Kollegah möchte aus aktuellem Anlass daran erinnern, dass er die Machenschaften der Elite schon vor vielen Jahren durchblickte. Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium unzählige neue Dokumente, Fotos und Videos in der Causa Jeffrey Epstein. Doch "auf das Thema ritueller Kindesmissbrauch in höchsten Machtkreisen" hatte der 41-Jährige schon längst aufmerksam gemacht, wie er in einem Instagram-Post zu verstehen gibt.
"Pizzagate und Epstein sind nur die Spitze des Eisbergs", meint Kollegah
Kollegah gräbt ein Video aus dem Jahre 2018 aus, in dem er deutsche Medienhäuser dazu aufforderte, "objektiv" über "Pizzagate" zu berichten. Seinerzeit bot er dafür einen finanziellen Anreiz in Höhe von 25.000 Euro. Wir berichteten über seinen Aufruf – natürlich ganz ohne bosshafte Bezahlung.
Bei "Pizzagate" handelt es sich um eine Verschwörungstheorie, die während des US-Wahlkampfs 2016 vor allem im Internet an Beliebtheit gewann. Demzufolge sollte die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit ihrem Wahlkampfmanager John Podesta angeblich in einen Kinderp*rnoring verstrickt gewesen sein, dessen Sitz sich in einer namensgebenden Pizzeria in Washington, D.C. befunden haben soll.
Grundlage hierfür bildete der von WikiLeaks enthüllte E-Mail-Verkehr der Demokraten, in dem Schlagworte wie "Pizza" ungewöhnlich oft auftauchten. Dahinter sollten aber keine harmlosen Verabredungen zum Essen stecken, sondern Codewörter und Chiffren aus pädophilen Kreisen, wie Anhänger der Theorie in Internet-Foren à la Reddit oder 4chan argumentierten.
Im Dezember 2016 stürmte ein bewaffneter Mann besagte Pizzeria, um die dort angeblich festgehaltenen Kinder aus dem Keller zu befreien. Es gab weder Kinder noch Keller. Folglich ließ er sich widerstandslos festnehmen. Aber: Medienberichten zufolge finden sich auch in den jüngst veröffentlichten Epstein-Files hunderte Referenzen auf das Wort "Pizza", was die Büchse der Pandora natürlich wieder aufreißt.
Und damit zurück zu Kollegah: Er erinnert sich, dass er zu der Zeit die mediale Aufmerksamkeit durch den Echo-Skandal nutzen wollte, um seine Mitmenschen vor den mächtigsten Personen dieser Erde zu warnen. Das gelte damals wie heute, denn "Pizzagate und Epstein sind nur die Spitze des Eisbergs". Der On-Off-Rapper meint, dass Satanisten unsere Welt förmlich steuern würden. Aus diesem Anlass versorgt er seine Community mit Ratschlägen:
"Nun, da sich langsam der Schleier lüftet und das Böse immer sichtbarer wird, appelliere ich an alle Menschen: haltet dagegen. Habt keine Angst. Insbesondere diejenigen, die Einfluss haben. Dieses Leben ist kurz und kann morgen schon vorbei sein."
Außerdem sollen die Menschen ihre Zeit nutzen, um "die Welt zum Guten zu verändern", so Kollegah. Damit anfangen könne man schon im kleinsten Kreis, etwa wenn man schlicht auf seine Familie, "insbesondere die Kinder", Acht geben würde.
Den vollständigen Post von Kollegah kannst du dir hier anschauen:
Ähnliches propagierte Kollegah bereits wenige Tage zuvor in einem englischsprachigen Instagram-Beitrag. "I fear only God", schrieb er dort und behauptete einmal mehr, dass die Menschheit an böse Herrscher und falsche Idole glauben würde.
Das Bild, das er dazu postet, stammt vom Cover seines 2022 erschienenen Albums "Free Spirit". Auf der Platte, der Titel lässt es schon erahnen, fragte er sich immer wieder: "Was ist wahr, was Verschwörungstheorie?"
Du kannst dir Hiphop.de-Artikel nun bevorzugt in der Google-Suche anzeigen lassen.