"Berlin stirbt": YouTuber Miguel Pablo attackiert Capital Bra & Ufo361 mit Disstrack

Der YouTuber Miguel Pablo frontet in seinem aktuellen Musikvideo "Berlin stirbt" Capital Bra und Ufo361. Er scheint sich gegen die Verherrlichung eines exzessiven Lifestyles auszusprechen. In der Hook rappt Miguel Pablo in Anlehnung an Capital Bras Album und Ausruf "Berlin Lebt":

"Berlin lebt nicht, Berlin stirbt / Wegen Leuten wie dir sind wir am krepier'n"

Vorweg: Miguel Pablo leidet wohl unter einer psychischen Erkrankung. Dieser Umstand sollte bei allem Folgenden mitgedacht werden.

"Berlin stirbt": Miguel Pablo "disst" Capital Bra & Ufo361

Konzentrieren wir uns zunächst nur auf den Track. Umringt von vielen sehr jugendlichen Fans betont Miguel Pablo, dass "Berlin stirbt".

MIGUEL PABLO - BERLIN STIRBT (Official Video)

Miguel - PABLO ESCOBAR (official video) (prod. by 2Bough) https://youtu.be/aZFXH5fJiAw *Miguel Pablos Kampf aus der Psychiatrie - Die Dokumentation: https://youtu.be/aZFXH5fJiAw Zum Inhalt des Videos: Ich erzähle euch über mein ganzes Jahr in der Psychiatrie...wie ich von 100 auf 0 gefallen bin und aufgehört habe mit all den harten Drogen (wie Escobar - NARCOS).

Er berichtet von einem Aufenthalt in der Psychiatrie und eigenen Drogenerfahrungen. Nach der Andeutung in der Hook bringt er schnell Capitals Namen ins Spiel:

"Capital Bra ist der Mensch, den ich mein' / Er schrieb Dennis' Freundin, denn er war wieder high"

In der zweiten Strophe bezieht er sich dann auf Ufo361. Beide Rapstars repräsentieren für Miguel Pablo wohl das Böse. Der YouTuber scheint seinen Fans von den Künstlern und ihrer Lebensführung abraten zu wollen:

"Also hör auf mich und sche*ß auf den Spliff / Vergiss mal Ufo361, die Heuchler heut im Griff"

Zusätzlich verbreitet er in seiner Instagram-Story Ansagen, die in eine ähnliche Richtung und weit darüber hinaus gehen. Miguel Pablo inszeniert sich dort als deutscher Machine Gun Kelly. Er sieht in Capital Bra eine Art Eminem und verkündet: "Ich werde MGK sein Vater." Capitals Labelboss Bushido erwähnt Miguel Pablo ebenso und bringt ihn in einer Reihe von Beschimpfungen unter.

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25 x H*rensohn: Capital Bras Antwort

Capital Bras Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In seiner Instagram-Story konfrontiert Capital den YouTuber relativ eindimensional. Dem Rapper ist die vermeintliche Erkrankung von Miguel Pablo offenbar bekannt. Trotzdem sieht er sich zu einem Statement genötigt, das inklusive Hashtag 25 Mal das berühmte "H-Wort" enthält:

Capital Bra spricht davon, dass Miguel Pablo für seine "Worte gerade stehen" müsse. Capital bewertet Track und Ansagen als Schrei nach Aufmerksamkeit. In letzter Zeit positionierte sich Capital vermehrt öffentlich gegen vermeintliche Hater und Ungerechtigkeiten. So disste er beispielsweise Fler relativ unvermittelt auf "Ach Patrick ach".

Irre Promo oder tatsächlich schwer krank?

Geht es nach dem bekannten YouTuber Simon Unge ist Miguel Pablos Verhalten Teil einer zweifelhaften Promostrategie:


Foto:

Screenshot Kommentarbereich: MIGUEL PABLO - BERLIN STIRBT (Official Video) - https://youtu.be/Pt6v-pLtflw

Es gibt Anzeichen, die tatsächlich darauf hindeuten. Vor Veröffentlichung des aktuellen Videos verbreitete Miguel Pablo bereits ein vermeintliches "letztes Video". Auch ein anderer Track namens "Pablo Escobar" erschien vor nicht allzu langer Zeit.

Darüber hinaus hat sich Miguel Pablo schon vor ungefähr einem Jahr als Rapper versucht. Seine Videos wie "Armageddon" oder "Pablo Life" erreichten zwar mehrere Millionen Aufrufe, ernteten aber eher negatives Feedback.

Nach diesen musikalischen Gehversuchen erklärte Miguel Pablo im Video "Was ist los mit mir?", dass er sich in psychiatrischer Behandlung befinden würde. Die Geschichte seiner psychischen Erkrankung, die sich anscheinend über viele Jahre erstreckt, hat er zudem in einer Art Dokumentation festgehalten. Unter anderem erzählt er dort von ausuferndem Codeinkonsum und seiner Psychose.

