Neue Infos zum Treffen zwischen Farid Bang, Laas Unltd., Kool Savas, Summer Cem, KC Rebell u.v.m.

Es war wohl DAS perfekte Foto zum Jahresabschluss: Kool Savas und Laas Unltd. sind gemeinsam mit Summer Cem, Farid Bang, KC Rebell, Veysel, Rooz, Dú Maroc, Sinan-G und einigen weiteren Personen zu sehen.

Doch wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Treffen? PA Sports, der ebenfalls dabei war, kurz vor dem Schnappschuss allerdings ging, klärt dich heute um 16 Uhr in einer neuen Folge #waslos auf.

Ein paar Details verraten wir dir aber schon mal.

PA erzählt, dass er genau zwischen Summer Cem und Kool Savas gesessen habe, als beide zum allerersten Mal nach Ekos Trennung von Optik Records miteinander gesprochen haben. Auf den Bruch folgten damals einige Disstracks und -verses.

Etwa zehn Jahre habe es dementsprechend Funkstille gegeben. Beide hätten allerdings geschmunzelt, als sie sich gesehen haben, und sich ausgesprochen.

Auch, dass Laas Unltd. gemeinsam mit Farid Bang auf einem Foto zu sehen ist, sei eine krasse Sache. Beide haben eine bewegte Vergangenheit mit vielen Seitenhieben. Einige Leute würden den Moment schlechtreden, weil sie nicht dabei gewesen sind. Generell werde auch immer über schlechte Momente gesprochen, nicht über die guten, so PA.

Zum Treffen kam es überhaupt, weil ein guter Freund Geburtstag gefeiert und alle zusammengebracht hat.

Weitere Infos gibt's um exakt 16 Uhr auf youtube.com/hiphopde! Da spricht PA unter anderem auch erstmalig über das Ende des Beefs mit Haftbefehl.

PA Sports über den Frieden mi Haftbefehl!

Freunde, jeder soll heute Abend machen, was er will, egal, ob mit Familie, Freunden, Bekannten oder alleine zu Hause. Eins steht aber fest: Morgen um 16 Uhr gucken wir ALLE #waslos mit Rooz und PA Sports über Haftbefehl, das Rapper-Treffen des Jahres, persönliche Schicksalsschläge und vieles mehr! ► Morgen 16 Uhr auf youtube.com/hiphopde► Mehr von PA Sports: hiphop.de/pa-sports

Posted by Hiphop.de on Donnerstag, 31. Dezember 2015

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Kool Savas über Streaming: "Man muss sich diesem Release-Wahnsinn nicht beugen"

Kool Savas über Streaming: "Man muss sich diesem Release-Wahnsinn nicht beugen"

Von Jesse Schumacher am 12.02.2020 - 16:13

Die Streaming-Dienste wie Spotify oder Apple Music sind in der heutigen Zeit gar nicht mehr wegzudenken. Sie beeinflussen nicht nur das Hörerverhalten, sondern prägen auch die Art und Weise wie Musik produziert und vermarktet wird. Nach GfK Entertainment und dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) ist die Anzahl der User auf Spotify im letzten Jahr um 30% gestiegen. Im Jahr 2019 nutzten 271 Millionen Hörer weltweit den Streaming-Dienst.

Kool Savas und Toxik über das Streaming-Zeitalter

Für den #Businessclass-Podcast des jungen Handelsblatt-Portals Orange sprachen die Moderatoren mit Kool Savas und Toxik über die Entwicklungen im Streaming-Zeitalter. Kool Savas sagt, dass ein Unterschied zu früher darin liegt, dass es sich damals schnell gezeigt hat, ob ein Album kommerziell erfolgreich wird oder nicht. Heute sei das Potential eines Songs, auch nach einiger Zeit noch erfolgreich zu werden, viel höher. Einen Grund sieht er beispielsweise darin, dass ein Song zur richtigen Zeit in der richtigen Playlist landen kann. Außerdem sei es für ein jüngeres Publikum durch die Abonnements bei Streaming-Plattformen heutzutage viel günstiger, neue Musik zu hören.

Doch nicht nur der Erfolg der Musik hängt vom Streaming ab. Auch die Musik habe sich verändert. Die Intros seien kürzer und meist beginnen die Songs mit dem Chorus. Kool Savas sagt:

"Das ist einfach nur, weil die Leute sofort erkennen sollen, um welchen Song es geht, damit sie nicht weiter skippen. Das Konsumverhalten hat sich verändert. Es ist so wie wenn du als Kind nachts alleine in einem Süßigkeitenladen eingesperrt bist und überall mal kosten kannst. Da muss irgendwas so krass bei dir hängen bleiben, dass du sagst, ich esse das jetzt noch mal. Im besten Fall läuft es so, man läuft da durch und nimmt sich von allem etwas."

Auch Toxik erkennt diesen Trend. Insbesondere deutscher Rap habe sich extremst verändert. Er sei viel melodischer und die Strophen kürzer geworden. Außerdem sagt er:

"Wenn man 25 Minuten ins Mikrofon schreit und super anspruchsvoll rappt, war das vielleicht früher cool, um Leute zu beeindrucken, aber der Algorithmus dankt es einem heute vielleicht nicht."

Im Vergleich zu früher sei außerdem erkennbar, dass die Frequenz der veröffentlichten Songs heute viel höher sei. Toxik erklärt sich das dadurch, dass bei Spotify auch die Anzahl der monatlichen Hörer*innen extrem wichtig sei. Diese werde hoch gehalten, wenn konsequent viele Tracks veröffentlicht werden. 

Kool Savas sieht diese Tendenz auch, betont aber, dass sich nicht jeder Künstler danach richten sollte. Er sagt dazu:

"Man muss sich diesem Release-Wahnsinn nicht beugen, das wäre totaler Blödsinn. Es gibt Künstler, zu denen passt das nicht. Das ist einfach eine andere Art und Weise, wie man damit umgeht. Aber für neue Künstler, die wirklich von Medien wie Instagram abhängig sind und damit auch intensiv arbeiten, ist das schon wichtig, dass die auch bei diesem Tempo mithalten. Sonst sind die nicht mehr auffällig genug."

Am Ende des Interviews wird deutlich, dass er die Entwicklung der Streaming-Dienste weder komplett positiv noch negativ einschätzt. Es gebe beide Seiten.


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