Eminem gelingt es diese Woche erfolgreich seinen ersten Platz in der Billboard-Verkaufszahlen Rangliste zu halten. Insgesamt kauften weitere 207.964 Musikliebhaber seine CD und somit belaufen sich die Gesamtverkäufe auf über 816.000 Einheiten. Falls das die nächsten Tage so weiter geht, knackt Eminem bald die Millionen-Grenze und würde nach nur drei Wochen stolzer Erschaffer einer neuer Platin-Status LP sein. Weniger erfolgreich verliefen die letzten sieben Tage für Method Man & Redman . Sie verloren insgesamt 14 Ränge, indem sie von Platz vier auf Rang 18 in der Rangliste fielen. Dennoch konnten die beiden weitere 18.218 Alben verkaufen.


Für Busta Rhymes sah es diese Woche leider gar nicht gut aus, sein aktuelles Album Back On My B.S. verkaufte sich zwar weitere 14.154 mal, fiel aber von Rang sechs auf Rang 28. Die Gesamtverkäufe belaufen sich mittlerweile auf über 65.000 Alben nach der zweiten Verkaufswoche. Auch Rick Ross ' Album Deeper Than Rap befindet sich auf dem absteigendem Ast. Die besagte LP verzeichnete in den letzten sieben Tagen einen Abstieg von neun Rängen und ist mit weiteren 13.556 verkauften Alben auf Rang 31 vertreten.


Seit gestern steht J Dilla s vielversprechendes Album Jay Stay Paid zum Verkauf bereit. Dich erwarten insgesamt 25 unveröffentlichte Tracks und Instrumentals. Ob die LP einen erfolgreichen Einstieg in die Billboard-Verkaufszahlen Rangliste feiern kann, erfährst du dann nächsten Mittwoch wie gewohnt auf Hiphop.de .

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Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Von Till Hesterbrink am 17.11.2020 - 12:34

Barack Obama gab vor Kurzem dem Magazin The Atlantic ein Interview anlässlich seines anstehenden Buches. In dem Gespräch mit Journalist Jeffrey Goldberg erklärte der ehemalige US-Präsident, dass seiner Auffassung nach Hiphop mitverantwortlich für den Aufstieg Donald Trumps gewesen sei. Grund dafür wäre der häufig mitschwingende Materialismus.

Barack Obama: "Wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld"

Goldberg fragt Obama im Laufe des Interviews, was dieser glaube, warum Donald Trump so erfolgreich werden konnte. Obama vergleicht Trump daraufhin mit Richie Rich, dem Millionärserben des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1994, der seit Wort nie hielt und keinerlei Interesse daran zeigte, Verantwortung zu übernehmen. Obama meint, es hätte eine Entwicklung des klassischen Bildes des Mannes, von jemandem, der die schwachen beschützt, zu jemandem, der einfach zeigt was er hat und kann gegeben. Diese Entwicklung würde er dem Fernsehen zuschreiben.

"Dann siehst du Lifestyles Of The Rich And Famous, was dir vermittelt, entweder du hast es oder du bist ein Loser. Und Donald Trump verkörpert diese kulturelle Bewegung, die nun tief in der amerikanischen Kultur verankert ist."

("Then you start seeing Lifestyles of the Rich and Famous, that sense that either you’ve got it or you’re a loser. And Donald Trump epitomizes that cultural movement that is deeply ingrained now in American culture.")

Aber nicht nur beim Fernsehen sieht Obama eine Teilschuld für den Aufstieg Trumps. Auch Hiphop und Rapmusik sollen seiner Meinung nach einen großen Teil dazu beigetragen haben. Er sei nicht über den Anstieg von Populismus überrascht gewesen, fände es jedoch interessant, wer geholfen habe, diesen zu verbreiten.

Unter anderem Lil Pump, 50 Cent, Ice Cube und Lil Wayne hatten für die vergangene Kampagne Trumps ihre Hilfe oder Unterstützung angeboten. Obama müsse sich nach eigenen Angaben häufig selbst daran erinnern, wofür Hiphop in den meisten Fällen stehen würde. Der Hang zum Materialismus und das protzende Auftreten vieler Rapper hätten einen klaren Einfluss auf die Gesellschaft. Hiphop würde häufig die gleichen Werte wie Donald Trump vertreten.

"Leute schreiben darüber, dass Trump [in der Präsidentschaftswahl 2020] mehr Unterstützung von Schwarzen Männern gewinnen konnte und über den ein oder anderen Rapper, der ihn unterstützte. Ich muss mich selbst daran erinnern, dass wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld. Viele Rap-Videos propagieren dieselben Werte wie Donald Trump darüber, was es heißt, berühmt zu sein. Alles ist aus Gold. Das festigt sich und sickert in die Kultur durch."

("People are writing about the fact that Trump increased his support among Black men [in the 2020 presidential election], and the occasional rapper who supported Trump. I have to remind myself that if you listen to rap music, it’s all about the bling, the women, the money. A lot of rap videos are using the same measures of what it means to be successful as Donald Trump is. Everything is gold-plated. That insinuates itself and seeps into the culture.")

Barack Obama & Hiphop

Eigentlich hat der ehemalige US-Präsident eine große Liebe für Hiphop und machte diese auch immer wieder öffentlich bekannt. So erklärte er erst letztes Jahr unter anderem "The London" von Young Thug, J. Cole und Travis Scott sowie "Suge" von DaBaby zu seinen Lieblingssongs 2019.

Zu seinem neuen Buch "The Promised Land" veröffentlichte Obama eine zugehörige Playlist. Auch in dieser sind Hiphop-Stars wie Jay-Z, Eminem oder Beyoncé zu finden.

Es scheint also eher so, als würde sich Obamas Kritik an Hiphop vor allem an die neue Generation an Rappern richten. Dieser wird schließlich häufig vorgeworfen, den ursprünglichen Zweck der "Message" von Hiphop nicht mehr zu erfüllen.


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