Bushido: "Das ist das schlechteste, beschissenste, größte Dreckslied"

 

Wer sich noch nicht die zweieinhalb Stunden vom neuen Bushido-Interview gegeben hat, der hat auch die Meinung des egj-Chefs zum Single-Business generell und einem Song ganz speziell verpasst. Zum Schluss (nach etwa 2:25 Stunden) kommen Bushido und Niko auf Streaming und den Einfluss dieser neuen Art, Musik zu hören, zu sprechen. Der Rapper spricht dabei einige interessante und vielleicht auch kontroverse Punkte an:

"Ich glaube, dieses Single-Business im Rap gibt es auch gar nicht. Du hast halt so ein Ding wie Kokaina, was durch die Decke geht. Das hast du wahrscheinlich alle paar Jahre mal. Dann hast du andere Musik, die durch die Decke geht – auch single-technisch – aber das ist für mich kein Rap mehr."

Ein paar Sätze später macht er mit einem Beispiel deutlich, was er damit meint. Holz von den 257ers sei nämlich "das schlechteste, beschissenste, größte Dreckslied", das er jemals gehört habe. 400.000 Leute sehen das bekanntermaßen anders.

Implizit sagt Bushido damit auch, dass der Begriff "Rap" für ihn mehr umschließt als gerappte Parts. Ok, bei Holz flexen Mike und Shneezin sich wirklich nicht die Seele aus dem Leib. Aber wenn wir von erfolgreichen Rap-Singles der letzten Jahre sprechen, dann sprechen wir auch von HollandKids (Marteria), Whatever (Cro), Willst du (Alligatoah), S*x ohne Grund (Ali Bumaye), Astronaut (Sido) und vielen weiteren Songs, in denen durchaus gerappt wird.

Was die Songs alle gemeinsam haben, sind gesungene Hooks. Womöglich trennt Bushido hier zwischen Rap und Pop. Man merkt, dass für ihn auch eine gewisse emotionale Komponente im Wort "Rap" stecken muss, wenn er solche Nummern nicht mehr als Rap bezeichnen würde. Aus unserer Erfahrung sieht es so aus, dass einige Fans Bushido zustimmen würden.

Siehst du das ähnlich? Machen gerappte Parts noch lange keinen Rap-Song aus?

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"Black Friday" bestellen: http://amzn.to/2rztDdK Es gibt wenige Deutschrapkünstler, die so lange aktiv, und trotzdem 2017 noch so relevant sind wie Bushido. In den letzten Jahren agierte er vor allem im Hintergrund und als Kollaborationspartner von seinen Ersguterjunge-Signings Shindy und Ali Bumaye.

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