Sieg gegen Rassismus: Sylabil Spills Crowdfunding-Kampagne endet erfolgreich

UPDATE vom 04. März:

Sylabil Spill hat es geschafft: Seine Crowdfunding-Aktion für die Förderung junger Sprint-Talente ist zu einem erfolgreichen Ende gekommen. Das Ziel von 15.000 Euro konnte erreicht werden.

Explizit bedankt sich Spill bei der Moderatorin, Schauspielerin und Autorin Charlotte Roche. Sie habe das Ganze durch eine "sehr, sehr großzügige Spende" beendet, wie der Bonner Rapper auf Instagram erklärt.

Im Zuge der Kampagne macht der Rapper immer wieder auf rassistische Anfeindungen aufmerksam, die ihm für sein Engagement entgegenschlagen sind. Insofern ist die erfolgreiche Aktion auch ein Sieg im Kampf gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft.

Original-Meldung vom 13. Januar:

Sylabil Spill und andere POC-Rapper*innen werden aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion immer wieder Opfer rassistischer Beleidigungen in den sozialen Netzwerken. Gestern veröffentlichte Rapper einen Screenshot einer Nachricht, in der er für sein Projekt "Trackrunner" angepöbelt wird. Wie der Rapper in seiner Story sagt, wünschen ihm einige Nutzer*innen sogar, dass er für sein Engagement in den Knast wandert.

Sylabil Spill sagt, er erlebe täglich rassistische Beleidigungen gegen seine Person – Spätestens seitdem er sich negativ gegenüber der AfD geäußert hat. Über die Gründe für die Beschimpfungen sagt er:

"Ich denke die Politik und die Anonymisierung im Netz führen dazu, dass die Menschen ihr wahres Gesicht zeigen. Rassismus hat nichts mit Dummheit zu tun"

Mit dem Projekt möchte Sylabil Spill junge talentierte Nachwuchssportler unterstützen, die sonst keine Förderung bekommen. Weiterhin will er damit verhindern, dass die Kids auf eine schiefe Bahn geraten und sich stattdessen auf ihren Sport konzentrieren können. "Trackrunner" soll außerdem integrativ wirken und Jugendliche aus verschiedenen kulturellen und sozialen Schichten zusammenführen.

Sport ist immer schon ein wichtiger Bestandteil im Leben des Rappers gewesen. Als Junior spielte er Fußball in der dritten Liga und war auch als Sprinter aktiv. Seine Leidenschaft für beide Sportarten konnte er nicht weiter verfolgen, da ihm zwei Mal die Achillessehne riss. 

"Als ehemaliger Leistungssportler und lizenzierter Wettkampf-Trainer weiß ich, wie wichtig die bedingungslose Unterstützung des Trainer ist."

Auf einem Instagram-Kanal dokumentiert Sylabil Spill die Entwicklung der Kids. Unterstützung bekommt der Rapper bereits unter anderem von Samy Deluxe, Xatar, Afrob und Megaloh. Zudem kann jeder Fan des Projekts sich an der Crowdfunding-Aktion beteiligen, die Musitu Kumuini aka Sylabil Spill für seine Schützlinge ins Leben gerufen hat. Unter folgendem Link: https://www.leetchi.com/c/trainingscamp-ausruestung

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Cardi B & ihre Schwester von Trump-Fans auf $20 Millionen verklagt

Cardi B & ihre Schwester von Trump-Fans auf $20 Millionen verklagt

Von Michael Rubach am 24.09.2020 - 11:46

Drei mutmaßliche Anhänger von Donald Trump schielen auf das große Geld. Wie unter anderem Billboard sowie Page Six berichten, wurden Cardi B und ihre Schwester Hennessy Carolina samt Partnerin auf insgesamt 20 Millionen Dollar verklagt. Das Trio mit der "Make America Great Again"-Attitüde fühlt sich verleumdet und zu Unrecht als Rassisten diffamiert.

Cardi B teilt Streit am Strand mit der Twitter Community

Ein Tag am Strand Anfang September bildet den Ausgangspunkt der Klage. Die angeblichen Supporter des US-Präsidenten geben an, von Cardi Bs Schwester dort zugeparkt worden zu sein. Daraufhin habe sich ein Wortgefecht entwickelt. Sie berichten von "übler und bedrohlicher Sprache" sowie "diffamierenden Aussagen".

Die Zusammenfassung des Strandbesuchs aus der Perspektive des Anwalts hat ABC New York vorliegen: Seine Mandanten "genossen still und leise einen Sonntag am Strand von Smith Point mit ihren Familien, als Rap-Promi Hennessy Carolina plötzlich auf sie zukam, sie wütete, spuckte, beleidigte, angriff, diffamierte und bedrohte, während sie auf Video aufgenommen wurden, weil einer von ihnen ein MAGA Cap trug."

Cardi B erklärte damals auf Twitter, dass Trump Supporter ihre Schwester samt Freundin belästigt hätten. Eine Begründung lieferte sie gleich mit: "Alles nur, weil sie ein lesbisches Afro/Hispanic-Paar sind." Einen Clip des Vorfalls teilte sie ebenfalls auf Twitter mit ihren mehr als 14 Millionen Followern.

Kläger*innen weisen alle Vorwürfe von sich

Gegen diese mediale Darstellung haben die drei Trump-Fans Klage eingereicht. Sie sagten in einer Pressekonferenz, auf die sich wiederum das Portal Page Six beruft: "Wir sind nicht rassistisch. Wir sind keine Homophoben." Die Seite von Cardi B und Co soll das Videomaterial zudem bearbeitet haben, um die tatsächlichen Ereignisse zu verzerren. Die Pro-Trump-Mütze wäre des Weiteren einfach im Bereich des Strandes verfügbar gewesen.

Weiterhin sei der Ruf der Drei seit diesem Zwischenfall ruiniert. Das wirke sich auch konkret auf das Berufsleben aus. Außerdem würden die Kläger*innen unter Angst, Depressionen und emotionaler Belastung leiden.

Cardi B hat zu dem besagten Tag noch eine Audioaufnahme ihrer Schwester online gestellt. Darin ist Hennessey Carolina zu hören, wie sie die Situation am Strand beschreibt. Aus ihrer Sicht sei sie angegangen worden, weil sie mit ihrer Freundin Spanisch gesprochen habe. Ebenso habe man ihr nahegelegt, zurück in ihr eigenes Land zurückzukehren.

Die Kläger*innen streiten ab, etwas Rassistisches von sich gegeben zu haben. Auch an anderen Fronten muss sich Cardi B aktuell mit Anwälten auseinandersetzen.

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