Wegen Sexismus-Vorwürfen: Belgien verzichtet auf WM-Hymne von Rapper Damso

Die Nationalmannschaft Belgiens hat sich souverän für die diesjährige WM in Russland qualifiziert. Nun reist der Fußball-Verband RBFA (Royal Belgian Football Association) im Juli ohne WM-Hymne an. Wie BBC berichtet, hatten sich die Verantwortlichen für die Wahl der WM-Hymne ein Lied des kontroversen Rappers Damso herausgepickt. Schon kurz darauf folgten Aufschreie von Aktivisten für Frauenrechte und Sponsoren. Der außerwählte Song "Humains" sei zu sexistisch.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 25-Jährige Sexismus-Vorwürfen ausgesetzt ist. Mit menschenverachtenden Zeilen und Texten gegen das weibliche Geschlecht sorgte Damso bereits in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen. Aktuell schrieb der belgische Frauenrat in einem Brief an die Sponsoren der Nationalmannschaft, dass seine Texte "Verachtung, Missbrauch und Gewalt gegen Frauen in einem erstaunlichen Umfang" propagieren würden. Große Geldgeber wie Adidas und Coca Cola schlossen sich der Kritik an. 

Der RBFA entschuldigte sich nach der Zusammenarbeit bei allen, die sich von der Song-Auswahl verletzt fühlten. Der Vertrag sei in beidseitigem Einvernehmen aufgehoben worden. Damso selbst postete am Freitag (9. März) noch einen Ausschnitt des umstrittenen Liedes auf Instagram und Twitter, bei dem die belgische Nationalflagge als Hintergrundbild dient. Unter anderem retweetete den Clip Borussia Dortmunds Profifußballer Michy Batshuayi.

DAMSO on Twitter

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Mittlerweile entschuldigte sich Damso auf Instagram für die Verwirrung. Er würde den ganzen Wirbel um sich allerdings als optimale Promo für sein kommenden Album sehen. Einsicht sieht anders aus.

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