Sil3a hat in der Vergangenheit kein Geheimnis daraus gemacht, dass Celo von 385ideal ihm zu Beginn seiner Karriere umfangreich unterstützt hat. Immerhin kommen beide nicht nur aus Frankfurt, sondern sogar aus der selben Gegend im Stadtteil Bornheim. Dennoch ist Sil3a nie bei 385ideal gelandet, sondern hat mit KG Family sein eigenes Label gegründet. Im Interview bei Aria Nejati erklärt Sil3a, warum er sich trotz der gemeinsamen Zeit gegen ein Signing bei Celo, Abdi und Co. entschieden hat.
Sil3a über mögliches Signing bei 385i: "Würde eigentlich wie die Faust auf's Auge passen"
Sil3a erzählt, dass er und Celo tatsächlich aus derselben Siedlung in Frankfurt-Bornheim kommen. Für ihn und viele andere aus der Gegend sei Celo schon seit Beginn seiner Karriere ein "Held". Sil3a soll als Kind beispielsweise auch bei dem Videodreh zu Celo & Abdis Song "Parallel dazu" dabei gewesen sein. Aufgrund des Altersunterschieds sei es aber erst später dazu gekommen, dass er und Celo gemeinsam abgehangen hätten. Damals hätten Sil3a und der "Mietwagentape"-Rapper unter anderem sehr viel Zeit in Celos altem Studio verbracht. Der 385i-Chef ihm geraten, sich allein auf die Musik zu konzentrieren, und Sil3a "immer voll und ganz Unterstützung angeboten".
Auf die Frage, warum er trotz Celos bedingungslosem Support nie bei 385ideal gesignt hat, antwortet Sil3a, dass er sich nicht unterordnen möchte. Der KG Family-Chef wolle "seinen eigenen Weg gehen" wollen, weil er das schon immer so gemacht habe. Sil3a verrät jedoch, dass Gespräche in die Richtung in der Vergangenheit stattgefunden hätten. Wenn er bei einem Label unterschreiben würde, dann nur bei 385ideal:
"Wir haben sogar viel darüber geredet, aber ich muss meinen eigenen Weg gehen [...] Es würde eigentlich wie die Faust aufs Auge passen, dass ich bei 385i bin, weil wir aus derselben Straße sind. Aber es würde auch genauso wenig zu meinem Leben passen, so wie ich bis jetzt mein Leben gegangen bin: Independent komplett."
Independent unterwegs zu sein, sei trotzdem "schwerer" als Sil3a am Anfang gedacht habe. "Du brauchst Geld, du musst so viel investieren", fasst der Frankfurter, der mittlerweile mit KG Family sein eigenes Label führt, zusammen. Da Sil3a nicht bei einem Major-Label gesignt sei, müssen er und sein Label sich selbst um das Marketing ihrer Musik kümmern. Am Ende bleibe dann nicht viel Verdienst übrig: "Manchmal fühlt es sich so an, als ob man nichts zurückbekommt", mahnt Sil3a im Interview an. Trotzdem empfinde er seinen Weg auf lange Sicht als besser, da "kein Schwein einen Cent" an ihm und seiner Musik mitverdienen würde.
"Independent ist ganz anders als bei einem Major. Bei einem Major kriegst du einfach einen überteuerten Kredit. Einfach nur ganz logisch: Warum gibt jemand dir 500.000 Euro? Ganz einfach, der macht mit den [500.000] das Dreifache, Vierfache."
Das komplette Interview könnt ihr euch hier ansehen. Ab 43:03 geht es um das mögliche Signing bei 385i:
Vergangene Woche hat Sil3a angekündigt, dass er seine Gefängnisstrafe absitzen muss. Deswegen hat sich auch der Release seines kommenden Albums verschoben. Mehr dazu könnt ihr hier lesen:
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