Megaloh, Kool Savas, Samy Deluxe & Co.: Ghanaian Stallion über das MC-Gipfeltreffen

Das nächste Producer-Special bei Apple Musics HYPED Radio mit Aria Nejati: Nach Kitschkrieg, Jumpa und Bazzazian ist jetzt Ghanaian Stallion am Start. Der Ausnahme-Produzent ist verantwortlich für Hits deutscher Rapstars wie Megaloh, Audio88 & Yassin oder Kalim. Aber auch in Ghana ist er gut connected und produzierte bereits für Künstler wie Kwame Yesu und Black Sherif. Im Talk (in voller Länge auf Apple Music anhören) spricht er über seine Connection zu Ghana und auch darüber, wie der kürzlich erschienene Megaloh-Mammut-Track "Live & Direct" zustande kam.

Wie Ghanaian Stallion es geschafft hat, Megaloh, Kool Savas, Marteria, ASD & Amewu auf einem Track zu vereinen

Aria erklärt ganz richtig, "viel mehr MC-Level geht in Deutschland gar nicht" als auf dem neusten Megaloh-Track "Live & Direct" von dessen kommendem Album. Der Song ist eine Zusammenarbeit zwischen Megaloh, Kool Savas, Samy Deluxe, Amewu, Marteria und Afrob. Produziert wurde das Brett von Ghanaian Stallion, der den Beat dazu schon über ein Jahr rumliegen hatte, wie er verrät. Dieser enthält ein Sample vom Intro-Tracks des "Live & Direct"-Albums der britischen Reagge-Band Aswad aus dem Jahre 1983.

Zu Beginn waren nur die Strophen von Megaloh und Amewu am Start. Doch mit der Zeit seien es dann immer mehr geworden mit schlussendlich Marteria, der als Letzter noch auf den Track mit drauf ist.

Jetzt gilt es nur noch darauf zu warten, dass Festivals ihre Rückkehr feiern können, damit man den Song auch wirklich "Live & Direct" erleben kann.

"Der war eine Weile da, mit den Strophen von Mega und Amewu. Die waren tatsächlich die Ersten, die darauf aufgenommen hatten. Und dann ist es halt auch nicht so leicht, Leute zu finden, die nach diesen beiden Verses da noch draufsteppen wollen und die halt vor allem auch diesen Claim 'Live & Direct' irgendwie auch leben. Ich meine, es ist geil, dass es am Ende dann noch geklappt hat. Vor allem mit einem Marten. Ich glaube, der war der Letzte. Dass der da dann noch so einen geilen Part gemacht hat. Im Endeffekt ist es halt ein Banger und da kann man sich nur auf die Festival-Saison im nächsten Jahr freuen, wenn vielleicht ein paar der Leute dann auch auf dem gleichen Festival sind."

Ghanaian Stallion über seine Connections nach Ghana

Ghanaian Stallion trägt seinen Namen nicht umsonst. Seine Schulzeit absolvierte der Produzent in Ghana, er spricht fließen Fante und ist mittlerweile gut connected mit Artists der dortigen Hiphop-Szene. Doch trotz dort lebender Familie war es anfangs nicht so einfach, als Produzent Fuß zu fassen. Viele seien erst einmal skeptisch, wenn sie hören, dass er aus Deutschland kommt. In den meisten Fällen habe sich das aber direkt gelegt, sobald man sich kennenlernen konnte.

"Wir waren jetzt nicht in der Hauptstadt direkt mit den ganzen Kids und der Musikszene in dem Sinne. Sondern es ist für mich auch noch mal komplett neu, Ghana jetzt von der Musikindustrie-Seite zu entdecken. Das ist dann schon so ein Ding bei manchen Leuten. Weil wenn die dann hören 'Okay, producer from germany', dann denken die natürlich erst mal 'Okay, mhm'. Wenn du dann mit denen chillst und die hören 'Ah, okay der spricht Fante, der ist Halb-Ghanaer', dies das, dann ist das natürlich direkt auch ein anderes Level."

Seine Aspirationen in der Musikszene Ghanas seien allerdings auch nicht, einfach bei den Größten der Größten Beats zu platzieren. Natürlich würde er die Möglichkeit ergreifen wollen, wenn beispielsweise ein Burna Boy anfragen würde. Eigentlich wolle er aber lieber einfach mit den Leuten zusammenarbeiten, die er persönlich krass findet. Ungeachtet ihrer Größe und Reichweite.

Die komplette Folge HYPED Radio kannst du hier hören:

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Wie "Somewhere Over The Rainbow" einen Deutschrap-Sommerhit inspiriert hat

Wie "Somewhere Over The Rainbow" einen Deutschrap-Sommerhit inspiriert hat

Von Till Hesterbrink am 01.09.2021 - 14:50

Viele Acts machen grade in Berlin Welle, herausstechen wird immer schwieriger in diesem endlos scheinenden Pool kreativer Köpfe. Nicht für $oho Bani. Der Musiker aus Wedding zählt zweifelsohne zu den vielseitigsten Rapper*innen, die in den letzten Jahren auf sich aufmerksam machen konnten. Auf ein einzelnes Genre lässt sich seine Musik gar nicht festnageln, dafür ist sie viel zu facettenreich. Der junge Artist ist bei Aria in der neusten HYPED Radio Show zugeschaltet und spricht mit ihm über sein neues Album "$oho und nicht anders".

$oho Bani & Longus Mongus liefern mit "Leise" sommerlichen Ukulelen-Sound

Wer nicht mit "Pradawesten" auf $oho Bani (jetzt auf Apple Music streamen) aufmerksam geworden ist, der wird wahrscheinlich spätestens durch dem kürzlich erschienenen Feature Track "Leise" mit BHZ-Rapper Longus Mongus auf ihn gestoßen sein.

Im Interview verrät der Berliner, dass ihm die Inspiration zu dem doch eher unüblichen Sound kam, als er im Auto den Klassiker "Somewhere Over The Rainbow" hörte. Daraufhin seien er und Longus direkt zu dessen Wohnung, um eine Ukulele zu holen. Die wurde dann auch direkt eingespielt und so entstand einer der wohl entspanntesten Sommersongs des Jahres.

Hört hier in das gesamte Album rein:

$oho Bani als Sinnbild für Berliner New Wave

Seit einigen Jahren bereits geht es raptechnisch in keiner anderen deutschen Stadt so rund wie in Berlin. Vom Hauptstadt-Gangstersound bis hin zu experimentellen Gruppen. In Berlin wird das ganze Hiphop-Spektrum mit Leichtigkeit abgedeckt.

Und dafür steht $oho Bani absolut sinnbildlich. Ob Brecher-Songs wie "Pradawesten", Punkrock-Einflüsse oder eben live eingespielte Ukulelen – hier wird sich nie auf nur eine Richtung festgelegt. Wohl auch darum führt $oho Bani aktuell die "The New Berlin"-Playlist auf Apple Music an. Dort findet ihr einen umfassenden Überblick über alles, was gerade so in der Millionenstadt heiß ist.

Berlin Calling: Wie die New Wave Deutschraps wichtigstes Movement wurde

Lange noch als Untergrund bezeichnet, spielt die neue Generation des deutschen Hiphops spätestens seit dem letzten Jahr ganz oben mit. Was sie verbindet: Wenig Respekt vor den Regeln des Genres, ein ungebrochener DIY-Ethos und ein Sound, der das Lebensgefühl von Schöneberg, Steglitz und Kreuzberg atmet.


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