YNW Melly soll Doppelmord zugegeben haben

Ein neuer Bericht von Complex legt nahe, dass YNW Melly den Doppelmord an seinen Crew-Kollegen YNW Juvy und YNW Sakchaser kurz nach dem Verbrechen bereits eingeräumt hat. Demnach soll eine Aufnahme existieren, in welcher der US-Rapper die Tat bestätigt.

YNW Melly droht die Todesstrafe

Rückblick: Warum sitzt YNW Melly seit Februar 2019 im Gefängnis? Ihm wird vorgeworfen, zwei seiner Freunde umgebracht zu haben. An der Tat soll noch ein anderes YNW-Mitglied beteiligt gewesen sein. Weiter heißt es, dass Melly und sein Homie sich anschließend bemüht hätten, die Aktion wie ein Drive-by-Shooting aussehen zu lassen. Nach Informationen des XXL Magazin plädierte YNW Melly im März 2019 auf unschuldig. Dem 21-Jährigen droht die Todesstrafe, insofern ihm die Tat nachgewiesen werden kann.

Im Song "Murder On My Mind" - sein bis dato größter Hit - rappt er über einen Unfall, der ihn zum Mörder macht. Die Single wurde in den USA mehrfach mit Platin ausgezeichnet und erschien bereits 2017. Wie Genius herausstellt, ist der Track keinesfalls als musikalisches Geständnis zu werten.

Video soll YNW Mellys Schuldeingeständnis zeigen

Ein Anwalt, der die Angehörigen eines der Mordopfer vertritt, führt in seiner Klageschrift aus, was der Auslöser für den Doppelmord gewesen sein könnte. Laut seinen Ausführungen gab es innerhalb der Crew Streit über Geld.

"[...] zwischen der einst zusammenhängenden Gruppe von Freunden begann sich eine Spannung darüber zu entwickeln, wie das Geld verteilt werden sollte. Wenn weniger Leute das potenzielle Geld aufteilen, bekommen die Leute auf der Empfängerseite mehr."

("[...] tension began to develop between the once cohesive group of friends about how the money should be distributed. When there are less people splitting up the prospective money, the people on the receiving end will get more.")

Die angebliche Aufnahme von YNW Mellys Bestätigung der Tat gehe auf eine Anhörung im August 2019 zurück. Dort habe die Staatsanwältin ein Video abgespielt. Dieses sei ihren Angaben nach auf YNW Mellys Handy gefunden worden. Die Aufnahme soll einen Monat nach der Tat entstanden sein. Bei der Vorführung habe die Staatsanwältin gesagt: "Ein Video von Mr. Demons [bürgerlicher Name von YNW Melly], der zugibt, zwei Personen in den Kopf geschossen zu haben."

Was auf dem Video selbst zu sehen und zu hören sein soll, breitet wiederum der von Complex befragte Anwalt aus. Er zitiert YNW Melly mit den Worten:

"Es gibt kein Bedauern für die Scheiße, die ich getan habe, damit dieser N**ga stirbt."

("There’s no regret for the shit that I did for that n***a to die.")

Zusätzlich zu dem Gesagten habe der Rapper einen Stift an seinen Kopf gehalten und so getan, als würde es sich um eine Waffe handeln. Daraufhin sei von ihm der imaginäre Abzug gezogen worden. Schließlich habe er noch ein Gang Sign gemacht, das wohl den in Los Angeles beheimateten Bloods zugeordnet werden kann.

Die Anwälte von YNW Melly würden versuchen, diese Aufnahme aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Ihre Argumentation: Eine Vorabveröffentlichung verhindere ein faires Verfahren. Mit einem Prozessbeginn wird in diesem Jahr nicht mehr gerechnet.

Auch außerhalb des Gerichtssaals ist der Fall offenbar weiterhin ein aktuelles Thema. Ein 18-Jähriger soll vor ein paar Monaten versucht haben, die getöteten YNW-Mitglieder zu rächen.

Versuchter Mord: 18-Jähriger will scheinbar erschossene YNW-Mitglieder rächen

YNW Melly sitzt aktuell im Gefängnis, da er und ein weiterer Angeklagter, Corlten Henry, angeblich zwei YNW-Crewmitglieder ermordet haben sollen. Melly erwartet möglicherweise die Todesstrafe. Nun wurde Corlten Henrys Onkel auf offener Straße niedergeschossen. Scheinbar soll es sich bei der Tat um Vergeltung für die getöteten YNW-Mitglieder handeln.

