In einem seiner letzten Videoblogs, in dem er gemeinsam mit Kollegah die tschechische Hauptstadt Prag besuchte, erfuhren wir erst, dass Favorite frisch aus dem Gefängnis entlassen worden sei. Doch nun scheint der gute Fav wieder etwas verbrochen zu haben. Bei einem Telefonat mit Selfmade-Labelchef Elvir, das er auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, erwischt dieser ihn beim Klauen.

Wie in der Aufzeichnung zu hören ist, spricht Elvir seinen Schützling Favorite darauf an, dass Kollegahs Handy verschwunden sei und das an dem Tag, an dem die beiden gemeinsam im Studio waren. Favorite bestreitet, etwas damit zu tun zu haben, doch er wurde bereits ertappt.

Das komplette Gespräch kannst du dir hier anhören:

Das kommende Album Neues Von Gott erscheint voraussichtlich am 23. Januar. Weitere Informationen dazu findest du in unserer Release Section oder auf Amazon:

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Kommentare

promo!

nein echt oder o.0

Unfassbaren Journalismus. Rap und hiphop.de sind die schlechtesten Seiten, journalistisch gesehen die ich kenne und das ist kein Spaß. Ekelhafte Artikel penetrante Werbung die nach adblock schreit und die wirklich guten Alben und news werden übergangen. Stattdessen sehe ich Werbekampagnen für mittelmäßige Künstler. Deutscher rap hat sich enorm gesteigert deutscher Rap Journalismus ist schlichtweg noch nicht mehr vorhanden. Achso peinlicher tabloid Artikel mal wieder. Bild lässt grüßen.

Ganz deiner Meinung !!!

Naja, es ist ein Scherz, den wir mitgemacht haben. Darüber kann man lachen oder sich aufregen. Du hast die zweite Option gewählt. 

Welche "wirklich guten" Alben und News wir im letzten Jahr übergangen haben ist mir allerdings vollkommen unklar.

Liebe Grüße

Spontan fällt mir zum Beispiel Präsidentschaft neues Album ein, KiebG. Das Album hat überall bestnoten bekommen und wahrscheinlich nur weil es nicht genug clicks bringt wurde es kaum erwähnt. hiphop. de/thema/kunst-ist-eine-besitzergreifende-geliebte#.VKpwAsuIXqA

*prezident lol

Die Meinung kann ich nur teilweise teilen. Da zum einen, die wenigen qualitativen Beiträge meist von der guten Saskia kommen, zum anderen halte ich die Interviews, besonders von Rooz, aber auch von Toxik für wesentlich niveauloser, als die Beiträge auf Hiphop.de. Weder das sich die beiden, besonders Rooz, anständig auf ein Interview vorbereitet, noch haben sie die Eier, auch mal eine kritische Frage zu stellen oder Widersprüche in den Aussagen von Rappern zu verdeutlichen. Der einzige der das noch in Ansätzen macht ist Niko von der backspin; vll kann der denen ja doch nochmal was beibringen..

da kann ich dir leider Gottes nur zustimmen

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Farid Bang spricht offen über Echo-Skandal: "Ich stand vor dem Ende"

Farid Bang spricht offen über Echo-Skandal: "Ich stand vor dem Ende"

Von Alina Amin am 06.06.2020 - 15:38

Farid Bang gehört zu den Deutschrappern, die besonders oft mit einer heftigen Reaktion auf ihre Lyrics rechnen müssen – seien es Sexismus- und Diskriminierungsvorwürfe oder Beef mit Kollegen. Der Höhepunkt dieser Kritik war der Echo-Eklat, der nun gut zwei Jahre her ist. Seitdem ist so einiges passiert: Nicht nur privat und beruflich hat sich für Farid vieles geändert, auch seine Ansichten bezüglich der fragwürdigen Line über Auschwitz-Insassen hat er überdacht.

Im Interview mit der Bild spricht er nun offen über seine aktuelle Einstellung zur ganzen Sache, die Konsequenzen des damaligen Skandals und warum er die fragliche Rap-Zeile zutiefst bereut.

"Ich stand vor dem Ende meiner Karriere": Farid Bang bereut seine Line auf "0815"

Der 34-Jährige gibt zu, dass er die Line rückgängig machen würde, wenn er könnte. Der Skandal und sein Nachspiel haben dem Banger-Oberhaupt offenbar erst klar gemacht, dass auch Battlerap Grenzen kennen muss:

"Wenn ich könnte, würde ich es heute rückgängig machen. So etwas wird mir nie wieder passieren. Ich distanziere mich heute wie auch damals ausdrücklich vom Antisemitismus. Mir ist mit dieser Rap-Zeile ein Fehler unterlaufen, für den ich mich bei allen Betroffenen immer noch entschuldigen möchte. Rap war bis zu dem Eklat für mich eine Kunstform ohne Grenzen. Ich habe damals diese Zeile einfach ohne Nachzudenken gerappt. Mir fehlte damals die nötige Selbstreflexion."

