Wie kriminell sind Bonez MC, Schwesta Ewa & Ufo361? Richter beurteilt erneut Videos

Richter Andreas Müller ist auf den Geschmack gekommen und bewertet ein weiteres Mal Aktionen einzelner Rapper wie Bonez MC, Ufo361, Schwesta Ewa oder Farid Bang. Es geht darum festzustellen, wie kriminell die deutsche Rapszene eigentlich unterwegs ist.

Nach einem gesonderten Video zum "hochentzündlichen" Gzuz und einem ersten Teil mit unter anderem SSIO, Capital Bra und Kollegah, sieht Andreas Müller nun weiteren deutschen Rapstars bei der einen oder anderen zweifelhaften Aktion zu.

Einfuhr oder Besitz? Richter über Ufo361 & Schwesta Ewa

Andreas Müller prüft mit seiner besonnenen Art die Verhaltensweisen deutscher Rapper – das tut er bei Korner, einem Video-Format von ARD und ZDF. Ufo361 war einst dabei, als eine stabile Menge Gras trotz Polizeikontrolle über die Grenze gebracht wurde. Diesen Coup hat er in seiner Insta-Story festgehalten. Die strafrechtliche Relevanz hängt offenbar von der Handhabung einzelner Bundesländer ab. Da Ufo das Gras wohl nicht selbst importiert hat, geht Richter Müller hier nur von Besitz aus. In Nordrhein-Westfalen könnte das Verfahren beispielsweise eingestellt werden.

Mit Schwesta Ewas Ausraster in einer Doku von Spiegel TV hat der Richter so seine Probleme. Der Grund für Ewas Handeln müsse umfassend beleuchtet werden. Es gilt zu klären, ob Ewa "zu viel Gewalt angewandt" hat. Der Richter empfiehlt generell weniger temperamentvoll mit Konfliktsituationen umzugehen. Solange keine Notwehr oder Nothilfe vorliegt, handelt es sich bei Ewas Attacke wohl um gefährliche Körperverletzung.

Wie kriminell sind Kollegah, Capital Bra & 187? Richter beurteilt Videos

Wie kriminell ist Kollegah, wie kriminell ist Capital Bra und wie kriminell sind SSIO oder Bonez MC von der 187 Strassenbande? Zumindest im Hinblick auf einzelne Aktionen versucht nun der Richter Andreas Müller diese Fragen zu klären. Bei Gzuz und dessen Videos sowie Aktionen war das schon hochgradig unterhaltsam und auch in der zweiten Runde macht das großen Spaß.

Bonez MC, Farid Bang, KC Rebell: Richter Andreas Müller bewertet Flucht & anonyme Anzeige

Bonez MC wollte offensichtlich seine Personalien nicht angeben. Das ist keine strafbare Handlung. Der flüchtende Bonez tue nichts Unrechtes.

"Eine strafrechtliche Relevanz sehe ich da nicht. Er hat ja keinen Widerstand geleistet."

Farid Bang hat die Behörden einmal scherzhaft auf Straftaten von MOK hingewiesen. So witzig ist so eine Behauptung offensichtlich gar nicht. Sollte sich so eine Anzeige als Lüge herausstellen, ist das Ganze kein Zuckerschlecken, sondern kann zu einem Ermittlungsverfahren führen.

"Wenn man anonym anzeigt und das [...] entspricht nicht den Tatsachen, dann macht man sich strafbar."

KC Rebell war laut eigener Auskunft mit einer Walther P unterwegs. Falls die gezeigten Bilder authentisch sind, liegt ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor. Welche konkrete Strafe das nach sich zieht, hängt mit einzelnen Personen zusammen. Richter und Staatsanwaltschaft seien hier das Zünglein an der Waage.

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Gzuz bietet offenbar 500 Euro & Gästeliste für blutige Nase

Gzuz bietet offenbar 500 Euro & Gästeliste für blutige Nase

Von David Molke am 30.06.2020 - 16:00

Gzuz musste zum wiederholten Mal vor Gericht erscheinen. Dieses Mal ging es um eine Frau, die der Rapper offenbar so ins Gesicht geschlagen hat, dass sie eine blutige Nase davontrug. Die Betroffene soll ihren Strafantrag beim heutigen zweiten Verhandlungstag dann aber zurückgezogen haben. Offenbar weil Gzuz ihr dafür 500 Euro Schmerzensgeld sowie Gästelistenplätze angeboten hat.

Gzuz stand heute wegen Körperverletzung vor Gericht

Darum geht's: Allem Anschein nach ist eine spontane Fotoaktion gehörig aus dem Ruder gelaufen. Die junge Frau erklärt, sie sei auf der Hamburger Reeperbahn unterwegs gewesen, als sie Gzuz entdeckt und ihn um ein Foto gebeten habe.

Nach dem Gruppenfoto mit Freund*innen der Zeugin soll sie Gzuz von der 187 Strassenbande dann noch um ein Foto nur mit ihr allein gebeten haben. Was genau dann passiert ist, sollte jetzt eigentlich das Gericht klären.

Als Endergebnis des offensichtlich missglückten Foto-Machens blieb die Frau mit einem Schlag von Gzuz ins Gesicht, Nasenbluten und einem Schock zurück, wie sie laut der MoPo erklärt. Es könne allerdings sein, dass Gzuz nicht sie, sondern nur das Handy wegschlagen wollte.

Direkt im Anschluss soll der Rapper der Frau 10 Euro als Entschädigung angeboten und sich entschuldigt haben. Er habe gesagt, dass der Schlag keine Absicht war und es ihm leid tue. Er soll ihr auch ein Taschentuch gereicht haben.

Später sei die junge Frau im Krankenhaus gewesen, dort wurde anscheinend eine Nasenbeinprellung festgestellt. Gemeinsam mit ihrer Mutter sei die Zeugin und Betroffene dann zur Polizei, um Strafanzeige wegen Körperverletzung zu stellen.

Drogenbesitz, Körperverletzung & mehr: Gzuz mal wieder vor Gericht

Die Strassenbande sitzt mal wieder im Gerichtssaal, zumindest einer von ihnen. Nachdem Anfang des Monats Maxwell dran war, musste sich gestern Gzuz vor dem Amtsgericht in Hamburg verantworten...

Gzuz entschuldigt sich, zahlt 500 Euro & bietet Gästeliste an

Strafanzeige zurückgezogen: Heute hat die Betroffene ihren Strafantrag wegen Körperverletzung dann wohl zurückgezogen. Offenbar deshalb, weil sich Gzuz und sie nochmal zufällig an einem Kiosk begegnet sind.

Dort hätten Gzuz und sein Anwalt die junge Frau und ihre Tante dann gefragt, ob sie sich zu ihnen setzen wollen. Im Anschluss habe Gzuz ihr eine Abmachung zur Einigung vorgeschlagen.

Schmerzensgeld & Gästeliste: Statt der zunächst 10 Euro soll Gzuz der Frau dann 500 Euro Schmerzensgeld angeboten haben. Zusammen mit der Option, sich bei seinen Konzerten auf die Gästeliste setzen lassen zu können.

Das fand die Geschädigte wohl sehr gut. Sie habe angenommen, ihren Strafantrag zurückgezogen und auch noch ein gemeinsames Foto mit Gzuz gemacht. Sie finde ihn "nett".

Gzuz hat seine Entschuldigung dann wohl auch vor Gericht noch einmal wiederholt, wie in der MoPo zu lesen ist.

"Das war eine Scheißsituation, ich wollte dir nicht ins Gesicht schlagen. Ich dachte, du filmst mich, das mag ich nicht, darum wollte ich das Handy treffen."

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