Sneaker der Woche: Adidas Yeezy Boost 350v2 "Triple White"

Neue Woche, neuer Sneaker. Auch in der achten Kalenderwoche 2019 präsentieren wir euch die Kategorie Sneaker der Woche, in der Anne Lietz regelmäßg einen Schuh aus ihrer Sammlung pickt, der hier kurz vorgestellt wird. 

In dieser Woche hat sie zum Adidas Yeezy Boost 350v2 im Colorway "Triple White" gegriffen.

"Demokratische Philosophie" erfüllt? Größter Yeezy-Drop der Geschichte

Kanye Wests Vision, Sneaker für die Allgemeinheit zu machen, wurde lange nicht wirklich wahr. Das lag an den Stückzahlen der jeweiligen Yeezy-Modelle, die meist sehr limitiert waren. Als der Yeezy Boost 350v2 allerdings am 21. September des vergangenen Jahres releast wurde, stand der größte Drop in der Yeezy-Geschichte bevor.

Dementsprechend stolz - und auf seine eigene, unbescheidene Art und Weise - kündigte Kanye die Erfüllung einer demokratischen Philosophie durch die Abschaffung des Konzepts limitierter Releases an:

ye on Twitter

The triple white 350 release fulfills YEEZYS democracy philosophy. Removing the concept of making limited product this is the most widespread release today. Sign up at https://t.co/HikjJEC4Tq and https://t.co/pU1Ld7X6Pa

Doch in der Sneakercommunity war das Feedback darauf nicht ausschließlich positiv. 

Ist die Zeit der Yeezys abgelaufen?

Für viele war spätestens mit dem unlimitierten Release die Luft raus und der Hype vorbei. Die "Yeezy is dead"-Stimmung verbreitete sich unter vielen Sneakerheads, während andere den riesigen Release feierten. 

Aus Annes Sicht gibt es keinen Grund, den Yeezys den Rücken zu kehren - Hype hin oder her. Für sie sollte Hype nie ein Argument sein, einen Schuh zu kaufen oder nicht.

Getragen wird, was gefällt und am Fuß bequem ist. Dabei spielt der Hypefaktor keine Rolle. Und Adidas überzeugte aus ihrer Sicht mit den Yeezy Boost 350v2 im "Triple White"-Colorway erneut.

Gewohnte Shape & Boost-Sohle überzeugen

Für den Tragekomfort am Fuß sorgt allen voran Adidas' seit Jahren gefeierte Boost-Technologie in der Sohle des Schuhs. Darüber hinaus hielten Adidas und Yeezy die gewohnte Shape der Silhouette bei - zusätzlich gibt es die Heelstrap, die an der Ferse angebracht ist.


Foto:

Anne Lietz - @sneak.an


Foto:

Anne Lietz - @sneak.an

Der "Triple White-Farbweg ist für Anne ein schlichter Hingucker, der sogar an dunklen und grauen Wintertagen absolut ins Auge sticht. Einziger Nachteil: die Reinigung danach. 

Wie gefällt dir das Modell und die Farbauswahl? Ist der Yeezy-Hype beendet, hält er weiter an oder spielt das ohnehin überhaupt keine Rolle?

Falls du weitere Einblicke in Annes Sammlung bekommen möchtest, solltest du auf ihrem Instagram-Account vorbeischauen. Ansonsten kommt der nächste Pick in der kommenden Woche an dieser Stelle.

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Trump äußert sich auf Twitter zu A$AP Rocky

Trump äußert sich auf Twitter zu A$AP Rocky

Von Anna Siegmund am 20.07.2019 - 12:47

Gestern haben wir noch darüber berichtet, dass sich Kim Kardashian West und ihr Ehemann Kanye West bei Donald Trump für die Freilassung von A$AP Rocky einsetzen. Heute hat sich der für seine Tweets berüchtigte amerikanische Präsident bereits auf seiner favorisierten Social-Media-Plattform dazu geäußert:

""Habe grade mit Kanye West über die Inhaftierung seines Freundes A$AP Rocky gesprochen. Ich werden den sehr talentierten schwedischen Premierminister anrufen, um zu gucken, wie wir A$AP Rocky helfen können. So viele Leuten hätten die Lage gerne schnell geklärt!""

Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten

Die Verhaftung des Rappers wird kontrovers diskutiert, nicht nur der Präsident der Vereinigten Staaten mischt sich in die Inhaftierung von A$AP Rocky ein. Auch zahlreiche US-Stars neben der Kardashian-Familie solidarisieren sich mit dem Rapper, der den Grund seiner Verhaftung auf Instagram dokumentierte. Aktuell wird in Schweden wegen Körperverletzung ermittelt, nachdem zwei offenbar sehr aufdringliche Personen A$AP Rocky trotz einiger Aufforderungen, einen anderen Weg zu gehen, über einen längeren Zeitraum verfolgten und die Situation anscheinend in einer Schlägerei endete.

Nach Festnahme in Schweden: US-Stars solidarisieren sich mit A$AP Rocky

Die Verhaftung von A$AP Rocky in Stockholm hat das #FreeRocky-Movement losgetreten. Einige US-Stars haben zudem bereits ihre Konsequenzen aus dem Umgang mit Rocky gezogen: Tyler, The Creator, Lil Yachty und ScHoolboy Q werden wohl demnächst keine Reise ins skandinavische Land antreten.

Der Tweet des amerikanischen Präsidenten bewirkt zahlreiche belustigte, verärgerte und auch erfreute Reaktionen, die unter anderem deutlich machen, wie absurd der Vorgang um A$AP Rocky tatsächlich ist.

Der deutsche Satiriker Shahak Shapira spielt auf seinen Streit mit Fler an und antwortet dem Präsidenten:

"Donals ruf mir an geht um Fler" [sic]

Auch zahlreiche weitere User*innen entgegnen dem Tweet mit Anfragen, doch auch andere Prominente aus dem Gefängnis zu holen. Weitere finden, Trump habe in diesem Fall einen richtigen Punkt, auch wenn er sonst keine gute Politik mache.

Die Polizeiwache aus dem schwedischen Södermalm, die für ihre Kommentare im Internet bekannt ist, äußert sich ebenso unter Trumps Tweet. Sie erklärt ihm, dass er nicht nur auf die Entscheidung der schwedischen Justiz zu warten, sondern diese auch zu akzeptieren habe. Der schwedische Primeminister habe sich ebenso wenig einzumischen wie er, der amerikanische Präsident.

Trump äußert sich rassistisch auf Twitter

Die Diskussionen um den Tweet des Präsidenten zu A$AP Rockys Verhaftung können auch eine gelungene Ablenkung von den Vorwürfen sein, die sich Trump zuletzt ebenfalls auf Twitter einhandelte. Er ist zuletzt durch rassistische Äußerungen gegenüber weiblichen Kongress-Mitgliedern der demokratischen Partei aufgefallen. Er warf ihnen vor, den Amerikaner*innen Vorschläge für eine funktionierende Regierung machen zu wollen, obwohl sie doch selbst aus Ländern kämen, in denen die Regierung gar nicht funktioniere, sie korrupt oder eine Katastrophe sei.

"Why don't they go back and help fix the totally broken and crime infested places from which they came."

Anstatt nach der berechtigten Kritik an dieser Aussage zurückzurudern und sich bei den Frauen zu entschuldigen, entschied sich der amerikanische Präsident sogar noch dafür, seine Worte in einem Statement vor dem Weißen Haus zu wiederholen. Er sei kein Rassist, aber wenn jemand ein Problem mit dem Land habe, solle man es doch einfach verlassen.

Angela Merkel solidarisierte sich in ihrer traditionellen, letzten Pressekonferenz vor der Sommerpause mit den Frauen, die Trump mit seinem Tweet angriff und erklärte auf Nachfrage ungewöhnlich direkt:

"Ich distanziere mich davon entschieden und fühle mich solidarisch mit den drei attackierten Frauen."

Vielleicht soll der Versuch, einen schwarzen, bekannten Rapper aus dem Gefängnis in Schweden zu befreien, auch ein Versuch sein, sich den Rassimus-Vorwürfen zu entziehen. Allerdings schien Trump in den letzten Jahren nur sehr wenig darauf gegeben zu haben, was andere von ihm halten. Zumal er aus seiner eigenen Partei nur wenig Gegenwind in der Debatte um seine rassistischen Aussagen erfahren musste.

Wichtig wäre es trotzdem, dass langsam etwas im Fall um A$AP Rocky passiert. Falls Trump tatsächlich für eine Beschleunigung der Entscheidung sorgen kann, sollte dennoch nicht vergessen werden, dass so eine Aktion vor wichtigen Entscheidungen bis 2020 in Amerika wieder gewählt - hoffentlich nicht wiedergewählt - wird, auch nur Werbung für die eigene Person sein kann. Oder auch dem eigenen Ego Trumps hilft, der sicher weiß, dass durch die schwedischen Gesetze ohnehin bald eine Entscheidung von der Justiz getroffen werden muss.


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