Was Royce Da 5'9'' von Eminem gelernt hat

Royce Da 5'9'' zählt zu den wenigen Rappern, die Eminem problemlos das Wasser reichen können. Unter anderem wohl auch deshalb kollaborieren die zwei Künstler immer wieder miteinander. Am Bekanntesten dürfte wohl die Bad Meets Evil-Zusammenarbeit "Hell: The Sequel" sein. In einem Interview spricht Royce Da 5'9'' nun darüber, was er von seinem Freund und Kollegen gelernt hat.

"Ich habe viel von Eminem gelernt", sagt Royce Da 5'9''

In einem MSNBC-Interview mit Ari Melber erklärt Royce Da 5'9'' unter anderem, was es mit seiner zuletzt veröffentlichten Single "Cocaine" auf sich hat.

Irgendwann kommt das Gespräch dann auf Eminem, der für Royce auch eine Art Mentor war. Letzterer erklärt, er lerne immer noch von Eminem.

"Ich habe viel von ihm gelernt. Ich habe gelernt, dass man nicht betrunken und high sein muss, um Musik zu kreieren."

"Ich habe gelernt, dass man es so lange machen kann, wie man will. Ich habe gelernt, dass es keine Altersgrenze gibt. Ihn zu sehen, wie er da raus geht und Hunderttausende rockt, in seinem Alter, auf diesem Level, auf dem er das macht."

"Er bringt mir immer noch jeden Tag Dinge bei. Jedes Mal, wenn ich in seiner Nähe bin, habe ich das Gefühl, etwas Neues zu lernen."

Royce da 5'9" ft. Eminem & King Green - Caterpillar [Video]

Royce Da 5'9'' bringt morgen sein neues Album "Book of Ryan" auf den Markt. Darauf gibt sich auch sein langjähriger Freund Eminem die Ehre...

Royce Da 5'9'' rechnet Eminem sein Engagement gegen Trump hoch an

Royce Da 5'9'' wird auch danach gefragt, ob Eminem immer so "schroff" und "mürrisch" sei. Darauf reagiert sein Freund mit dem nötigen Respekt für die Privatsphäre seines Freundes und erklärt, Eminem wähle sehr genau aus, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiere.

"Er hat viele Seiten, von denen ich denke, dass er sie nicht zeigt. Er ist jetzt in einem Alter, in dem er nur das zeigt, was auch gesehen werden soll. Es ist in unserem Alter wichtig, das Narrativ zu kontrollieren."

Royce Da 5'9'' zeigt sich auch nachhaltig davon beeindruckt, dass Eminem mehrfach öffentlich gegen Trump Stellung bezogen hat.

"Es hat mir alles bedeutet. Für einen Künstler seiner Größenordnung, diese Plattform zu nutzen und sich gegen ihn auszusprechen und dieses Risiko einzugehen, das bedeutet mir alles als sein Freund. Erst recht als Schwarze Person in diesem Business."

Eminem kommt nicht auf Royce Da 5'9''s neue Freestyles klar

Eminem ist voll des Lobes für seinen Bad Meets Evil-Partner und langjährigen Freund Royce da 5'9''. Auf seine ganz eigene Art und Weise.Auf Instagram zeigt der Detroiter eine Nachricht, die Em ihm offenbar geschickt hat:"Wirklich? Du bist ein Arsc*loch. Diese verdammten Freestyles, die du raushaust, sind vernichtend. Unglaublich. Ich hasse dich.

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Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Von Michael Rubach am 12.06.2019 - 15:50

Vor über 10 Jahren wütete ein Brand in den Universal-Studios in Hollywood. Die umfangreiche Story "The Day the Music burned" im The New York Times Magazine legt nun nahe, dass dabei ein erheblicher Schaden entstanden ist, der bisher weitestgehend vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

Eminem, 2Pac, 50 Cent & mehr: Hat das Feuer Musikgeschichte ausgelöscht?

Der Artikel der New York Times nennt das Feuer das "größte Disaster in der Geschichte der Musikindustrie". Warum die Journalisten Jody Rosen zu dieser Einschätzung gelangt, wird deutlich, wenn man auf die im Text aufgerufenen Zahlen schaut. Die Rede ist dort von 500.000 zerstörten Songaufnahmen.

Dabei handelt es sich um Recordings aus allen möglichen Genres und von dutzenden legendären Künstlern, deren Werk für immer aus der Musikhistorie ausradiert sein soll. Darunter fallen auch Master-Aufnahmen von 2Pac, Eminem, Snoop Dogg, 50 Cent, Nirvana und vielen weiteren Artists dieser Größenordnung.

Weiterhin führt der Artikel aus, dass es wahrscheinlich sei, dass viele Musiker gar nichts von diesen Ausmaßen wissen würden. Gegenüber Billboard gab Universal nach dem Brand zunächst an, dass "keine Verluste" dieser Art zu verzeichnen gewesen seien. Es hieß, dass ausschließlich Kulissen und Besucherattraktionen der Universal-Studios im Feuer Schaden genommen haben.

Vertrauliche Berichte von Universal, auf die sich Jody Rosen beruft, kommen offenbar zu einem anderen Ergebnis. Falls die Recherche der Journalisten so zutreffend sein sollte, sind ganze Diskografien von Künstlern von dem Großbrand betroffen gewesen. Es gäbe dann schlichtweg kein gemastertes Material mehr von 2Pac, auf das jemand heutzutage zurückgreifen könnte. Diese Musik wäre verloren.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Universal tritt in dem Artikel als eine Art Kronzeuge auf. Er erzählt, dass Universal bewusst über die Ausmaße des Feuers hinweggetäuscht habe:

"Das Unternehmen [Universal] wusste, dass es schockierte Reaktionen und Empörung hervorrufen würde, wenn die Leute die wahre Geschichte kennen [...] Es ist ein Geheimnis, bei dem ich mich schäme, ein Teil davon gewesen zu sein."

"Irreführend": Universal wehrt sich gegen die Berichterstattung

In einem Statement gegenüber der Branchenseite Variety kritisiert Universal den Artikel des New York Times Magazine. Konkret wirft man der Journalisten vor, nicht sauber genug recherchiert und eine fehlerhafte Story abgeliefert zu haben.

"Die Story enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, irreführende Aussagen, Widersprüche und grundsätzliche Missverständnisse über den Umfang des Vorfalls und die betroffenen Vermögenswerte."

Weiter wirft Universal Jody Rosen eine selektive Berichterstattung vor. Sie sei auf Maßnahmen, die Universal zur Sicherung von Musik eingeleitet habe, schlichtweg nicht eingegangen.

"Tatsächlich werden zehntausende von Backing-Katalogen, die wir in den letzten Jahren bereits veröffentlicht haben, praktisch ignoriert – einschließlich [...] Master-Aufnahmen, von denen der Artikel behauptet, dass sie 'zerstört' wurden."

Inwiefern das Feuer tatsächlich einen gravierenden Einschnitt in die Musikgeschichte bedeutet, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Verschiedene Künstler sind schon auf den Artikel aufmerksam geworden und sorgen sich nun um ihr Songmaterial. Questlove von The Roots sieht in dem Brand bereits den Grund, warum er bisher nicht weiter an einem Projekt arbeiten konnte:

Questlove De La Rose on Twitter

For everyone asking why Do You Want More & Illdelph Halflife wont get reissue treatment https://t.co/Vs0ykRcyAK


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