Openair Frauenfeld 2018: Darauf freut sich die Hiphop.de Crew am meisten

Morgen macht sich fast die komplette Crew von Hiphop.de auf den Weg Richtung Schweiz. Nachdem Rooz schon am Mittwoch bei der Pre-Party auflegt, findet von Donnerstag bis Samstag das Openair Frauenfeld statt. Headliner beim schon seit Januar ausverkauften Festival sind dieses Jahr Eminem, Wiz Khalifa und J. Cole. Etliche weitere große Namen sind auch am Start. Hier liest du, worauf unser Team sich am meisten freut.

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4,109 Likes, 293 Comments - Openair Frauenfeld (@openairfrauenfeldofficial) on Instagram: "Na, welcher Act ist dein offizieller #OAF18-Geheimtipp? #Openairfrauenfeld #OAF #Openair..."

Yma Nowak, Redakteurin

Nachdem ich mich die letzten vier Jahre aus Gewohnheit dazu entschieden habe, auf das nur 130 Kilometer von mir entfernte splash! zu fahren, freue ich mich am meisten auf meine allererste Openair Frauenfeld-Erfahrung im Allgemeinen. Wenn mir verwöhnter Berlinerin jemand erzählt hätte, dass ich Eminem zum ersten Mal in der Schweiz erleben würde, hätte ich ihm vermutlich einen Vogel gezeigt. Jetzt halten mich andere für verrückt, weil ich (unter anderem) aus diesem Grund über 800 Kilometer reise, anstatt darauf zu warten, dass die Legende in meine Stadt kommt. Mit einer riesengroßen Portion Vorfreude im Gepäck steuere ich auf Genre-Grenzgängerin IAMDDB zu, die dieses Jahr schon als Voract von Bryson Tiller abgerissen hat. Besonders gespannt bin ich außerdem darauf, was Haftbefehl so in seinen Taschen versteckt hat. Musikalisch gesehen natürlich.

David Büchler, Redakteur

Überflüssig zu erwähnen, dass ich mich auf das generelle Feeling eines Festivals freue. Es gibt aber Dinge, auf die ich besonders hinfiebere. Zum einen freue ich mich auf die Jungs von Zugezogen Maskulin, die bereits am Donnerstag um 16:45 Uhr auf der La Fabrik-Stage kluge gesellschaftliche Analysen mit ihrem ganz eigenen Swag liefern. Der zweite Auftritt, dem ich gespannt entgegen blicke, lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Denn Lil Xan, der Sonntag um 16:45 Uhr hoffentlich möglichst clean über die Bühne schlurfen wird, macht Kunst, die ich extrem feiere. Er ist ein Charakter, der eine spannende - wenn auch nicht besonders erbauliche - Story zu erzählen hat und das auf spannenden Beats tut. Ich befürchte allerdings, live enttäuscht zu werden.

Clark Senger, Chef vom Dienst

Auch wenn ich die letzten Alben nicht mehr feiern konnte: Eminem. Normal, ich hatte früher stan-mäßig mein Zimmer mit seinen Postern von ihm tapeziert. Ansonten auch viele der jüngeren Amis. Bisschen schade, dass Bausa gleichzeitig mit Lil Uzi Vert spielt – ich denke, das muss ich 50:50 aufteilen. J. Cole wird der Wahnsinn wie schon letztes Jahr in Köln. Skepta wird krass. Bin gespannt, wie RIN sich nach dem Abriss letztes Jahr auf der größeren Bühne macht. Ahzumjot hat bis jetzt noch immer extrem Spaß gemacht. Ski Mask The Slump God muss abgecheckt werden. N.E.R.D. und Joey Bada$$ sowieso. Auf die Battles habe ich auch sehr Bock und Klassenfahrt-Swag natürlich.

David Molke, Redakteur

Ich freue mich – wie wohl die meisten – vor allem darauf, Rapgott Eminem endlich live sehen zu können. Der Rest verblasst daneben fast schon. Aber nur fast. Ich hoffe auf neue Songs und eine brutale Show von Haftbefehl. Action Bronson soll vollen Körpereinsatz zeigen und jemanden in den Bach aka von der Bühne wirfen (solange niemand verletzt wird). Ansonsten bin ich durch diesen Unbekanntere-Acts-die-mehr-Aufmerksamkeit-verdienen-Artikel zum OAF auf einige Leute gestoßen, die ich mir gern live geben würde.

Openair Frauenfeld: 7 Acts, die mehr Aufmerksamkeit verdienen

Das Openair Frauenfeld 2018 geizt nicht mit absoluten Hochkarätern, als Headliner kommt schließlich Eminem. Aber auch abseits des ganz großen Trubels geht natürlich wieder einiges auf dem Festival: Beim OAF 2017 hat der damals noch deutlich unbekanntere RIN die La Fabrik-Stage abgerissen - bis zum Kollabieren.

Jonas Lindemann, Redaktionsleiter News

Das mag abgedroschen oder kitschig klingen, aber ich freue mich vor allem darauf, das ganze Team wiederzusehen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Wir arbeiten alle in ganz Deutschland verteilt von zu Hause aus. Abgesehen von den Moderatoren und Kameramännern sehen wir uns also alle nur zwei bis dreimal im Jahr. Was sehr schade ist, allerdings auch ein solch krasses Event wie das Openair Frauenfeld zu einer Art Klassenfahrt macht. Musikalische Highlights habe ich natürlich auch. Neben Eminem, der einfach heraussticht, denke ich, dass vor allem Migos, Hafti (vielleicht gibt es ja neuen Solostuff?) und RIN abreißen werden.

