Zwei Mann und Xavier Naidoo Unplugged: Ein Konzertbericht
Am 11. Oktober war es endlich soweit: Vodafone Music Unlimited lud zum  zwei Mann und Xavier Naidoo Unplugged Konzert im Berliner Admiralspalast. Schon der Empfangsbereich war sehr geschmackvoll geschmückt und die Scheinwerfer setzten die äußeren Wände des Palastes perfekt in Szene.

In der gemütlichen VIP-Lounge angekommen, wurde man von leckeren Häppchen und Snacks Willkommen geheißen. Kurz vor Beginn des Konzertes, begebe ich mich auf die Tribüne und verfolge das Geschehen. Langsam aber sicher zentrieren sich die Zuschauer unten und warten gespannt auf ihren Star. Vom üblichen Gedränge in der ersten Reihe ist keine Spur. Die Besucher unterhalten sich sichtlich angeregt und man freut sich gemeinsam auf Xavier Naidoo s Auftritt.

Support-Act: Daniel Stoyanov

Pünktlich um acht Uhr gehts los und der Support-Act Daniel Stoyanov betritt mit den charmanten Worten Nein ich bin nicht Xavier Naidoo die Bühne. Nur mit einer Gitarre bewaffnet beginnt er seinen ersten Song zu spielen und spätestens als er anfängt zu singen, richten sich alle Augen auf ihn. Er stellt uns einen Lovesong aus seinem Debütalbum Draußen vor der Tür vor und verzaubert die Besucher regelrecht mit seiner gefühlvollen Stimme. Er spielt noch ein paar weitere Songs, singt mal auf Englisch, mal auf Deutsch und schafft es, die Zuschauer gekonnt in seinen Bann zu ziehen. Bereits nach dem dritten Song schallen die ersten Jubelschreie durch den Raum und man ist sich einig, dass dieser 21-jährige junge Mann zweifelsohne Talent hat. Nach 35 Minuten verabschiedet sich Daniel Stoyanov unter tosendem Applaus. Den Bulgarischen Sänger als Support-Act zu Wählen war eine gute Entscheidung, da er perfekt zu Xavier s Sound passte. Daniel Stoyanov , ein Name den man sich merken sollte.

Zwei Mann und Xavier Naidoo Unplugged

Um Punkt 21 Uhr geht das Licht aus, der Spot an und selbiger richtet sich auf einen sichtlich gut gelaunten Xavier Naidoo . Sportlich-schick in Jeans und Jackett gekleidet, betritt er die Bühne und seine reine Anwesenheit zaubert den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht. Als Pianist Neil Palmer und Schlagzeuger Ralf Gustkes den ersten Song anstimmen und Xavier gekonnt Bridge Over Troubled Water singt, sind die Zuschauer von der ersten Sekunde an gefesselt.

Nach dem ersten Song wirds amüsant, als Xavier davon erzählt, dass sein Telefonanbieter ein Preisausschreiben für Künstler gemacht hätte und er seinen heutigen Auftritt gewonnen hat. Die Menge lacht und Xavier Naidoo nutzt die Gunst des Augendblicks, um das Publikum mit einzubeziehen. Er schlägt vor, dass die Zuschauer entscheiden können in welcher Musikrichtung der nächste Song gespielt wird. Eine Besucherin ruft Reggae in den Raum und spontan wie sie sind spielt das Trio Wo willst du hin komplett in Bob Marley -Manier. So wird kurzerhand die Zeile Weißt du noch als du neben mir in der Sonne lagst in
Weißt du noch als du neben mir in Jamaika lagst
umgedichtet. Man spürt förmlich, dass Xavier Naidoo ganz in seinem Element ist, indem er seine Leidenschaft zur Musik auslebt. Fotocredit: Ralf Oechel, Nachtagenten   Spätestens als Xavier den sehr emotionalen Song Führ mich ans Licht vorträgt, haben selbst die härtesten Kerle unter den Besuchern Tränen in den Augen und sind zutiefst gerührt. Eine weitere Besonderheit auf diesem Unplugged Konzert ist, dass Xavier neben seinen Greatest Hits auch noch Songs von anderen Künstlern vorträgt, welche ihm persönlich gut gefallen. So verleiht er Klassikern wie Sting s Fields of Gold oder den Beatle s Song Hey Jude, eine ganz andere Note. Passend zu jedem Track durchfluten verschiedene Lichteffekte den Raum und es gibt Projektionen auf der Leinwand. Der Schlagzeuer Ralf Gustkes entpuppt sich im Laufe des Abends immer mehr als Multitalent und greift auch mal gerne zur Trommel, während Pianist Neil Palmer es schafft Gefühle in Klänge zu verwandeln.
Xavier s Rat, die Probleme vor der Tür zu lassen, kommt sichtlich an. Ich sehe
Zufriedenheit und glänzende Augen in den Gesichtern der Zuschauer. Von der, "angeblichen" Arroganz von Xavier Naidoo ist keine Spur, er wirkt natürlich, humorvoll und schafft es mit seiner tiefgründigen Art, eine Atmosphäre zu erzeugen, welche kaum in Worte zu fassen ist. Zwischen jedem Song spricht er zu den Besuchern und weil er so gut drauf ist, gibts auch zwischendurch mal eine kleine Tanzeinlage. Als Hightlight werden dann drei Zuschauer auf die Bühne geholt und kurzerhand zu Backround-Sängern erklärt. Überraschenderweise können alle drei gut singen und tragen den Song Was wir alleine nicht schaffen gemeinsam mit Xavier Naidoo unglaublich mitreißend vor. Das Publikum ist mehr als begeistert und belohnt den gelungen Auftritt mit Standing Ovations. Zum kröhnenden Abschluss stimmt Xavier Naidoo den letzten Song Wenn ein Lied an und man ist fast schon traurig, dass dieses durchaus gelungene Konzert sich seinem Ende zuneigt. Als Xavier Naidoo nach dem Song die Bühne verlässt, übertönen Zugabe-Rufe den tobenden Applaus. Zur Freude der Zuschauer ist Xavier Naidoo nach gefühlten zwei Minuten wieder back on stage und trägt unter dem
Vorwand, wir hätten den Hauptstadt-Bonus, den Song 20.000 Meilen in Neuer Deutscher Welle Version vor. Die Zuschauer sind happy, auf den Rängen wird getanzt, Xavier umarmt seine zwei Mann und man verspürt ein überragendes Gefühl der Gemeinschaft.


Fazit: Vom Support-Act angefangen, bis zum kröhnenden Abschluss ein durchaus gelungenes Konzert, welches meine Erwartungen weit übertroffen hat. Xavier Naidoo hat einmal mehr seine Liebe zur Musik zum Ausdruck gebracht und die anwesenden Zuschauer mit seiner gefühlsvollen Stimme und seinen deepen Lyrics berührt. Xavier und seine zwei Mann waren erstaunlich gut, die Atmosphäre unbeschreiblich und der Sound ein akustischer Hochgenuss. Jeder Zuschauer wird mit diesem Abend eine Menge schöner Erinnerungen und Augenblicke verbinden, welche unbezahlbar sind.
Fotocredit: Ralf Oechel, Nachtagenten