt Jamal al-Kathib Aufklärungsarbeit zu den Themen Islamismus und Rassismus. Unter den Hashtags #uiguren und #wirvergesseneuchnicht! haben sie eine Kampagne gestartet, die über die Menschenrechtsverletzungen in China aufklären soll. 

xaktivisten


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