"Bossaura 2"? Kollegahs Alter Ego macht Fans Hoffnung auf Frieden mit Sun Diego

Kollegah und Farid Bang schlüpfen für die andauernde Jung Brutal Gutaussehend 3-Promophase auch in ihre Rollen Farid Ben und Friend. Die beiden alten, reifen und vorbildlichen Rapper bilden den perfekten Gegensatz und haben auch bereits einen Disstrack gegen Farid Bang und Kollegah veröffentlicht.

Im Rahmen des Social Media-Grinds von Friend (friendderarbeiterofficial) gibt es auch einen sehr bemerkenswerten Post, der sich um einen gewissen Moon Diego dreht. Friend, der Arbeiter (nicht zu verwechseln mit Kollegah der Boss), zeichnet darin den gemeinsamen Werdegang der beiden betreffenden Künstler nach.

Unnötig zu erwähnen: Das Ganze erinnert natürlich massiv an den gemeinsamen Werdegang von Kollegah und Sun Diego beziehungsweise SpongeBozz. Kollegah – pardon: Friend – nennt sogar einige Kritikpunkte aus den Disstracks von Sun Diego und kommt letztlich zu einem höchst interessanten Ende:

Friend bietet Moon Diego am Schluss nämlich nicht nur Frieden an, sondern gibt auch offiziell bekannt, dass er sich eine erneute Zusammenarbeit à la Arbeiteraura 2 nicht abgeneigt wäre. Zum Vergleich: Sun Diego und Kollegah haben auf Bossaura damals gemeinsame Sache gemacht. Ein Bossaura 2-Release würde sicherlich für Wirbel sorgen.

Die Frage bleibt, wie ernstzunehmen das Ganze ist. Es passt einfach zu gut zur Rolle des überfreundlichen, reifen und versöhnlichen Friend, mit einem alten Kontrahenten Frieden zu schließen. Vielleicht gehört es einfach nur zur Rolle. Möglicherweise handelt es sich aber auch um mehr als nur um einen kleinen Scherz.

In jedem Witz soll ja bekanntlich auch ein Fünkchen Wahrheit stecken. Was meinst du?

Ihr habt alle darauf gewartet und jetzt ist es soweit, die offizielle Stellungnahme über die Konflikte zwischen Moon Diego und mir.... Ich kenne den lieben Diego schon seit meiner Kindheit und irgendwann kam es dazu, dass ich ihn aufs #Arbeitertape3 packte auf dem Song "Grüner Umweltcharakter". Als die Zeit dann endlich reif war, könnte man sogar so weit gehen und sagen, dass ich ein Kollaboalbum namens #Arbeiteraura mit ihm fertigte, dass das Rapgame, so wie unser Image spaltete. Alles lief gut zwischen uns, er bekam sein Geld und die Reichweite. Jedoch gab es da einen Minecraft spielenden YouTuber, der eine große Community besaß und den lieben Moon Diego des Öfteren beschimpfte, da er auf einem Album mit mir ja nicht drauf passen würde und somit das ganze Album versaut hat. Zu dieser Zeit war mein Vokabular nicht so reif und vorbildlich geprägt wie heute, weswegen ich ihm dauernd sagte "Scheiss auf die hater" und ihn motivierte mit mir eine fantastische Tour zu spielen. Am Tag des Tourbeginn, tauchte er leider nicht auf, aufgrund der panischen Angst der Minecraft-Community des YouTubers. Dennoch tauchte er im Laufe der Tour wieder auf und wir haben sie zusammen beendet. Für die, die sich erinnern können, ihr könnt die einzigartige Bühnenleistung Moon Diegos und mir ja bezeugen, ihr wart ja schließlich dabei.... Danach haben wir uns leider nicht mehr gesehen und Leute redeten und redeten sodass eine gewisse Feindschaft zwischen uns entstand. Heute ist zwischen mir und Moon Diego alles friedlich. Er führt ein stark nach vorne gehendes Label namens Boxershort Top Partei, kurz #BTP. Er nahm sogar an meiner älteren Version der Seniorentransformation Teil. Ich wünsche Moon Diego alles gute für seine zukünftige Karriere und gebe hiermit bekannt, dass ich von einem Arbeiteraura 2 nicht abgeneigt wäre.#Arbeiteraura2 #Arv #grüsse #auch #an #die #BTPmember

2,467 Likes, 323 Comments - Friend Blume (@friendderarbeiterofficial) on Instagram: "Ihr habt alle darauf gewartet und jetzt ist es soweit, die offizielle Stellungnahme über die..."

