Warum Chakuzas "Suchen & Zerstören 4" nicht zu Spotify kommt: Label legt Streaming-Einnahmen offen
Chakuza

Wer das neue Chakuza-Album "Suchen & Zerstören 4" und die zugehörigen Singles hören will, wird bei Spotify nicht fündig werden. Stattdessen erscheint das neue Werk des Österreichers exklusiv über den hauseigenen Streamingdienst seines Labels Mehr als Musik. In einem ausführlichen Statement erklärt Labelgründer André jetzt, warum man sich für diesen Schritt entschieden habe.

Chakuzas "Suchen & Zerstören 4" kommt nicht zu Spotify

 André zufolge gebe es zwei entscheidende Gründe dafür, "Suchen & Zerstören 4" nicht bei Mainstream-Streaminganbietern anzubieten. Einerseits reihe sich das Projekt aus künstlerischer Sicht nicht so gut in Chakuzas aktuellen Output ein, daher wolle man das Album von anderen Releases abgrenzen. Andererseits sei es vor allem eine Frage der Wirtschaftlichkeit.

Er legt offen, dass der Mehr als Musik-Katalog bei Spotify in den vergangenen zwölf Monaten rund 16,6 Millionen Mal von rund 1,4 Millionen Menschen gestreamt wurde. In Summe sorge das jedoch lediglich für eine Tantiemenzahlung von circa 40.000 Euro. Das sei zwar immer noch viel Geld, stellt man es aber dem Aufwand gegenüber, der in all diese Alben geflossen ist, dann wirke die Zahl plötzlich doch recht niedrig. Abzüglich Steuern, Produktionskosten und weiteren anfallenden Posten sei es "wirtschaftlich absolut hinfällig".

Natürlich sei ihnen bewusst, dass eine CD heutzutage für viele nicht mehr das Medium der Wahl ist. Deswegen haben sie inzwischen einen eigenen Streaminganbieter ins Leben gerufen, über den es dann Ende Oktober "Suchen & Zerstören 4" zu hören geben wird. Sowie auch alle anderen Releases des Labels. Der Dienst kostet knapp fünf Euro im Monat. Dieser Preis reiche aus, um mit lediglich 1.500 Abonnenten das Doppelte der Jahreseinnahmen durch Spotify zu erzielen.

Grundsätzlich gehe es ihnen darum, den Fans wieder den Wert von Musik näherzubringen, der durch Spotify und Co. verloren gegangen sei.

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