Warum Ice Cube den Oscar-Boykott lächerlich findet

 

Den Oscars mangelt es an Vielfalt. Das behaupten zumindest diverse Künstler, die mit dem Hashtag #OscarsSoWhite auf die Missstände aufmerksam machen wollen. Das zweite Jahr in Folge ist bei den Awards kein schwarzer Schauspieler in einer Darstellerkategorie nominiert. Nun befindet sich auf einmal auch Ice Cube in der Mitte der Debatte.

Nachdem Will Smith und seine Frau Jada Pinkett Smith einen Oscar-Boykott androhten, äußerte sich Ice Cube bei der Graham Norton Show zu dem Thema. Der N.W.A-Film Straight Outta Compton, an dem er maßgeblich als Produzent beteiligt war, erhielt keine Nominierung für den Besten Film. Auch kein Schauspieler wurde nominiert. 

Dennoch sieht Ice Cube die Sache ziemlich entspannt und erklärt, er habe die Awards sowieso nie besucht: "I never used to go anyway. You can’t boycott something that you never went to anyway."

Außerdem müsse man sich die Frage stellen, aus welchem Grund man eigentlich Filme macht: "We don’t do movies for the industry. We do movies for the fans, for the people. And the industry, if they give you a trophy or not or pat you on the back or not, it’s nice but it’s not something you should dwell on. (...) We got so much praise for the movie. So how could we be mad that one other Academy or guild or anybody didn’t say it’s their number one?"

Eine interessante Einschätzung von Ice Cube, der den Oscars scheinbar einfach nicht so viel Bedeutung beimisst und den ganzen Boykott als ziemlich lächerlich beschreibt: "It’s like crying about not having enough icing on your cake. You know what I mean? It’s just ridiculous."

Die Academy hat mittlerweile übrigens trotzdem auf die Androhungen reagiert und erklärt, man wolle bis zum Jahr 2020 die Zahl der Frauen und Angehörigen von Minderheiten unter den Mitgliedern verdoppeln.

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