Escape Dead Island (PS3)
Escape Dead Island (PS3)

 

Was wäre die Südsee ohne... Zombies! Ähm… auf der Insel Banoi wurde beim Serienerstling der Südseeurlaub der anderen Art zelebriert. Nun erscheint mit Escape Dead Island ein Spiel, dass die Wartezeit zum 2015 erscheinenden Dead Island 2 verkürzen soll und das einiges anders macht, als die bisherigen Dead Island-Games.

Du warst begeistert vom Zombies plätten in Egoperspektive? Du warst vom looten begeistert und fandest es überragend alle möglichen Waffen zu basteln? Dann ist Escape Dead Island nichts für dich, denn der "Zwischenhappen" setzt auf Cel Shade Optik, Schleicheinlagen, Rätsel und eine spannende Story. Geschockt?

Ok…lass uns nochmal beginnen. Escape Dead Island ist die Geschichte des Journalisten-Youngster Cliff Calo. Cliff recherchiert mit seinen Freunden Linda und Davon auf der Insel Narapela nach den Ursprüngen des Zombieausbruches, den Serienkenner bisher nachgespielt haben. Cliff ist nicht unbedingt ein sympathischer Typ - und ganz klar scheint er auch nicht zu sein, denn immer wieder scheint man als Spieler wahnsinnig zu werden. So findet man sich urplötzlich in einer komplett neuen, unbekannten Umgebung, die Zeit bleibt einfach stehen oder die Lichtverhältnisse verändern sich. Darüber hinaus erhält Cliff auch noch Funksprüche von Personen, bei denen man nie wirklich weiß, ob sie real sind oder sich Cliff diese Personen einbildet.

Escape Dead Island (PS3)
Escape Dead Island (PS3)


Wie bereits eingangs erwähnt spielt sich Escape Dead Island anders, als seine Vorgänger. So versucht man regelmäßig Zombies zu umschleichen, wobei man mittels eines Symbols über den Zombieköpfen erkennen kann, wie aufmerksam die Zombies gerade sind. Leider gibt es kein richtiges Deckungssystem, wobei Zombies einen trotzdem nicht erkennen, wenn man in Schleichstellung hinter einer Kiste kniet. Dennoch ist das Stealthelement etwas zu oberflächlich umgesetzt. Wird man doch einmal entdeckt hilft nur der Nahkampf. Wirklich strategisches Können verlangen die Kämpfe nicht und so haut man mit Axt, Keule oder - leider erst relativ spät verfügbar - Katana auf seine Gegner ein. Größere Gegner sollte man trotzdem umgehen und lieber lautlos beseitigen. Denn auch wenn die Kämpfe keine größere Strategie verlangen, machen einem die größeren Brocken das Leben schwer. Hat man den Kniff erstmal raus ist das mit dem Schleichen kein Problem mehr.

Grafisch macht Escape Dead Island eine sehr gute Figur. Klar, die Cel-Shade-Comic-Optik ist nicht jedermanns Fall aber als Abgrenzung für das Spin Off funktioniert die Optik. Auch die Zwischensequenzen sind aufwendig gezeichnet und lassen sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen. Leider darf man bei Escape Dead Island nicht zu genau hinschauen, sonst sieht man auch Pop-Ups, Clippingfehler oder Kantenflimmern.

Bewertung:
6 von 10

Fazit:
Escape Dead Island hätte deutlich besser sein können. Hätte man das Schleichen konsequenter und den Level- resp. Missionsaufbau besser gestaltet. So muss man lediglich den Kniff mit dem Schleichen verstehen und kann unbehelligt über die Insel "spazieren". Auch das regelmäßige Backtracking, also das zurückkehren zu bereits besuchten Orten, empfinde ich als nervig und dient vermutlich dazu noch etwas mehr Spielzeit zu generieren. Eigentlich schade, denn sowohl der spielerisch neue Ansatz weg vom Zombies erschlagen und Areale looten hin zum Action-Adventure als auch der Grafikstil gefallen. Immerhin schafft es die Story die Ursprünge des Zombieausbruchs zu klären und schlägt gekonnt die Brücke zu Dead Island 2.

Escape Dead Island (PS3)
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