Während er damals nicht reflektiert hat, weshalb seine Line für viele die Grenzen der Kunstfreiheit sprengt, sieht er das inzwischen anders. Er erläutert, dass er als Moslem es ebenfalls nicht gut finden würde, wenn jemand die Geschichte seiner Glaubenskultur verhöhnt hätte. Außerdem erzählt er der Bild, dass der Echo-Eklat ihm viele negative Konsequenzen gebracht habe, der damalige beruflichen Umbruch aber auch der Anstoß für einen Wechsel im Privatleben bedeutete:

"Viele Leute haben sich damals von mir abgewandt, wir haben unseren Plattendeal verloren. Ich stand vor dem Ende meiner Karriere. Ich habe aber meinen Kopf nicht in den Sand gesteckt. Ich habe meine Konsequenzen akzeptiert. Nach dem Echo habe ich mich von vielen Leuten abgewandt. Ich wollte kein Mitläufer sein und mir ständig etwas einreden lassen. Sie kamen aus allen Segmenten. Das waren Kriminelle, Menschen aus der Musikindustrie oder aus dem Alltag. Aber ehrlicherweise entsprach ihr Handeln und Auftreten nicht meinen Prinzipien. Das war dann auch der größte Schnitt in meinem Privatleben, der sehr viel Kraft und Überwindung gekostet hat."

Echo-Skandal: Farid Bangs Auschwitz-Line auf "JBG 3" änderte alles

Hintergrund: 2018 wurden Kollegah und Farid Bang anlässlich ihres Kollaboalbums "Jung Brutal Gutaussehend 3" für einen Echo nominiert. Nachdem sie von Campino (Die Toten Hosen) live bei der Echo-Verleihung wegen einer antisemitischen Textzeile kritisiert wurden, schaltete sich der Ethik-Beirat des Echos ein und prüfte die Nominierung. Inner- und außerhalb der Rapszene entfachte die Diskussion über die Grenzen der Kunstfreiheit (im Rap) erneut.

Auf der Bonus-EP zu "JBG 3" hat Farid im ersten Part des Tracks "0815" nämlich folgende Line gerappt: 

"Und wegen mir sind sie beim Auftritt bewaffnet / Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen"

Schon damals distanzierte sich Farid von den Diskriminierungs- und Antisemitismusvorwürfen und erklärte, dass es sich bei der besagten Line um einen Ausdruck der Battlerap-Kunst handele. Er entschuldigte sich bei der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano und zeigte sich offen für den Dialog.

Im Rückblick ist klar: Ein positives Ende nahm die ganze Angelegenheit für kaum jemanden. Den Echo-Veranstaltern wurde nach wiederholter Kritik klar, dass ihr Nominierungssystem Schwachsinn war und die jährliche Preisverleihung wurde abgeschafft. Die beiden Rapper verloren ihren Plattendeal und das Album wurde von der BPjM indiziert. Vom Image-Schaden ganz zu schweigen.

Auch seine Freundschaft zu Kollegah stand "nach dem Echo-Eklat auf dem Prüfstand", wie Farid erklärt. Sie seien nicht immer einer Meinung, auch wenn sie eine langjährige Freundschaft verbindet. Den Kollabo-Track "Public Enemies" auf "Genkidama" habe er aufgezogen um Kollegah und Fler die Möglichkeit der Versöhnung zu eröffnen – mit Erfolg. 



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Die letzten 2 Jahre waren für mich die wahrscheinlich schwerste Zeit in meinem Leben, 2 der wertvollsten Menschen in meinem Leben sind verstorben meine Tante Mina & einer meiner besten Freunde Abdersamad. Etwas wovon ich mich nie wieder mehr erholen werde. Davor gab es noch diese Echo Geschichte bei der ich nicht mehr wusste ob es jemals weitergehen kann oder jemals wieder wird wie es war. Viele Menschen haben mich musikalisch für Tod erklärt und sich von mir abgewannt, trotzdem habe ich selber nie aufgehört an mich zu glauben. Ich habe nie den Ehrgeiz verloren und habe weiterhin die Energie im Studio aufgebracht weil ich es genau diesen Leuten zeigen wollte. „Ich entscheide wann es vorbei ist“ egal wer denkt er hat jetzt kurz seine 2 Minuten, ich war vor ihm da und ich werde nach ihm da sein!!! Fast 2 Jahre habe ich im Studio gearbeitet, es sind bestimmt 40 Songskizzen entstanden. 14 (+4 EP) haben es letztendlich geschafft. Viele Leute haben mich auch mit Leib Seele unterstützt, @instara11e & @mo7art sind wahrscheinlich 2 der wichtigsten denen ich vieles im Leben zu verdanken habe Der Richter bei dieser ganzen Sache ist aber am Ende der Fan, er entscheidet ob es mir gelungen ist diese Emotionen in Energie umzuwandeln #genkidama

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Seitdem konnte man durchaus eine musikalische Neuausrichtung bei Farid erkenne. Unter die altbewährten harten Tracks mischen sich längst auch unironische Einflüsse aus anderen Genres, beispielsweise aus dem lateinamerikanischen Raum. Sein neues Album "Genkidama" erfährt gute Resonanz von vielen Fans und kommt kreativer und vor allem positiver daher als seine vorigen Alben. Es scheint ganz so, als hätte der Echo-Skandal tatsächlich Spuren hinterlassen, die mittlerweile immer deutlicher zu erkennen sind.

>Wir haben die "Genkidama"-Metapher aufgeschlüsselt und weitere "Dragonball"-Referenzen rund um die Platte unter die Lupe genommen:

7 Dragon Ball Z-Referenzen rund um Farid Bangs "Genkidama"

Mit einer der mächtigsten Attacken, die das Dragon Ball Z-Universum so hergibt, setzt Farid Bang mit seinem nunmehr achten Studioalbum "Genkidama" metaphorisch zur Zerstörung der Deutschrapszene an. Farids große Faszination für die epische Geschichte um den Saiyajin Son Goku schlägt sich dabei rund um die Platte nieder.


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