Release des Monats: Wer im Dezember am meisten überzeugt hat (Umfrage-Ergebnisse)

Um das Jahr 2017 aus raptechnischer Sicht endgültig abzuschließen, haben wir in der Community nachgefragt, welches Dezember-Release am meisten überzeugen konnte. Dabei standen einige große nationale sowie internationale Releases zur Auswahl: Entsprechend durchmischt präsentiert sich das Ergebnis.

Mit 7,2 % der Stimmen kann Jeyz mit seinem Album "So machen wir das hier" Platz #5 erreichen. Anfang Dezember releaste er sein neues Werk über Azads Label Bozz Muzik. Unterstützung gab es dabei nicht nur von seinem Labelchef, sondern unter anderem auch von den Feature-Gästen MoTrip, RAF Camora und Olexesh.

Platz #4 belegt US-Rap-Ikone Eminem. Für sein neues Album "Revival" stimmten in unserer Umfrage 8,9 %. Während die einen begeistert von Ems neuer Platte sind, zeigen sich andere Fans enttäuscht. Mehr dazu:

Das große Problem auf Eminems "Revival" - On Point

Das achte Eminem-Soloalbum seit "The Slim Shady LP" ist endlich da. Nach einer kuriosen Promophase und ungewöhnlichen Singles gab es laut Aria dann leider doch "nur" ein Pop-Album mit "Revival". Kein soundtechnischer roter Faden, zu viel Sensationsgier und zu wenig Augenmerk auf Eminems großer Stärke. So sein Urteil.

Für Travis Scott und Quavo geht es mit ihrem Kollaboprojekt "Huncho Jack, Jack Huncho" auf Platz #3. 10,8 % der User stimmten für das Release, das am 22. Dezember erschien und vermutlich eines der Cover des Jahres 2017 vorweisen kann. Hier anhören:

Ein gutes Stück davor liegt RAF Camora. Mit 18,7 % der Stimmen landet sein Free-Album "Anthrazit RR" auf Rang #2. Der Wiener veröffentlichte das digitale Album als Dankeschön an seine Fans. Wie die Platte bei denen ankam, erfährst du hier:

So kommt RAF Camoras "Anthrazit RR" bei der Community an

RAF Camora hat sich mit "Anthrazit RR" den langjährigen Traum verwirklicht, seinen Fans ein Geschenk in Form eines ganzen kostenlosen Albums zu machen. Ob die Überraschung gelungen ist, zeigte sich in den vergangenen Tagen schnell. Ihr solltet uns in einer Umfrage beantworten, wie ihr das neue Gratis-Album von RAF Camora findet.

Überraschend ist es nicht: Kollegah und Farid Bang beherrschten mit "Jung Brutal Gutaussehend 3" den Dezember und somit auch unsere Umfrage. Ganze 36,8 % stimmten für den dritten Teil der "JBG"-Reihe, der mit harten Disses und jede Menge Wortwitz daherkommt:

Gegen Bushido, Shindy & Co.: Die Disses von "Ave Maria" im Überblick

Mit Ave Maria haben Kollegah und Farid Bang soeben die letzte Videosingle vor dem Release ihres Kollaboalbums JBG 3 veröffentlicht. Darin bestätigt sich, was die beiden Düsseldorfer in den letzten Tagen bereits in den sozialen Netzwerken andeuteten: Es fallen jede Menge Disses.

Die Zahlen im Überblick:

1. Kollegah & Farid Bang – Jung Brutal Gutaussehend 3  36,8 %

2. RAF Camora – Anthrazit RR  18,7 %

3. Travis Scott & Quavo – Huncho Jack, Jack Huncho  10,8 %

4. Eminem – Revival  8,9 %

5. Jeyz – So machen wir das hier  7,2 %

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Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Von Michael Rubach am 30.11.2020 - 20:52

Machine Gun Kelly musste für sich feststellen, dass viel Aufmerksamkeit nicht immer zu stabilen Verkaufszahlen führt. In einem kürzlich erschienenen Interview mit Schauspieler Dave Franco spinnt der Boyfriend von Megan Fox eine Theorie Rund um den Beef mit Eminem. Dass zu jener Zeit alle Augen auf den "Rap Devil" gerichtet waren, spiegelte sich nämlich nicht in den Charts wider.

