Rumänischer Haftbefehl: Wiz Khalifa muss Openair Frauenfeld & Europatour absagen

Eigentlich war Wiz Khalifa dieses Jahr als einer der Headliner für das Openair Frauenfeld in der Schweiz angekündigt. Daraus wird allerdings nichts, das bestätigt das Festival nun über Instagram. Der 38-Jährige hatte zuvor in seiner Instagram-Story angekündigt, sämtliche Auftritte in Europa in diesem Jahr ausfallen lassen zu müssen. Hintergrund ist wohl ein Haftbefehl gegen Wiz Khalifa in Rumänien.

Wiz Khalifa kann nicht beim Openair Frauenfeld 2026 auftreten

Per Story kündigt Wiz Khalifa fast beiläufig an, dass er sich aufgrund seiner aktuellen "rechtlichen Situation" bei seinen europäischen Fans entschuldigen müsse, aber er werde es dieses Jahr nicht nach Übersee schaffen. Er müsse seine Auftritte verschieben, bis man ihn nicht mehr "hinter Gittern stecken" wolle. Neben Festivals falle somit auch seine geplante Europatour ins Wasser. Einen Lichtblick gibt es für ihn aber: So könne er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. 

Das Openair Frauenfeld schreibt derweil bei Instagram, dass man die Absage sehr bedauere, aber bereits "intensiv" daran arbeite, eine passende Lösung zu finden. Wiz Khalifa war einer der sechs angekündigten Headliner des Festivals. Sobald es Neuigkeiten gibt, will das Frauenfeld über seine Social-Media-Kanäle Updates teilen. 

Viel Zeit bleibt den Veranstaltern allerdings nicht mehr, das OAF findet bereits gut zwei Wochen vom 09. bis zum 11. Juli statt.

Warum kann Wiz Khalifa nicht nach Europa einreisen? Wiz Khalifa wurde im Dezember 2025 in Abwesenheit von einem rumänischen Gericht zu einer Haftstrafe von neun Monaten verurteilt. 2024 war der Musiker im Zuge eines Festivalauftritts in dem europäischen Land wegen des illegalen Besitzes von Drogen festgenommen worden. Genauer gesagt geht es um etwas mehr als 18 Gramm Marihuana. Ursprünglich war Wiz zu einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 750 Euro verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft der rumänischen Direktion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (DIICOT) legte jedoch Berufung gegen diese Entscheidung ein und bekam am Ende Recht. Wiz Khalifas Versuche, gegen das Urteil vorzugehen, scheiterten. Am Ende bestätigte der Oberste Gerichtshof das Urteil in letzter Instanz.

Rumänien könnte jetzt versuchen, den Haftbefehl mithilfe internationaler Behörden zu vollstrecken. Sollte der Rapper in ein EU-Land reisen, besteht das Risiko, dass er dort festgenommen wird – vorausgesetzt, Rumänien würde das Ganze wirklich mit dieser Härte verfolgen. Dieses Risiko will er nun offenbar nicht eingehen.

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