Außerdem scheint Miguel Pablo Gefallen an Gesichtstattoos gefunden zu haben. Dieser Style in Verbindung mit der Codein-Geschichte zeichnet das Bild eines Jungen, der offensichtlich von einigen US-Rappern der Gegenwart inspiriert ist.

BERLIN IST TOD †

12k Likes, 36 Comments - Miguel Pablo (@_miguelpablo_) on Instagram: "BERLIN IST TOD †"

Die Ansagen in seiner (gelöschten) Instagram-Story vom 2. Dezember sowie das provokante Verhalten zeugen jedoch von einer gewissen Weltfremdheit. Miguel Pablo ist sowohl von seinem Talent als auch von seinem Status sicher nicht der deutsche Machine Gun Kelly. Die Herausforderung an Capital Bra klingt zudem wirr und eher verstörend.

Diesen Eindruck verstärkt ein Beitrag zum Videodreh von "Berlin stirbt". Der YouTuber DerTomekk berichtet, dass es "komisch" bei dem Dreh zuging. Angekündigt sei das Ganze als Fantreffen gewesen.

Exklusiv: Miguel Pablo verschenkt seine Sachen in Berlin

Miguel Pablo drehte in Berlin sein Musikvideo zu BERLIN STIRBT und wir waren exklusiv mit der Kamera dabei. --- " Social Networks: - Twitter: http://twitter.com/derTomekk - Instagram: https://instagram.com/derTomekk --- " Redaktion: - Tomasz Niemiec (Leitender Redakteur und V.i.S.d. § 55 Abs. 2 RStV), - Leslie Alan Pumm (stellv. Leitender Redakteur), - ...

Seine Aufnahmen zeigen Miguel Pablo als Jungen, der zwischen durchdachten Handlungen und Hyperaktivität pendelt. Einerseits ist dort zu sehen, wie er im Kreise seiner minderjährigen Fans harte Beleidigungen ausspricht. Andererseits spricht er relativ zusammenhanglos über sein Verhältnis zu Gott.

Manche von Miguel Pablos Schritte wirken kalkuliert. Andere Moves wiederum erscheinen wie Übersprungshandlungen eines Teenagers. Auch wenn der YouTuber selbst sagt, er sei geheilt, sendet sein Auftreten mitunter deutlich abweichende Signale. Ufo hat sich bisher nicht zu dem Track oder den Beleidigungen geäußert.

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Arafat Abou-Chaker in Berlin verhaftet

Arafat Abou-Chaker in Berlin verhaftet

Von Michael Rubach am 15.01.2019 - 13:05

Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, wurde Arafat Abou-Chaker nach einem Gerichtstermin in Berlin festgenommen.

Zunächst verurteilte das Gericht den ehemaligen Geschäftspartner von Bushido zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten. Er soll sich der Körperverletzung und der Bedrohung schuldig gemacht haben. Ein Hausmeister trat in diesem Fall als Geschädigter auf.

Gründe für den Haftbefehl: Verabredung eines Verbrechens & Anstiftung zur Entführung

Nach dem ergangenen Urteilsspruch vollstreckten Justizbeamte einen Haftbefehl. Laut Staatsanwaltschaft soll Arafat Abou-Chaker Leute gesucht haben, die Bushidos Kinder und seine Frau entführen. Auch eine Razzia aus dem November 2018 spielte bei der Verhaftung offenbar eine Rolle.

Bei der Festnahme geht es laut Spiegel zudem um einen weiteren Fall der Kindesentführung. Arafat Abou-Chaker soll die Kinder seines Bruders gegen den Willen der Mutter nach Deutschland gebracht haben. Nach Spiegel-Informationen wird Arafat-Abou-Chaker noch heute einem Haftrichter vorgeführt. Sein Verhalten bei dem Zugriff beschreiben Zeugen als "kooperativ".

Auseinandersetzung mit Hausmeister sorgt für erste Verurteilung

Der Gerichtstermin von Arafat Abou-Chaker geht auf einen Streit in einer Physiotherapie-Praxis zurück. Er soll dort im März 2018 einem Hausmeister gegenüber handgreiflich geworden sein und ihm mit dem Tod gedroht haben.

Der Anwalt von Arafat Abou-Chaker plädierte auf Freispruch. Letztendlich schenkte das Gericht den Aussagen des Opfers mehr Glauben. Arafat Abou-Chaker habe diesem "Finger in die Augen gesteckt" und "mehrere Schläge" sowie einen "Kopfstoß" verteilt.

Vor Kurzem wurde bekannt, dass sich Arafat Abou-Chaker Markenrechte an einigen Künstlern gesichert hat, mit denen er in den letzten Jahren zusammenarbeitete.

Arafat Abou-Chaker hat Markenrechte an Shindy und Samra - bald auch an Bushido und Capital Bra?

Die geschäftliche Situation von Shindy ist in der Öffentlichkeit nach wie vor ungeklärt. Etwas Licht ins Dunkel bringt ein Blick in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts, dass einige interessante Aspekte rund um die Lage von Shindy, Bushido, Arafat Abou-Chaker sowie weiteren (Ex-)EGJ-Künstlern bereithält.


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