Ali As kein Ghostwriter mehr? Fler reagiert mit provokanter Andeutung

Ali As' Ghostwriting-Tätigkeiten waren immer ein offenes Geheimnis. Waren. Wie Ali kürzlich mitteilte, gehören die der Vergangenheit an.

"Ich freue mich euch mitzuteilen, dass ich seit über einem Jahr kein Ghostwriter mehr bin. [...] Wer etwas möchte = Gema", twitterte Ali gestern. Fler ließ sich von der Mitteilung zu einem Seitenhieb gegen Kollegah hinreißen und machte eine provokante Andeutung:

ALI AS on Twitter

Ich freue mich euch mitzuteilen, dass ich seit über einem Jahr kein Ghostwriter mehr bin Wer etwas möchte = Gema

FLER on Twitter

@AliAs_BM4G hätte ich früher gewusst das du Gema bekommst, hätte ich Fanpost 2 nicht geblockt Bruder! #sorry

Fler hatte Fanpost 2, das am 2. Septmber letzten Jahres erschien, nach nur wenigen Minuten sperren lassen.

Für Sticheleien scheint er trotz seiner jüngsten Aussagen über seine langjährigen Beefs also nach wie vor zu haben zu sein.

Aus und vorbei? Flers aktuelle Meinung zu Kollegah & Farid Bang

Seit Jahren beschäftigt uns der Beef zwischen Fler, Kollegah und Farid Bang. Im aktuellen Interview mit TV Strassensound erzählt Fler, wie er aktuell zu dem Thema steht. Seiner Meinung nach ist das Ganze relativ simpel: "Wir haben den Beef eh gewonnen, auch ohne Rappen. Einfach, weil wir cooler sind."

Kollegahs Disstrack "Fanpost 2" nach wenigen Minuten schon wieder offline

Während die halbe Rapszene kurz vor 18 Uhr auf Kollegahs YouTube-Kanal Bosshaft TV den F5-Button hämmerte, war man offenbar auch bei Maskulin bereit für den neuen Disstrack Fanpost 2: Nach wenigen Momenten waren die 18:30 Minuten, die sich gegen Fler richten, schon wieder offline.

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Von Graffiti zu "CCN": Fler rekonstruiert seine Hiphop-Geschichte

Von Graffiti zu "CCN": Fler rekonstruiert seine Hiphop-Geschichte

Von Michael Rubach am 27.03.2021 - 14:51

Fler taucht tief in seine persönliche "History of Berlin" ein: Flizzy lässt auf dem gleichnamigen YouTube-Kanal nämlich seinen eigenen Hiphop-Werdegang Revue passieren. Die ersten Berührungspunkte mit der Kultur, die Leidenschaft für Graffiti Writing und nicht zuletzt das Deutschrap-historisch wichtige Aufeinandertreffen mit Bushido – bis einschließlich 2003 beleuchtet der Maskulin CEO seine Hiphop-Sozialisation in der Hauptstadt.

Fler: "Da hast du zum ersten Mal gemerkt, es gibt eine Deutschrapszene"

In Süd-Berlin kam Fler schon in jungen Jahren mit Hiphop in Kontakt. Die stationierten Soldaten der Alliierten Streitkräfte verbreiteten den amerikanischen Spirit. Die erste Rap-CD kommt dabei vom Nachbarn: "Da Mystery of Chessboxin'" vom Wu-Tang Clan. Fler beschreibt, wie er in der Kultur Halt findet, sich beweisen will und nach Anerkennung sucht. Er habe "radikal" seine Kunst ausleben wollen. In der Schule sei es damals vor allem um Graffiti gegangen.

"Auf dem Schulhof gab's kein Thema, was so wichtig war wie Graffiti. Es war Wahnsinn, wie die Jungs alle auf diesem Film waren: 'Okay, Graffiti ist der Shit und wir müssen hier Qualität abliefern, wirklich auf 'nem hohen Niveau.' Da hat man schon gemerkt, es waren junge Kids, die Hardcore-Leute aus der Szene als Vorbilder hatten. In diesem Alter ging es wirklich darum, dass man mittlerweile genau seine Vorbilder in der Hiphop-Szene hatte. Jeder wusste: Wenn du dich morgen dazu bekennst, dass du Writer wirst, dann ist es mehr als nur: 'Ich mal jetzt 'n bisschen'. Dann war klar: Du bist Teil einer Szene, die nicht sehr einfach ist."

Immer wieder betont Fler das Berlin-typische Konkurrenzdenken. Es sei stets darum gegangen, sich zu behaupten und sich seinen Respekt zu verdienen. All das sei eine "harte Schule" für ihn gewesen. Das Kennenlernen mit Bushido während der Malerausbildung brachte Fler schließlich nach und nach auf die musikalische Schiene. Die Connection mündete bekannterweise in der Entstehung des stilprägenden Kollaboalbums "Carlo Cokxxx N*tten" (2002).

Die Begegnung mit anderen Teilen der Deutschrapszene auf dem Splash! Festival schildert Fler rückblickend hingegen als regelrechten Kulturschock. Vorher habe er Rap vor allem aus einer Berliner Perspektive wahrgenommen.

"Da hast du zum ersten Mal gemerkt, es gibt eine Deutschrapszene. Wir sind da mit paar Kumpels übers Feld gelaufen, haben das "Carlo Cokxxx N*tten"-Tape aus so Pappkartons für 10 DM verkauft und haben dann zum ersten Mal diese Käuferschaft von Deutschrap gesehen und es war für mich - bei aller Liebe - nichts, womit ich mich identifizieren konnte. Irgendwelche Dorf-Kiddies, die sagen 'Samy Deluxe ist der bessere Freestyler', war für uns mit dieser Berliner Mentalität nicht vereinbar."

Diese beschriebene Einstellung spiegelte sich wohl auch bei einem kleinen Konflikt mit Melbeatz wider. Mit der Queen of Beats, die damals bei Optik Records unter Vertrag stand, sei es auf dem Splash! beinahe zu einer Schlägerei gekommen. Ein auf den Boden geworfener Flyer sei der Auslöser gewesen. Heute kann Fler darüber vor allem schmunzeln: "Mel ist die Beste, ich liebe die."

Die Episode "History of Berlin" hört an dem Punkt auf, an dem Fler selbst einen Plattenvertrag bei Aggro Berlin bekommt. Ein zweiter Teil von Flers Berlin-Geschichte soll am kommenden Ostermontag erscheinen.

Eine Legende aus der Hauptstadt, für die Fler Hochachtung empfindet, war Maxim. Hier kannst du die Zeitreise mit dem bereits verstorbenen Hiphop-Pionier anschauen.

"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte


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