"Vorgeheuchelte Dankbarkeit": Said erzählt seine Version von Ufos Hoodrich-Ausstieg
Polo G

In einer langen Erklärung auf Instagram beschrieb Ufo361 kürzlich, warum er sich vorerst aus der Industrie zurückziehen will. Seine Aussagen werden nicht von allen Seiten so stehengelassen.

Sein ehemaliger Partner Said, mit dem er bei Hoodrich zu Beginn seiner Karriere zusammengearbeitet hat, ist in vielen Punkten anderer Meinung. Er teilt ebenfalls über die Social Media-Plattform seinen Blickwinkel auf die Geschichte.

Im Speziellen zweifelt Said die ersten Passagen des Ufo-Statements an. Darin heißt es, dass die Hood nicht hinter ihm gestanden hätte und seine humorige Art auf wenig Gegenliebe gestoßen sei. Für ihn ist Ufos Post offenbar der Anstoß, "seinen ganzen seelischen Müll loszuwerden".

1. Das Eingeständnis

Zu der Entfernung von Ufos Videos auf dem damaligen YouTube-Kanal bekennt sich der Hoodrich-Rapper. Er sei ein Mensch, der nach dem Ende einer Beziehung einen klaren Schlussstrich setzt:

"[...] mein Channel ist mein zu Hause. Und wie gesagt da musstest du weck [sic]"

Die Wut in Said sei derart groß gewesen, da die Liebe seinerseits zuvor ähnlich stark ausgeprägt war. Jeder der schon mal Schluss gemacht hat oder verlassen wurde, dürfte wissen, welche Gefühlsebene Said hier umschreibt.

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2. Die Korrektur

"Partner du hast mich hängen lassen, als dich brauchte. Mich verraten, als ich nie damit gerechnet hätte."

Auch viele familiäre Momente gehen dem Hoodrich-Member zudem nicht aus dem Kopf. Zum Abschluss seiner Version der gemeinsamen Vergangenheit zählt er auf, in welchen Situationen er Ufo konkret geholfen habe. Demnach gab es zum Beispiel Plakatieraktionen, klärende Gespräche mit Bonez MC und ausgiebige Studio-Sessions.

Außerdem bezweifelt Said, dass Ufo es tatsächlich ernst meint, wenn er davon spricht, dass er den Leuten von damals "mehr als nur dankbar" ist. Said bewertet die Worte des Stay High-Artists als "vorgeheuchelte Dankbarkeit". Als Beweis führt er an, dass Ufo ihn auf Instagram blockiert hätte.

Die Vergangenheit bei Hoodrich scheint beiden Künstlern nicht aus dem Kopf zu gehen. Jeder hat seine Sicht auf die Dinge und eine objektive Wahrheit gibt es sowieso nicht. Wer sich vor Augen führen möchte, wie weit die künstlerische Schere der ehemaligen Label-Partner inzwischen auseinander gegangen ist, kann sich hier "Haq" von Said und Brenk Sinatra und hier "VVS" von Ufo361 anhören.

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