Wahlkampf mit irrationalen Ängsten: Enemy vs. AfD, Part 2

Nachdem es schon im ersten Video hitzig zuging zwischen Enemy und Markus Frohnmaier, steigert sich das Ganze weiter, als es an die Lieblingsthemen der AfD geht: die bösen Immigranten. Der junge Azzlackz-Rapper wirft Frohnmaiers Partei vor, einfach an den Ängsten der Menschen anzusetzen und darauf die politische Agenda aufzubauen.

Dazu muss man noch anmerken, dass die AfD und viele ihrer Sympathisanten aktiv, oft nahezu leidenschaftlich, daran mitwirken, diese Ängste zu schüren, zu verstärken und immer wieder ins Rampenlicht zu stellen. Der Sündenbock kommt dabei immer aus dem Süden und lässt sich praktischerweise an der Farbe seiner Haare und seiner Haut erkennen (Sarkasmus off).

Wirklich konstruktiv oder geordnet läuft die "Diskussion" nicht ab. Enemy hängt sich weitgehend an dem einen Punkt der instrumentalisierten Emotionen auf; sein Gegenüber betet seine Phrasen herunter, die vermitteln sollen, dass Deutschland seit 2015 vor die Hunde geht und der Moderator vermeidet es, zu moderieren:

INFORMR

Messerstechen als Sportart? Afrikaner, die Drogen ticken? Rapper Enemy (Generation Azzlack) und AfD-Politiker Markus Frohnmaier - AfD streiten über irrationale Ängste. Was meint ihr?

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Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Von Michael Rubach am 18.10.2020 - 13:21

Diddy mischt fortan mit seiner eigenen Partei im politischen Geschehen Amerikas mit. Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat er die "Our Black Party" ins Leben gerufen. Eine Verbesserung der Lebensrealität der Schwarzen Community ist dabei das erklärte Ziel.

"Die Mission ist es, eine Plattform zu schaffen, um eine politische Agenda voranzutreiben, die auf die Bedürfnisse der Schwarzen eingeht."

Diddy umreißt das Partei-Programm

Auf Twitter nennt Diddy den Launch der Partei "eines der kühnsten Dinge", die er jemals getan habe. Er arbeite dabei unter anderem mit jungen Schwarzen Aktivist*innen zusammen. Es sei bei "Our Black Party" letztlich egal, ob man auf der demokratischen oder republikanischen Seite des politischen Spektrums stehe. Was zählt: Die Lebensqualität der Schwarzen Bevölkerung müsse "dramatisch verbessert" werden, wie es auf der Website der Partei heißt.

Das Programm der "Our Black Party" formuliert verschiedene Forderungen: Das Ende der Finanzierung der Polizei ("Defunding The Police"), ein garantiertes Einkommen für alle und die Legalisierung von Marihuana sind nur ein paar Punkte auf der Agenda. Weitere Infos gibt es auf ourblackparty.org. Die aktuelle Lage in den Staaten schätzt der Hiphop-Mogul darüber hinaus ziemlich dramatisch ein.

Diddy vs. Donald Trump: Kurz vorm Bürgerkrieg?

Oberste Priorität habe für Diddy zunächst, die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten zu verhindern. "Er muss gehen", twittert der Bad Boy Records-Gründer. Die amerikanische Bevölkerung dürfe "diesem Mann nicht erlauben, dass dieser weiter versuche zu spalten". Diddy prognostiziert, dass die verhärteten Fronten in den USA sonst zu kriegsähnlichen Zuständen führen könnten.

Trump habe die "Dinge zu weit getrieben". Um die Situation bewältigen zu können, wünscht sich Diddy den demokratischen Kandidaten Joe Biden im Weißen Haus. Es sei an der Zeit, dass sich die Schwarze Community vereine. Mit der frisch gegründeten Partei soll dieses Vorhaben offenbar angegangen werden.

Diddys Engagement wird hier und da öffentlich hinterfragt. Die Sängerin Aubrey O'Day zieht seine Aussagen in Zweifel. Das ehemalige Mitglied der von Diddy gecasteten RnB-Gruppe Danity Kane deutete via Twitter an, dass Diddy und Trump eigentlich gute Freunde sein würden.

Weitere Einblicke in seine politischen Vorstellungen gewährt Diddy in einem aktuellen Interview bei Revolt TV.


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