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Was Kollegah heute über "Bossaura" denkt

Legacy erscheint in ungefähr einer Woche. Für Kollegah ist das ein guter Grund, um nochmal auf das vergangene Schaffen zurückzublicken. Nach Einblicken in alte Freundschaften und Kennenlernen-Stories zu bekannten Düsseldorfer Sprechgesangsartisten lehnt sich der Alpha Music-Boss zurück und betrachtet sein wohl kontroversestes Werk Bossaura .

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Haftbefehl & PA Sports ziehen Schlussstrich unter Beef-Historie

Haftbefehl & PA Sports ziehen Schlussstrich unter Beef-Historie

Von Michael Rubach am 07.06.2020 - 17:00

In aller Deutlichkeit haben PA Sports und Haftbefehl klargemacht, dass es zwischen ihnen keinen Streit mehr gibt. Schon Ende 2015 hatte sich die Lage merklich beruhigt. Dennoch scheint es PA ein inneres Bedürfnis gewesen zu sein, einen weiteren eindeutigen Haken hinter die bewegte Vergangenheit zu setzen. Haftbefehl hat sich ebenfalls in der Angelegenheit bereits zu Wort gemeldet.

Haftbefehl reagiert auf PA Sports Entschuldigung

Für seinen "Seelenfrieden", "Aykut" und "Allah" wählt PA in seiner Insta-Story den Weg der öffentlichen Entschuldigung. Dabei gibt er sich reflektiert und erklärt, dass er in seinem jetzigen Alter die Reife besitze, um sich einzugestehen, "dass das, was früher passiert ist, falsch gewesen ist." Jugendlicher Übermut und die Suche nach Competition hätten ihn damals angetrieben. Heute distanziert sich PA nun von dem Beef mit Haftbefehl und allen dazugehörenden Begleitumständen.

"Am Ende des Tages hab ich Aykut ohne triftigen Grund angegriffen und hab' die Negativität angezogen. Natürlich wurden mir daraufhin auch Sachen an den Kopf geworfen und ein riesiger Streit ist entstanden, der sich über Jahre hinweg gezogen hat. Aber ich will das nicht mehr."

2012 verteilte PA auf "100 Bars Reloaded" einen Seitenhieb an seinen Kollegen. Drei Jahre später rappte PA auf dem Disstrack "250 Bars Payback" dann vor allem über seine damaligen Probleme mit Haftbefehl und dessen jüngeren Bruder Capo ein. Der Streit zwischen den Parteien ging wohl soweit, dass ein Auftritt von PA in Frankfurt nicht wie angedacht stattfinden konnte. Im gleichen Jahr folgte schließlich eine beidseitige Friedensbekundung.

Deutschrap-Beef hat keine Gewinner mehr (Meinung)

Wisst ihr noch, 2016? Fler gegen Kollegah, ein episches Interview, ein epischer Berlin-Tourblog, Live-Performance von "Fanpost" im Tempodrom. Auch wenn Kolle für viele als der Sieger des Social-Media-Beefs dastand, kann man aus heutiger Perspektive sagen, dass beide Seiten mit einem positiven Ergebnis aus der Sache gehen konnten.

2016 erzählte PA bei uns im Interview, dass er die gesamte Situation mit ein wenig Abstand anders angegangen wäre. 

"Ich bereue nicht in dem Sinne, dass ich was getan hab'. Ich stehe hinter dem, was ich tue. Aber jetzt, wo ich vier Jahre älter bin, würde ich das vielleicht nicht nochmal so machen."

Von jener angespannten Atmosphäre ist nichts mehr übrig. Stattdessen gibt der Essener Rapper eine Hörempfehlung für das "Das weisse Album" von Baba Haft ab und bekräftigt seine entschuldigenden Worte. Zusätzlich richtet er noch Grüße nach Frankfurt aus. Bei Haftbefehl ist die Botschaft des Life Is Pain-Bosses angekommen. Er bestellt ebenfalls via Instagram Grüße und fügt kurz und knapp hinzu, dass alles gut sei. Damit ist die Sache wohl endgültig aus der Welt.


Foto:

Screenshot via instagram.com/haftbefehl


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