Blutiger Rae Sremmurd-Gig: Swae Lee sieht von Klage gegen Fan ab

Früher flogen Unterwäsche und Kuscheltiere – heute fliegen Smartphones auf die Bühne. Während eines Gigs der "Dazed and Blazed"-Tour wurde Swae Lee von Rae Sremmurd Opfer einer Wurfattacke.

K104 on Twitter

NSFW* Fan wanted a selfie and threw her cell phone at @swaelee ...here's the result! Should he sue?? #dazedandblazedtour #K104 WARNING EXPLICIT LANGUAGE https://t.co/wDjPey2yw9

Ein weiblicher Fan aus dem Publikum schmiss offensichtlich ein Handy in Richtung des Rappers. Dem Anschein nach wollte sie ein Selfie ergattern. Zum Unglück von Swae Lee und des Fans traf das Gerät das Gesicht des Rappers. Als dieser bemerkte, dass er blutete, gab es kein Halten mehr. Auch sein Bruder Slim Jxmmi konnte ihn nicht beruhigen.

Immer automatisch die neusten Artikel zu Rae Sremmurd und Swae Lee bekommen! Abonniere jetzt unseren kostenlosen täglichen US-Rap-Newsletter!

Neben wüsten Beschimpfungen äußerte Swae Lee, dass er die Besitzerin des Handys verklagen werde. Sie hätte es wie einen Baseball geworfen.

"You throwing that sh*t like a motherf*cking baseball, man. I'm here trying to put on a show for ya'll."

Nach dem Gig hatte sich Stimmung von Swae Lee nicht wirklich verbessert. Er betont in einem Instagram-Video noch einmal, dass er das Mädchen verklagen werde:

#SwaeLee was injured tonight when a fan threw her phone on stage while he was performing in #Dallas ***SWIPE***

5,525 Likes, 475 Comments - the Jasmine BRAND (@thejasminebrand_) on Instagram: "#SwaeLee was injured tonight when a fan threw her phone on stage while he was performing in #Dallas..."

Der US-Star fühlt sich nach eigenem Dafürhalten entstellt und will die Übeltäterin zur Rechenschaft ziehen. Nie hätte er es für möglich gehalten, dass es soweit kommen würde. Die Betrachtung seines Gesichts (ein "Million Dollar Face") ließe aber keinen anderen Entschluss zu. Besonders seine Lippe bereitet ihm Sorgen:

"My lip looks like 16 n*ggas jump on me"

Kurze Zeit später meldet sich Swae Lee wieder zu Wort. In seiner Instagram-Story zeigt er sich deutlich weniger aufgebracht. Anstelle von weiterer Wut gibt es Liebe für die Fans und die Bitte darum, Augenkontakt herzustellen, sobald ein Selfie gemacht werden soll. Die angedrohte Klage hat sich vorerst erledigt.

Hätten die Jungs von Rae Sremmurd, die zusammen mit Wiz Khalifa unterwegs sind, es gleich so wie Kendrick Lamar gemacht, wäre eventuell gar nichts passiert. King Kendrick erteilte bei seiner "The DAMN. Tour" Smartphone Verbot.

Kendrick Lamar erteilt Smartphone-Verbot auf Konzerten

Viele Konzertbesucher können es sich gar nicht mehr vorstellen: Ihren Lieblingsstar nicht auf etlichen Fotos und Videos festzuhalten, wäre fast verschwendetes Geld. Doch Kendrick Lamar möchte seine Fans nun dazu ermutigen, den Moment zu genießen, indem sie ihre Smartphones während eines Konzerts nicht benutzen dürfen.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Verantwortlich für Drogentod? Lil Peeps Mutter verklagt Management

Verantwortlich für Drogentod? Lil Peeps Mutter verklagt Management

Von Michael Rubach am 08.10.2019 - 20:46

Wer trägt die Schuld daran, wenn ein junger Künstler an einer Überdosis stirbt? Lil Peeps Mutter Liza Womack sieht laut eines Berichts der New York Times das Management ihres Sohnes für dessen Drogentod vor zwei Jahren in der Verantwortung. Sie hat unter anderem Klage wegen Fahrlässigkeit und Vertragsbruch eingereicht.

Update: Das Management von Lil Peep hat sich gegenüber dem Portal The Blast geäußert und weist jede Schuld von sich:

"Lil Peeps Tod durch eine versehentliche Überdosis Drogen war eine schreckliche Tragödie. Die Behauptung das First Access Entertainment [...] in irgendeiner Weise für den Tod verantwortlich war, ist kategorisch falsch."

Lil Peeps Mutter verklagt First Access Entertainment

Laut der Klageschrift, auf die sich die New York Times bezieht, befand sich Lil Peep kurz vor seinem Tod in einem körperlich schlechten Zustand. Er sei ausgelaugt, erschöpft und gestresst gewesen. Statt sich um tatsächliche Hilfe zu bemühen, habe das damalige Management dafür gesorgt, dass Lil Peep fortlaufend für Shows zur Verfügung stehe. Damit der Rapper diese Prozedur durchhalte, sei er mit illegalen Substanzen und verschreibungspflichtigen Medikamenten ausgestattet worden.

Liza Womack erhebt diese Vorwürfe gegen Personen, die direkt mit Lil Peep gearbeitet haben. Die für den Rapper zuständige Management-Company First Access Entertainment (FAE) betreut ansonsten Stars wie Nicole Scherzinger oder Rita Ora.

#Repost @JustinBieber: @LilPeep

60 Likes, 2 Comments - First Access Entertainment (@firstaccessent) on Instagram: "#Repost @JustinBieber: @LilPeep"

Lil Peeps Mutter sieht sich bei ihrem Vorstoß in einer Art Fürsorgerolle. Sie mache sich Sorgen um andere junge Künstler, die den gleichen Mechanismen ausgesetzt sind. In einem Interview mit The Times beschreibt sie es so: "Das ist etwas, das ich als Mutter tun muss."

Lil Peep sei von der Management-Company nicht wie ein Mensch, sondern wie eine Ware behandelt worden. Die Personen in Peeps Umfeld sollen demnach den Drogenkonsum "gefördert" haben. Die emotionale, mentale und physische Belastung sei für den Rapper enorm gewesen. Das Wohlergehen des Menschen Gustav Ahr habe für FAE nicht an erster Stelle gestanden. Sollte es tatsächlich zu einem Prozess kommen, muss eine Jury von der Schuld des Management-Teams überzeugt werden.

Ein ganzheitlicher Blick auf das (zu kurze) Leben von Lil Peep startet noch 2019 in den Kinos. Die Doku "Everbody's Everything" soll im November anlaufen.

Trailer zur Lil Peep-Doku "Everybody's Everything" veröffentlicht

Von David Molke am 25.06.2019 - 18:26 "Free Meek" heißt die neue Doku-Serie von Amazon Prime Video, zu der es jetzt den ersten Trailer gibt. Jay-Z tritt bei der neuen Doku über Meek Mill als Executive Producer auf. Die Doku soll am 9. August als Stream bei Amazon bereit stehen.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)