Borderlands: The Pre-Sequel (PS3)
Borderlands: The Pre-Sequel
Hennessy

 

Bereits im Rahmen der GamesCon durfte Hiphop.de Hand an Borderlands: The Pre-Sequel anlegen und war von der luftigen Schwerkraft irritiert. Nun liegt die Verkaufsversion vor und wir geben Claptrap und seinen Freunden eine weitere, ausführlichere Chance.

Der Titel verrät es: Borderlands: The Pre-Sequel ist keine Fortsetzung sondern konzentriert sich auf die Geschehnisse zwischen dem ersten und zweiten Teil. Die Handlung spielt auf dem Mond Elpis von Pandorra – demnach also ein kleineres Szenario und Handsome Jack ist noch nur Jack – kein Superschurke. Wie aus Jack Handsome Jack wurde, genau das erfährt der Spieler in Borderlands: The Pre-Sequel und dies geschieht nicht ohne unsere Mithilfe. Was? Dem großen Schurken aus dem Borderlandsuniversum zu seinem Aufstieg verhelfen? Never! Oh – doch! Doch natürlich helfen wir Jack reinen Herzens. Denn die geheimnisvolle "verlorene Legion" möchte den Mond in die Luft sprengen und Jack ist der Anführer des Wiederstandes.

Borderlands: The Pre-Sequel
Borderlands: The Pre-Sequel


Ohne zu viel von der Story zu verraten macht es einem das Spiel emotional nicht immer leicht Jack zu folgen spart aber auch nicht am gewohnten Humor der Serie. Lass mich das Augenmerk auf die vier spielbaren Charaktere richten. Allesamt sind Serienveteranen bekannt. Athena aus dem Knoxx-DLC, Wilhelm und Nisha – Sheriff von Lynchwood – aus dem zweiten Borderlands und last but not least Claptrap. Der hinterlistige, nervige Roboter aus allen Borderlandsteilen ist endlich aktiv spielbar. Claptrap ist mit seiner "Kammerjäger.exe" das abwechslungsreiche Highlight, denn dank dieser Eigenschaft lädt sich Claptrap unterschiedliche Waffen in den Speicher und so ist er mal mit zwei Waffen unterwegs oder holt sich kleinere Claptraps zur Unterstützung. Der Spieler selbst hat keinerlei Kontrolle darüber, was sich Claptrap gerade lädt – so kann es mal positive, aber auch negative Überraschung aka Unterstützung bekommen.

Auch wenn die neuen Klassen etwas Abwechslung in die Borderlandswelt bringen, hat sich spielerisch kaum etwas getan. Und das muss im Falle von Borderlands nichts schlechtes sein. Immer noch sammelt man haufenweise Items und Waffen ein, immer noch machen die Levelaufstiege geradezu süchtig. Bei den Waffen gibt es nun auch Laser-, Blitz- und Eiswaffen. Lediglich die neue Schwerkraft ist, wie eingangs erwähnt, gewöhnungsbedürftig. So kommen vor allem zu Beginn die Gegner deutlich besser mit der Schwerkraft zurecht und ballern uns auch während wilder Sprünge von oben an. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, nutzt man als Spieler selbst die neue Schwerkraft und die Gegnerschaar hat nichts zu lachen angesichts von Doppelsprung, Gleitfunktion oder Schmetterschlag. Allerdings verbrauchen alle Sprünge Sauerstoff und den muss man als Spieler regelmäßig auffüllen. Letzteres ist das größte Manko von Borderlands: The Pre-Sequel, denn das ständige Nachfüllen ist bereits nach einer halben Stunde nur noch lästig.

Bewertung:
8,5 von 10


Fazit:
Borderlands: The Pre-Sequel ist eher ein Borderlands 1.5 als ein Borderlands 3. Deutlich weniger Szenarien als Teil 2, technisch auf dem Stand von Teil 2 und das nervige Sauerstoffauffüllen sind nicht wirklich ein Sprung vorwärts. Die neuen Charaktere allen voran Claptrap stehen auf der Aktivseite. Unterm Strich bleibt für Fans der Serie die klare Empfehlung zuzugreifen. Einsteiger sollten sich evtl. zuerst Borderlands 2 holen.

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