Eko Fresh erklärt, wieso German Dream für ihn mehr ist als nur ein Label

Eko Fresh hat bereits einen langen Werdegang in der Deutschrap-Szene hinter sich. Eine Sache, die man dabei immer mit ihm verknüpft hat: German Dream. 2004 gründete der Kölner das Label, das man definitiv auch Movement nennen könnte. Heute releast Eko seine Musik über German Dream Empire – und äußert sich beim Format Germania dazu, wieso er sich als Deutscher mit türkisch-kurdischer Abstammung eigentlich für diesen Namen entschied.

Dabei wird deutlich, wie viel Bedeutung Eko den zwei Wörtern eigentlich zuschreibt:

"Deutschland ist für mich meine Heimat. Da, wo ich es geschafft habe, aus dem Nichts etwas zu machen. Keiner kann mir sagen, dass ich das woanders geschafft hätte. Deswegen ist auch das Motto von meinem ganzen Label und von meiner ganzen Diskografie sozusagen Deutscher Traum. German Dream. Weil ich das zelebriere, dass du es von nichts zu etwas schaffen kannst, weil das ist das, was ich erlebt habe. Ich hatte gar nichts. Und wenn ich sage gar nichts, dann [meine ich] gar nichts. Vor fünf Jahren wusste ich nicht, was ich morgen esse."

Den "deutschen Traum" sieht Eko also offenbar in den Möglichkeiten, die die Bundesrepublik ihm eröffnet hat: "Man darf nicht unterschätzen, wie geil wir es hier haben, dass wir Redefreiheit haben, das könntest du in anderen Ländern gar nicht bringen. Was du hier alles schaffen kannst."

Eko Fresh l GERMANIA

Vor fünf Jahren wusste er noch nicht, woher er Geld fürs Essen nehmen sollte - heute lebt Eko Fresh den "German Dream". Warum er es hier und nirgendwo sonst schaffen konnte, erzählt der Kölsche Jung mit türkischen Wurzeln bei #GERMANIA. ___________________________ GERMANIA zeichnet ein aktuelles Portrait von Deutschland - und das ausschließlich durch die Augen von Menschen mit Migrationshintergrund.

Vordergründig geht es bei Germania um die Frage, was Künstler, die einen Migrationshintergrund haben, mit Deutschland verbinden, wie sie und ihre Familie sich integriert haben und was Heimat für sie bedeutet. Celo & AbdiOlexeshNimoMassivAK Ausserkontrolle waren unter anderem bereits zu Gast.

Wie es für Nimo war, in einer "typisch deutschen Kleinstadt" aufzuwachsen

Nimo spricht im Rahmen der Germania-Videoreihe darüber, wie es für ihn war, in Leonberg aufzuwachsen. Die Vorzüge der "typisch deutschen Kleinstadt" - mit Ruhe, Fachwerkhäusern und Käsespätzle - habe er beispielsweise erst zu schätzen gelernt, nachdem er öfter unterwegs und anderswo war.

Olexesh erklärt, was für ihn typisch deutsch ist

Olexesh spricht in einem kurzen Videoportrait darüber, was für ihn typisch deutsch ist und wie er Deutschland erlebt hat, als er als kleiner Junge hier angekommen ist. Dabei fällt besonders auf, dass Olexesh Deutschland als Einwanderungsland im positivsten Sinne erlebt hat: Nie zuvor sei er mit so vielen unterschiedlichen Menschen in Berührung gekommen.

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Max Herre spricht bei Germania über Fridays For Future, Athen & Haltung im Hiphop

Max Herre spricht bei Germania über Fridays For Future, Athen & Haltung im Hiphop

Von Robin Schmidt am 07.11.2019 - 19:15

In einer neuen Folge von Germania ist Max Herre zu Gast. Während die Kamera ihn durch die Straßen seiner Wahlheimat Berlin bis hin zu seinem Studio begleitet, geht er zunächst auf seinen Familienstammbaum ein. Dabei spielt natürlich seine Geburtsstadt Stuttgart eine tragende Rolle, in der der legendäre Freundeskreis entstanden ist. Max Herre erzählt, dass Politik in seiner Famile schon früh ein Thema war: 

"Ich komme schon aus dem politischen Kontext, familiär. Meine Mutter ist bis heute sehr engagiert. Mein Vater war es auch lange." 

Im Zuge dessen erinnert sich Max, dass er bereits in den 70er- und 80er-Jahren an Demos teilgenommen hat. Sein frühes politisches Engagement vergleicht er mit einer Bewegung der Jetztzeit: 

"Ich fühle mich sehr erinnert bei Fridays For Future an meine Jugend und an diesen Geist, dieses Entstehen eines Bewusstseins für Zusammenhänge, politische, wie gesellschaftliche. Auch die Dringlichkeit, mit der man diese politischen Diskussionen führt, kann ich sehr nachempfinden." 

Ein weiterer wichtiger Ort in Max Herres Geschichte ist Athen. Nicht umsonst hat er sein Album so genannt: 

"Mein Vater ist dort 1988 hingezogen, weil er dort arbeitete und war dann ein paar Jahre da. Es ist einfach ein Ort, an dem wir ganz viel waren, viele Freunde haben. Es ist ein Ort, wo ich genau weiß, wie es riecht." 

Außerdem sieht Max Herre in der Gesellschaft einige Notwendigkeiten, bei denen man Haltung zeigen sollte: 

"Es gibt sowas wie Hiphop mit rechten Inhalten. Ich glaube, es ist noch wichtiger und wird noch dringlicher Haltung zu zeigen. Ich glaube, dass wir vor allem eine neue Situation haben, was die Orientierung junger Leute angeht."

Am 8.November erscheint Max Herres neues Album "Athen". 


Max Herre über Fridays for Future, Athen als Sehnsuchtsort und weiße Privilegien

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