Aria Nejati, Redaktionsleiter Video

Freue mich darauf, eine der größten Raplegenden aller Zeiten, Eminem, zum ersten Mal live zu sehen. Lil Uzi Vert, Ty Dolla Sign und Lil Xan dürften für eine geiles Gleichgewicht der Waage sorgen. Ich glaube allerdings, J. Cole wird rückblickend das Live-Highlight des Festivals.

Michael Rubach, Redakteur

Meine musikalischen Vorlieben bringen öfter Dinge zusammen, die zunächst und auch mit ein bisschen Abstand kaum Gemeinsamkeiten aufweisen. Beim Ausblick auf das Openair Frauenfeld 2018 setzt sich diese Streuung fort. Ich hab richtig Bock darauf, wie die Migos mir effektbeladen davon erzählen, wie viel "Ice, Ice, Ice" sie sich umhängen. Eine ähnliche Vorfreude verspüre ich aber auf den inhaltlich reflektierten Conscious-Boy J. Cole und ausgeklügelte Bars, die ein klares Mindset vermitteln. Nicht nur das Leben, sondern auch ein Festival ist anscheinend wie eine Pralinenschachtel – da schmeckt einiges.

Toxik, Herausgeber

Ich hab Bock drauf, drei Tage mit dem ganzen Team unterwegs zu sein. Wir sind dieses Jahr über 20 Leute, fast das ganze Team ist dabei. Viele arbeiten sonst Zuhause oder in Co-Working Spaces, von Kiel bis Heidelberg, Berlin bis Düsseldorf. Die Hiphop.de Awards im Winter und das Openair Frauenfeld im Sommer sind die Highlights des Jahres.

Was Acts angeht, bin ich gespannt, was Capital Bra, Dardan und Luciano drauf haben. Es ist interessant, wie sich das Live Game weiterentwickeln wird. Bei anderen, wie Savas, Sido, Haftbefehl, freu ich mich privat, sie mal wieder zu sehen. Dazu kommen natürlich die US-Acts. Gucken, ob J. Cole auch live zu den Top 5 gehört. Rausfinden, ob ich Lil Uzi Vert feier, oder nicht. Skepta und Ski Mask abchecken. Joey Badass sehen. Ich werde drei Viertel verpassen, aber bei so vielen Acts wird trotzdem was Geiles dabei sein.

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Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Von Alina Amin am 23.01.2021 - 15:17

Ja Rule und 50 Cent verbindet eine lange Beef Historie, die einen düsteren Schatten auf die Karriere von Ja legt. Nicht nur wegen des Streits mit Fiddy sondern wohl auch wegen der Staatssicherheit. Im Gespräch mit Talib Kweli in dessen Podcast "The People's Party" nimmt Ja Rule seine Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit und reflektiert den Höhepunkt der Fehde mit 50 Cent. Er erklärt, dass ein Großteil des Schadens, den er erlitt, gar nicht mit 50 Cent zu tun hätte, sondern mit der Polizei. 

Ja Rule über den wahren Grund für seinen Untergang

Ja Rule berichtet von einer Phase in seiner Karriere, auf die er nun mit gemischten Gefühlen zurückblickt. Es geht dabei um seinen 2004er Track "New York", den er nun als "Beef-Song" bezeichnet. Er erklärt sodann, dass er damals unzufrieden mit sich selbst gewesen sei. Eine Zeit lang wäre er der krasseste Künstler gewesen und hätte überall stattgefunden. Dann kam 50 Cent, der damals erfolgreicher Newcomer im Dunstkreis großer Künstler wie Eminem war, und attackierte ihn.

Der Rapper erklärt, dass die Leute ihn zu der Zeit wohl satthatten. Deshalb fanden 50s Angriffe so viel Anklang. Was vielen Fans wohl weiterhin nicht bewusst sei, wäre, dass sich vieles hinter den Kulissen abspielten. Streit zwischen Geschäftsführern beispielsweise. Hinzu käme, dass Murder Inc, das Label auf dem Ja Rule groß wurde, zu der Zeit polizeilichen Untersuchungen unterlag. Das wäre der eigentliche Grund für den damaligen Untergang des Labels.

Ja Rule über 50 Cent "Er spielte auf beiden Seiten mit"

Die Polizei und Sicherheitsbehörden hätten damals alles bei Murder Inc leer geräumt und die Beziehungen zur Szene zerstört. Wenn Leute also 50 Cent den Credit für das Ende des Labels geben, lägen sie falsch. Immerhin hätte es schon Hunderte anderer Beefs gegeben. Ein einzelner Mann könne ein ganzes Label nicht zerstören. 

Sodann erklärt er, dass 50 Cent auf beiden Seiten mitgespielt hätte. Einerseits hätte er vor den Behörden das Opfer gespielt und die Untersuchungen damit begünstigt. Andererseits hätte er in der Szene den Harten gemacht und Ja Rule gemobbt. Er beendet das Gespräch mit der Anmerkung, dass Fans und Außenstehende nie verstehen würden, wie die Situation wirklich ablief. Sie könnten nämlich nie einsehen, dass ihr "Held" (50 Cent) sich auch falsch verhalten hätte.

Das Interview könnt ihr euch hier anschauen:


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