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Bushido vor Gericht: Shindy soll von Arafat Abou-Chaker bedroht worden sein

Bushido vor Gericht: Shindy soll von Arafat Abou-Chaker bedroht worden sein

Von Paul Kruppa am 26.01.2021 - 11:51

21. Prozesstag: Bushido saß zum 15. Mal im Zeugenstand, um vor dem Berliner Landgericht gegen Arafat Abou-Chaker auszusagen. Dabei ging es um allerlei kleinteilige Vertragsangelegenheiten – aber auch um Shindy, der laut Bushido bedroht worden sein soll.

Bushido behauptet, dass Shindy von Arafat Abou-Chaker bedroht wurde

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Bushido vor Gericht einige Sätze zu Shindy von sich gegeben. Demnach sei Arafat Abou-Chaker nur für eine erhebliche Menge Geld bereit gewesen, Shindy sein eigenes Ding machen zu lassen. Ein "Künstler-Exklusivvertrag" habe jedoch ausschließlich mit Bushido bestanden. Angeblich spielte das keine Rolle. Laut Tagesspiegel sagte Bushido über die Vorgehensweise von Arafat Abou-Chaker.

"Er ist zu Shindy gefahren, hat ihn bedroht und eine Millionensumme gefordert, weil dieser sich selbständig machen wollte."

Die rechtliche Grundlage für eine solche Forderung würde sich Bushidos Kenntnissen entziehen. Die Bild-Zeitung hatte 2018 von einem "Angriff auf den erfolgreichen Musiker Shindy" berichtet. Später stellte Shindy klar, dass er in keine körperliche Auseinandersetzung verwickelt gewesen sei.

Bushidos Ehefrau "umlegen"? Wie Shindys EGJ-Ausstieg angeblich ablief

Arafat Abou-Chaker hat offenbar viele Gespräche mit Bushido, Capital Bra, Samra, Shindy sowie noch vielen weiteren Personen aufgenommen - und zwar heimlich.

Per Beamer sei ein Vertrag mit Shindy, der 2016 geschlossen wurde, im Gerichtssaal gezeigt worden. So schildert es Watson. Der Bietigheim-Bissinger habe Bushido Fotos der entsprechenden Unterlagen zur Verfügung gestellt. 2018 hätten Bushido und Shindy das Vertragsverhältnis aufgelöst.

Shindy und Arafat Abou-Chaker seien jedoch auch hinter Bushidos Rücken in Verhandlungen gewesen. Dieses Vorgehen bezeichnete der prominente Nebenkläger dem Vernehmen nach als "hinterhältig". Die Hälfte der durch Shindy erzielten Einnahmen sollen stets an Arafat Abou-Chaker geflossen sein. Für die Staatsanwaltschaft galt es festzuhalten: "Shindy war der Jackpot unter den Künstlern".

Im Track "Road2Goat" scheint Shindy mehrfach auf diesen Streit um seine Person anzuspielen. Er rappt dort unter anderem, dass "ums Recht auf Shindy" gekämpft worden sei. Zwei Personen, die "mit dem Streit in jeder Zeitung sind", hätten um ihn wie ein "Scheidungskind" gerungen. Er habe sich wie ein "Matchball" in dem Konflikt gefühlt. Irgendwann holte ihn die schwer zu klärende Vertragssituation mutmaßlich in der Heimat ein. Eine Andeutung im Song lässt Raum für Fantasie.

"Plötzlich reichen die Probleme bis nach Bietigheim / Bis vor die Haustür, ich muss nicht weiter ausführ'n"

Das hat Laas Unltd. angeblich als Backup bekommen

Gegen Ende des Verhandlungstages sei es Watson zufolge noch um Details zum Deal mit Laas Unltd. gegangen, der sich ebenfalls eine Zeit lang im ersguterjunge-Lager aufhielt. Der Vertrag mit Laas sei bis heute nicht beendet, habe Bushido ausgeführt. Für den Posten als Backup-Rapper seien 150 Euro gezahlt worden. Vorschüsse habe Laas in Höhe von 4.000 bis 5.000 Euro erhalten. Trotz des angeblich bestehenden Vertragsverhältnisses habe Bushido kein Interesse daran gehabt, Laas Steine in den Weg zu legen. Inzwischen hat dieser der Stadt Berlin den Rücken gekehrt und verdient in Shindys Umfeld seine Brötchen.

Laas über Shindy & den Alltag in Bietigheim-Bissingen

Anfang 2016 lernten sich Laas und Shindy kennen.

Der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder wird am Mittwoch fortgesetzt. Bushido sagt in dem Verfahren seit Monaten als eine Art Kronzeuge aus. Unter anderem mit seiner Hilfe versucht die Staatsanwaltschaft Vorwürfe, die von Beleidigung über Freiheitsberaubung bis zu gefährlicher Körperverletzung reichen, zu belegen. Ein Urteil soll am 28. April erfolgen.


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