Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass sich häufig bemitleidenswerte Menschen in Daily-Talk-Sendungen vor einem Millionenpublikum zum Affen machten und offensichtlich stolz darauf waren. Doch neben diesen fanden sich auch immer wieder junge aufstrebende Rapper in diesen Sendungen ein, um dort ordentlich auf die Kacke zu hauen. Zeit, sich mit den legendärsten Auftritten deutscher Rapper in Talkshows auseinanderzusetzen. So hast du deine Lieblingsrapper sicher noch nie gesehen.

1. Al-Gear

Al Gear ist dafür bekannt dafür, häufig schonungslos und unverblümt seine Sicht der Dinge darzulegen, ohne dabei Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen. So erläuterte er auch gewohnt sachlich dem Studipublikum bei Britt, was ihn an der Lebensweise eines transsexuellen Gastes störte.

Weiter geht es mit einem Atzen aus Berlin auf Seite 2...

2. Frauenarzt

Noch lange, bevor Frauenarzt hundertausende Tonträger an feierwütige Mollorcatouristen absetzen konnte, machte er sein Geld eigenen Angaben zufolge mit "Business" und widmete sein Leben seiner Gang. Worum es sich hierbei handelte, erzählte er bei Andreas Türck.

Auf der nächsten Seite stellt dir eine weitere Berliner Legende einen interessanten Tauschhandel vor...

3. Bushido

Gold-Rapper Bushido spricht hier explizit einen Tauschhandel an, den wohl auch einige unserer Leser bereits eingegangen sind oder zumindest bereitwillig eingehen würden.

Wie es weitergeht, erfährst du auf der nächsten Seite.

Finanziell schien er damals schon abgesichert zu sein.

Auf der letzten Page erwartet dich eine Legende der Feministenbewegung, die King Orgasmus Ones Texte zum Besten gibt...

4. King Orgasmus One

Schon jetzt legendär ist Alice Schwarzers Darbietung eines nicht ganz jugendfreien Textes des Berliner MCs King Orgasmus One.

Und zuletzt, das große Finale mit...

5. Farid Bang

Farid Bang ist wohl jedem Rap-Fan als nüchterner Erzähler bekannt, der ohne Übertreibungen ausschließlich die Wahrheit sagt. So versichert er hier glaubhaft, Frauen nicht auszunutzen und für jedwede sexuelle Gespielin tiefe Gefühle zu hegen. Hörer seiner Musik können das selbstverständlich bestätigen. :)

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Kommentare

Der Typ ist so real :D und wie geil Orgi ausm Publikum raussticht. Herrlich

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Ab Oktober: Hiphop-Kultur im Öffentlich-Rechtlichen

Ab Oktober: Hiphop-Kultur im Öffentlich-Rechtlichen

Von Djamila Chastukhina am 16.09.2021 - 12:55

Viele Elemente der Hiphop-Kultur finden sich eher selten im Fernsehen. Sender wie MTV strahlen zwar Musikvideos aus und News-Formate wie "Red!" lassen uns am Leben der großen Stars teilhaben. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk findet sich Hiphop jedoch hauptsächlich im Radio oder in Form von Podcasts oder YouTube-Videos wieder. Ab Oktober ändert sich das jedoch: Der deutsch-französische Sender ARTE plant diesen Herbst die Ausstrahlung zahlreicher Dokumentationen und relevanter Elemente von Hiphop und Rap im Fernsehen.

Auftakt: La Haine auf ARTE

Den Start der Programmreihe zur Hiphop-Kultur macht ein Klassiker: La Haine (Hass) wird am 1. Oktober im Fernsehen laufen. Der 1995 erschienene Film von Mathieu Kassovitz hatte einen großen Einfluss auf die Rap-Welt – und das nicht nur in Frankreich. Grund dafür war vor allem die Tatsache, dass viele Menschen aus den unteren Schichten sich mit den Protagonisten des Films identifizieren konnten.

La Haine zeigt 24 Stunden aus dem Leben von drei Jugendlichen, deren Realität von Drogenkonsum, Schmerz, Polizeigewalt - und natürlich Hass - geprägt ist. Armut, Geldsorgen und Kriminalität gehen dabei mit diesem Lifestyle Hand in Hand. Solch eine Lebensweise können viele Rapper von der Straße nachvollziehen, weshalb La Haine bis heute als Reference in vielen Texten benutzt wird:

"Dein Leben American Pie / Unser Leben La Haine"

DisarstarSick (2020)

"Wir sind la, la, la, la Haine Kidz, du Piç / Nur der Hass, der uns lenkt, denn wir kennen sonst nichts /

La, la, la, la Haine Kidz, du Piç / Wir f***en deine Mutter, was für Gangsterimage?"

NazarLa Haine Kidz (2016)

"Weg von Problem'n, weg aus der Gegend / Sie wünschen mein Leben, doch können's nicht versteh'n /

Bruder, viel zu kalt in der Stadt / Am Tag ist alles grau und dann weiß in der Nacht"

Kalazh44La Haine (2021)

"Guck ich leb' wie La Haine"

LucianoLa Haine (2019)

Und auch in Frankreich hat La Haine viele Rapper inspiriert: Der Soundtrack beinhaltete Tracks von Artists, die nach dem großen Erfolg des Films auch mit ihrer Musik durchstarten konnten. Dazu zählen unter anderem MC Solaar, Ministère A.M.E.R., Assassin und IAM

Dokumentation: Snoop Dogg – The Doggfather

Gleich im Anschluss an "La Haine" gibt es eine Ladung Hiphop aus Amerika: In einer von ARTE produzierten Doku wird die Raplegende Snoop Dogg (jetzt auf Apple Music streamen) unter die Lupe genommen. Es soll dabei laut ARTE das Spannungsverhältnis zwischen Armut und Reichtum, Kommerz und Authentizität und Anspruch und Realität beleuchtet werden:

"Die Dokumentation folgt den wichtigsten Stationen im Leben des Ausnahme-Rappers. Zugleich wird die Lebenswirklichkeit in den afroamerikanischen Armenvierteln und das Musikgenre Gangsta-Rap beleuchtet."

Benannt nach seinem Album "Tha Doggfather" bröselt die Dokumentation den Verlauf seiner Karriere auf und kann einen tieferen Einblick in das Leben des Rappers und Entrepreneurs geben.

Hiphop Webserien: DIY und Deutschrap

Am 15. Oktober findet die Erstausstrahlung der Webserie "Hiphop & Internet – Do It Yourself" auf ARTE statt. Über zehn Jahre wurde diese Serie in den USA gefilmt und versucht herunterzubrechen, wie die Hiphop-Szene die sozialen Medien und die Internetlandschaft beeinflusst.

Aber auch Deutschrap wird diesen Herbst im ÖRR nicht außen vor gelassen. Falk Schacht stellt in der Web-Doku "We Wear the Crown – 40 Jahre Rap aus Deutschland" nämlich die gesamte Deutsche Rapgeschichte vor: Von den Anfängen in den 80ern bis hin zur von Frauenpower geprägten Gegenwart im Jahr 2021. Die sieben Folgen der Serie sollen eine Mischung aus einer Mischung aus Archivmaterial und bisher unveröffentlichten Interviews darstellen.

Weitere Ausstrahlungen

Der Oktober und Dezember halten noch mehr für die Hiphop-Fans bereit: Von der Geschichte der Breakdance-Szene in Afrika bis hin zu Dokumentationen über Artists wie Run DMC oder die Beastie Boys ist alles dabei.

Mehr Informationen findest du hier.


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