Wieso Kurdo Kollegah, Farid Bang und Genetikk auf sein neues Album geholt hat

Kurdo hat sein neues Album Vision veröffentlicht. Mit dabei: Kollegah, Farid Bang und Genetikk. Im neuen Interview mit Erich spricht Kurdo ausführlich über die Wahl der Feature-Gäste.

"Ich habe die seit Tag eins gefeiert, sowohl Farid, Kollegah als auch Genetikk", erklärt Kurdo über seine Rap-Kollegen. "Ich wollte die immer haben als Feature", verrät er.

Allerdings habe er bei vorherigen Projekten oft einfach nicht angefragt, da seine Wunsch-Features zu viel zu tun gehabt hätten.

"Dann denkst du dir: 'Der Arme, Alter.' Ich gehe jetzt hin und der hat eigentlich ganz andere Sachen zu tun, aber vielleicht aus Menschlichkeit sagt er einfach ja. Aber ich verhindere damit seine Arbeit, die er eigentlich für sich selbst geplant hat."

Besonders überraschend für Kurdo: Genetikk stimmten einem Feature sofort zu, obwohl sie normalerweise selten auf Alben anderer Künstler zu hören sind.

Und auch Kolle und Farid sorgten für Überraschungsmomente: "Die rappen ja richtig JBG da drauf. Ich hätte gedacht, das ist so ein Schuss, den heben sie sich auf."

Er sei allen Feature-Gästen dankbar, zieht Kurdo sein Fazit. Sieh dir die Stelle hier im Interview ab Minute 50:34 an:

Kurdo: "Vision", Irak, Farid, Kollegah, Genetikk, Azad, Kritik & Beef (Interview) - Jetzt mal Erich

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Kurdos neues Album Vision gibt's außerdem hier im Stream zu hören:

Kurdo - Vision

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Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Von Michael Rubach am 31.07.2020 - 13:47

Die Neuauflage des wohl umstrittensten Battle der jüngeren Deutschrapgeschichte ist gestern über die Bühne gegangen. Für jeweils 10.000 Euro Antrittsgage haben sich Meidi und Ssynic ein Re-Match geliefert. Farid Bang hatte die Aktion eingefädelt und das Battle zur Attraktion eines mehrstündigen Events im Düsseldorfer ISS Dome gemacht.

Meidi & Ssynic mit unterschiedlichen Herangehensweisen

Nach vier Stunden Live-Event stand das Battle auf dem Programm. Ohne üppige Vorrede kamen die Jungs zur Sache. Meidi ging in jeder seiner Runden aggressiv zu Werke. Mit scheinbar ordentlich Wut im Bauch startete er ins Battle und ließ ohne Rücksicht auf Verluste jede Menge asoziale Punchlines folgen. Das Ende von Meidis Parts mündete stets in Beleidigungen gegen Ssynic und seine Mutter – mitten in so eine Schimpftirade schlitterte schließlich irgendwann ein "Time".

Ssynic konzentrierte sich darauf, Revue passieren zu lassen, was seit dem Alpha Royale alles geschehen ist. Dabei setzt er den Fokus auf Realtalk und breitete Anekdoten aus, die sich nach dem Match im April 2019 ereignet haben sollen. Auch verweist er auf seine eigenen Erfolge als Künstler. Schließlich sei er es, der seinen Traum leben könne. Hin und wieder redete Meidi in seinen Vortrag hinein.

Farid Bang genießt die Show

Farid Bang schaute sich das Spektakel sichtlich amüsiert aus sicherer Entfernung an. Später sollte er davon sprechen, dass das Battle ein "magischer Moment" gewesen sei. Nach drei Runden lagen die Karten auf dem Tisch und mit ein bisschen Verzögerung erfolgte auch der Handshake zwischen den Kontrahenten. Es ist ja schließlich nur Battlerap. Nun lag es bei den Zuschauer*innen, einen Sieger zu küren.

Im Gegensatz zum Alpha Royale verzichtete die Neuauflage auf eine prominente Jury. Farid Bang hielt sich ebenso vollkommen raus. Per Telefon-Abstimmung galt es, über Sieger und Verlierer zu entscheiden. Meidi konnte es lange gar nicht glauben, dass keine zusätzlichen Experten herangezogen wurden. Rooz, der durch den gesamten Stream führte, verkündete schließlich ein paar Stunden später das amtliche Endergebnis. Meidi schaffte es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen und setzte sich durch.

Damit bestätigte sich, was Ssynic bereits kurz vor der Bekanntgabe geahnt hatte. Er glaubte, dass sein Kontrahent aus Hannover an diesem Tag triumphieren würde.

"Ich würde auch sagen, er war auf jeden Fall vorne. Er hat solide durchgespittet, mehr Punchlines gehabt, sich weniger rausbringen lassen. Reicht."

Ohne die Atmosphäre, die durch das Vorhandensein einer Crowd entsteht, machte das Battle an manchen Stellen einen befremdlichen Eindruck. In einer leeren Location mag einfach nicht so recht Battle-Stimmung aufkommen – trotz einer erkennbaren Grundaggressivität von Meidi und Ssynic. Die Vibes im Nachhinein waren dafür umso versöhnlicher. Meidi bot Ssynic mehrmals den Dialog an, um diese umfangreiche Episode deutscher Battlerap-Geschichte noch einmal aufzuarbeiten.

Wir haben euch den Stream der kompletten Show hier eingebunden. Nach circa vier Stunden beginnt das Battle:


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