Xatar erzählt, warum SSIO in den Knast musste

Die Story um Xatars legendären Goldraub ist auch 2020 noch lange nicht auserzählt. Im Zuge des neuen "Quarantäne"-Podcasts mit AON-Kollege SSIO packt Xatar eine Anekdote aus, die bisher wohl nie den privaten Rahmen verlassen hat.

SSIO musste nach Xatars Goldraub ins Gefängnis

Das AON-Oberhaupt erzählt bestens gelaunt eine kleine Geschichte: So hätten "Hardcore-Bullen" damals jeden festgenommen, der zur Zeit des Goldraubs auch nur entfernt mit ihm in Kontakt gestanden habe. Dabei sei auch SSIOs Wohnung gestürmt worden. Dort sei die Polizei dann auf zwei Jungs getroffen, die mit "Playstation-Controller in der Hand eingepennt" nichtsahnend in ihren vier Wänden saßen.

Bei der Aktion habe die Polizei einen "Zufallsfund" gemacht. Das konnte Xatar wohl anschließend den Polizeiakten entnehmen. Um was es sich beim ehrbaren BWL-Studenten SSIO für einen Zufallsfund gehandelt haben dürfte, lassen wir an dieser Stelle mal offen. Er musste auf jeden Fall für eine unbestimmte Zeit in der JVA Köln-Ossendorf einsitzen. Dieser Fakt amüsiert Xatar auch heute immer noch prächtig:

"SSIO war original im Knast und keiner weiß das."

SSIO fürchtet nach Xatars Ausführungen mit hörbarer Ironie um seine Sponsoring-Verträge und kündigt an, juristisch dagegen vorgehen zu wollen, wenn von der Story etwas in seinem Wikipedia-Eintrag landet.

Die Ereignisse liegen angeblich circa 10 Jahre zurück. Nach seiner Entlassung sei SSIO den Weg nach Hause komplett zu Fuß gegangen. Immerhin 70 Minuten, die ihm als "entspannter Spaziergang" im Gedächtnis geblieben sind. Lange habe er zudem noch von dem nächtlichen Polizeibesuch geträumt. Die ganze Story im besagten Podcast beginnt nach ungefähr 20 Minuten:

Auch wenn Xatars Raubzug nun um ein weiteres Kapitel reicher ist – vom erbeuteten Gold fehlt weiterhin jede Spur. Mehr über die Geschichte von Xatar kannst du hier in einem Portrait nachlesen:

Flüchtlingskind, Goldräuber und Labelboss: Xatar im Portrait

Als Giwar Hajabi am 24. Dezember 1981 im Iran geboren wurde, deutete wenig daraufhin, dass er knapp 37 Jahre später einen Erfahrungsschatz gesammelt haben sollte, der Stoff für mindestens zwei Hollywood-Streifen bietet. Heute veröffentlicht er seine Platte "Alles oder Nix 2" und ist den meisten als Xatar bekannt.

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Digital Supreme: Xatar eröffnet ein Label nur für Produzenten

Digital Supreme: Xatar eröffnet ein Label nur für Produzenten

Von Till Hesterbrink am 29.06.2020 - 11:33

Der Baba aller Babas macht ein Label nur für Produzenten auf. "Supreme Digital" heißt das Ganze und soll Beatmakern die Möglichkeit geben, ihre "Beats zu verkaufen, ohne dass sie von Rappern/Sängern gepickt werden müssen".

Das Zuhause für Produzenten und Beatmaker?

Supreme Digital will dabei aber nicht nur die Beats von Produzenten an den Mann bringen, sondern auch Künstler unter Vertrag nehmen. Über das Label sollen dann Produzentenalben erscheinen. Das erste dieser Alben "Chilling Me Softly Vol.1", unter anderem mit Produktionen der AON-Legende Maestro und den Enginearz, erschien bereits heute Nacht auf Spotify.



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ANNOUNCEMENT‼️ Das erste deutsche Label nur für Beatmaker @supreme.digi 23:59Uhr erscheint direkt das erste großartige Album CHILLING ME SOFTLY VOL.1 Feinste Old School & LoFi Beats . . Info: Supreme Digital ist ein neue Plattform für Produzenten und Beatmaker die wir gemeinsam mit Maestro @maess.aon ins Leben gerufen haben . Supreme bietet euch die Möglichkeit Beats zu verkaufen ohne dass sie von Rappern/Sängern gepickt werden müssen. Ausserdem signed Supreme und released Produzentenalben und kümmert sich um alle anderen Belange. Ab heute das neue Zuhause für Produzenten und Beatmaker. Danke an die wunderbaren Produzenten: @studio.eightyfive @enginearz @ben_santur @mecnicsprod @maess.aon @zimzala1 @lextronom_music ps: folgt alle der LoFinest & Urban Chills Vibes - Playlist bei @spotifyde

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Normalerweise werden Produzenten nicht an Labels gebunden, da der Vorteil als Freelancer darin besteht, theoretisch für alles und jeden produzieren zu können.
Für kleine Produzenten mag das Signing bei einem Label zu Beginn viele Vorteile haben, wie das erweiterte Netzwerk und die erhöhe Aufmerksamkeit. Für größere und etablierte Produzenten könnte ein Labelvertrag jedoch die falsche Wahl sein.

Das eigene Talent wird an einen bestimmten Pool von Künstlern gebunden. Bietet sich dann die Möglichkeit, für andere Künstler zu produzieren, erhält das Label womöglich ein Vetorecht oder Teile des Gewinns.

Xatar: Der Mann der 100 Businesses

Wenn man Xatar eins nicht vorwerfen kann, dann das er untätig ist und sich auf seinem Erfolg als Rapper ausruht: Supreme Digital ist nun schon das dritte Label, an welchem Giwar Hajabi aktuell beteiligt ist. Neben seinem Label Alles oder Nix gründete er 2018 in Zusammenarbeit mit Groove Attack das nächste Label: Groove Attack TraX. Bei diesem sind unter anderem Mero und Sero El Mero unter Vertrag. 2015 hatte er bereits das Label Kopfticker gegründet, welches allerdings 2017 wieder geschlossen wurde.

Aber auch Abseits von der Musik hat Xatar ständig neue Geschäftszweige erschlossen. Seinen eigenen Shishatabak "Orijinal" launchte er 2017 und passend dazu auch seine eigene Shishabar in Köln, das "Noon". Diese erlangt traurige Berühmtheit, als 2017 während der Zeit des Konfliktes mit KC Rebell Schüsse vor der Bar fielen.

Schießerei vor Xatars Bar "Noon": Kölner Medien berichten

Neben der Klamottenmarke "Massari" und seinen Ausflügen in die Schauspielerei für "Familiye" und "Blockbustaz" eröffnet am Mittwoch mit dem "Haval Grill" außerdem sein erstes Restaurant.


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