Ghostwriter für Scooter: Als Curse Texte für H.P. Baxxter geschrieben hat

Im aktuellen Podcast von Falk Schacht und Jule Wasabi geht es unter anderem um Ghostwriting. Dabei verrät Falk Schacht einige Details dazu, wie Curse Texte für H.P. Baxxter von Scooter geschrieben hat. Das Ganze ist wohl im Rahmen eines sogenannten Writing Camps passiert. Curse selbst erzählte die Geschichte bereits vor einiger Zeit im Uptown's Finest-Podcast.

Dabei hat Curse laut Falk Schacht anscheinend nicht nur sehr schnell einen Text auf Englisch verfasst (mit vorgegebenen Begriffen von H.P. Baxxter), sondern das Ganze wohl auch noch in einem einzigen Take eingerappt. Falk Schacht erklärt im Zuge dessen, dass Ghostwriter oft so vorgehen, um den Künstlern, für die sie schreiben, bereits eine Flow-Vorgabe zur Orientierung liefern zu können.

Laut Falk Schacht müssten derartige, sogenannte Pilot-Spuren eigentlich von allen Alben existieren, die auf diese Art und Weise entstanden sind. Weil es in dem Podcast auch um das Gerücht geht, Bushido habe sich Alben von Eko Fresh schreiben lassen, gibt uns Falk Schacht folgende interessante Vorstellung mit auf den Weg:

"Sollte das den Tatsachen entsprechen, müsste es theoretisch die Alben von Bushido geben – mit anderen Rappern drauf."

"Also: Sollte Eko jemals real als [sein] Ghostwriter geschrieben haben, müsste es ein Album mit Eko-Vocals auf den Beats geben, die man jetzt von Bushido kennt."

Um Curse als H.P.Baxxters Ghostwriter und die Pilotspuren geht es ungefähr ab Minute 33:

Schacht & Wasabi über Ali As, Eko Fresh, Bushido und Kay One (Podcast Folge 8)

Die achte Folge von Schacht & Wasabi darüber wie Ghostwriting hinter den Kulissen abläuft, Ali As, Bushido, Eko Fresh, Shindy und Kay One, den Backspin Fifa Cup, wie Fans Rapper zu Beef anstacheln. Diese Folge erklärt Falk außerdem, warum er aus der Echo-Jury ausgetreten ist und es geht um den Song "Queere Tiere" von Sookee und die Frage, warum es immer noch Homophobie gibt.

Uptowns Finest Talk #003: Curse

Glaubt ihr an die wahre Liebe, Party People? Oder wie muss man sich einen Scooter Song vorstellen, wenn Curse für HP Baxxter schreibt? Spoiler: Im UF Talk #003 findet ihr's raus! Das sind natürlich nicht die einzigen interessanten Themen die es zu bereden gab.

Eine kurze Umfrage zum Schluss

Wir würden uns riesig freuen, wenn du uns ein paar Fragen beantworten könntest. Die Umfrage kann in 10 Minuten ausgefüllt werden und all deine Angaben werden uns anonym übertragen. Vielen Dank im Voraus!

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Von Alina Amin am 25.02.2021 - 16:47

Apache 207 ist schon nach den ersten Jahren seiner Rap-Karriere in den obersten Rängen der hiesigen Szene angekommen. Mit seinen melodischen Hits erreicht er regelmäßig astronomische Zahlen und gilt aktuell als einer der erfolgreichsten Künstler des deutschsprachigen Musikmarkts. Trotz dessen findet die Diskussion, ob der Ludwigshafener tatsächlich Rapper sei, in der Deutschrap-Community kein Ende. Jetzt äußert sich auch Farid Bang zu dem omnipräsenten Thema.

Farid Bang über die Frage, ob Apache 207 ein Rapper ist

Farid Bang stellt in seiner Instagram-Story infrage, was ein Künstler sei, der seine Texte nicht schreibt, wenn man schon davon ausginge, dass Apache kein Rapper sei. Die Debatte um Apaches Rapqualitäten wird weit über die YouTube-Kommentarspalten hinaus geführt.

Viele Größen der Deutschrapszene scheint die Frage umzutreiben, ob Apache 207 als Rapper zu betrachten ist. Für Bonez MC stand Ende 2020 fest: "Künstler kein Rapper". Auch Fler kommt in einem Interview bei 16bars zu dem Ergebnis, dass Apache "in dem Sinne kein Rapper" sei. Die Musik des 2-Meter-Hünen bedient sich hörbar verschiedensten Einflüssen.

Daran, dass Apache 207 rappen kann, dürfte jedoch kein Zweifel bestehen. Farid fragt sich nun, worauf es hinausliefe, wenn Apaches Musik durch dessen Herangehensweise nicht mehr als Rap durchginge.


Foto:

Instagram / @faridbangbang

Der Banger stellt in den Raum, ob dies nicht mindestens gleichbedeutend damit wäre, jemanden aus dem Rapgenre auszuschließen, wenn die Lyrics zugeliefert werden. Er zieht damit einen Vergleich zu einem ebenso ausgiebig diskutierten Thema, dem Ghostwriting.

Ende letzten Jahres wurde die allgegenwärtige Diskussion wieder aufgerollt, nachdem Shirin David ihre "Babsi Bars" veröffentlichte. Es ging damals einerseits um Credits, andererseits auch um die generelle Praktik des Ghostwritings. Viele Rapfans vertreten die Position, dass Rap-Künstler*innen auch selbst für ihre Lyrics verantwortlich sein sollten. Dennoch gehört es inzwischen zur gängigen Praxis, dass Rap-Texte in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Wie Farid das selbst sieht, erklärt er in seiner Story nicht.

Apache selbst hat zu dem Thema eine klare Haltung. Ob andere Leute ihn als Rapper bezeichnen oder nicht, scheint ihm gleichgültig zu sein. In seinem Song "28 Liter" erklärt der 23-Jährige:  

"Egal, ob du mich einen Rapper nennst, du Piç, darauf pfeif' ich"


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (1 Kommentar)

Register Now!