Machine Gun Kelly fühlte sich nach Eminem-Beef "ausgezählt"

Im Spätommer 2018 droppte Machine Gun Kelly den Eminem-Disstrack "Rap Devil", nachdem er auf dessen Album "Kamikaze" ein paar Zeilen abbekommen hatte. Eminems Antwort "Killshot" folgte kurze Zeit später. Im Nachgang des öffentlich viel diskutierten Beefs ließ MGK erst eine mäßig laufende EP und anschließend sein Album "Hotel Diablo" folgen.

Darauf knüpft er auf dem Track "Floor 13" auch direkt mit einer Line an das Battle an. Doch von der langwierigen Auseinandersetzung konnte er mit Blick auf die Zahlen nicht profitieren. In der ersten Woche sprang bei knapp 40.000 verkauften Einheiten am Ende Rang #5 heraus. Seine drei vorigen Alben gingen jeweils Gold.

Dave Franco erkundigt sich nun, ob es bei MGK mal Momente gab, in denen er aufgeben wollte, weil er sich mit seiner Musik nicht verstanden gefühlt habe. In seiner Antwort spricht er die Reaktionen auf "Hotel Diablo" nach dem Eminem-Beef an. Er macht klar, wie stolz er auf die Platte ist und erklärt, dass den Leuten die Qualität des Albums bei der Beurteilung total egal gewesen sei. Es wäre aus Prinzip gehatet worden.

"Ja. [Das Album von 2019] 'Hotel Diablo' ist das für mich, weil es das erste Mal war, dass ich mein wahres Selbst ohne äußeren Einfluss vom Label zum Ausdruck bringen konnte. Als Hiphop-Album ist es von vorne bis hinten makellos und deutet die Entwicklung an, wie ich zu einem Pop-Punk-Album gekommen bin. Aber es kam zum Abschluss dieses berüchtigten Beefs [mit Eminem]. Also wollte niemand, sich damit beschäftigen. Es ist so, als ob du einen beschissenen Film machst und gleich danach einen großartigen Film herausbringst, aber die Leute möchten sich darauf konzentrieren, dass sie alles hassen, was du gerade getan hast. Was ich in dem Beef gemacht habe, war genau das, was es sein sollte, aber das folgende Projekt wurde nicht willkommen geheißen.

("Yes. [The 2019 album] 'Hotel Diablo' is that for me, because that was the first time I really expressed my true self with no outside influence, meaning the label. As a hip-hop album, it’s flawless front to back, and also a hint at the evolution of how I went into a pop-punk album. But it was coming off the tail-end of that infamous beef [with Eminem]. So no one wanted to give it the time of day. It’s like if you make a shitty movie and then you come out with a great movie right after, but people want to focus on the fact that they hated whatever you just did. What I did in the beef was exactly what it should be, but that project wasn’t welcomed.")

2020 läuft es hingegen bei Machine Gun Kelly: Seine diesjährige Pop-Punk-Platte war ein durchschlagender Erfolg. Von "Tickets To My Downfall" konnten über 100.000 Einheiten in der ersten Woche abgesetzt werden. Sein fünftes Album bezeichnet er selbst als "sein größtes Debüt". Es stieg erstmalig direkt auf der #1 ein. Für den Karrierekick macht Machine Gun Kelly seine Einstellung und die Umstände verantwortlich.

"Das nächste Album kam aus dem Gefühl heraus, bereits ausgezählt zu sein, also war es mir egal, was die Öffentlichkeit denken würde. Deshalb war das Projekt ironischerweise das, was am besten aufgenommen wurde, weil es das müheloseste mit dem geringsten Einfluss von außen war."

("The next album came from already feeling like I’d counted out, so I didn’t even care what the public was going to think. That’s why the project was ironically my best received one, because it was the most effortless, with the least outside influence.")

Hier kannst du in "Tickets To My Downfall" reinhören:


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